Call of Juarez im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mit diesem Titel aus dem Hause Ubisoft zeigt uns Techland wie ein modernes Westernspiel heutzutage auszusehen hat.

Die Technik

Ray auf Rachefeldzug Ray auf Rachefeldzug Wie ihr anhand der hier gezeigten Screenshots sehen könnt, bewegt sich "Call of Juarez" auf dem Zenit des augenblicklich Möglichem. Es wird uns eine hochaufgelöste Welt voller Details und Bewegungen geboten an der man sich kaum satt sehen kann. Das dichte Gras wiegt sich im Wind, das Wasser bahnt sich seinen Weg durch die Schluchten während der Wind den Staub der Steppe durch die Siedlungen treibt und alles in einen warmen Lichtschein taucht. Die hochaufgelösten Texturen sorgen dafür, dass der reale Eindruck selbst bei extremer Nähe nicht schwindet, nur ganz selten pixelt etwas auf und nagt an der fast schon fotorealistisch dargestellten Spielwelt. Besonders zu loben ist in diesem Zusammenhang das sehr echt aussehende Feuer, welche manchmal mit einer kleinen züngelnden Flamme beginnt und sich zum Haus- oder Flächenbrand ausweiten kann. Derweil sieht schon der Staub sehr gut und voluminös aus, ohne jemals den Eindruck zu erwecken durch eine Textur zu blicken.

Dazu gibt's eine Soundkulisse die sich hören lassen kann. Die deutschen Synchronsprecher verrichten ihre Arbeit hervorragend und vermitteln viel Gefühl und Aggressivität, eben so wie man es aus den guten Westerfilmen her kennt. Unterstützt von den differenzierten Waffengeräuschen, vom kleinen Revolver bis hin zu den Flinten und sogar stationären Geschützen, wird uns das komplette Spektrum damaliger Waffen geboten. Und unterlegt ist das alles von einer Westernmusik die den Spagat geschafft hat zwischen der Moderne und den typischen Klängen dieses Genres. So wirkt das Spiel auch soundtechnisch voll auf der Höhe und kein bisschen angestaubt.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde? Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde? Und was wäre all dies wenn nicht auch die Steuerung per Keyboard und Maus ihren Dienst so klaglos verrichten würde. Praktisch ohne Einarbeitung kann man sofort loslegen und kommt nie in die Situation sich darüber zu ärgern, dass der Charakter nicht das tun würde was man will. Ohne die Tastatur zu überfrachten kann man mit wenigen Tasten alle wichtigen Aktionen ausführen, sich an Vorsprüngen hochziehen, mit der Peitsche über Abgründe hinweg schwingen oder das Feuer für seine Zwecke benutzen. Das Zielen mit den Waffen, auch im Concentration-Mode, funktioniert ebenso gut wie mit der Flinte auf dem Rücken unseres treuen Pferdes. Als wäre man eins mit ihm, kann man im vollen Galopp ebenso wie im Schritt oder im Trab problemlos Ziel aufnehmen und die bösen Jungs vom Pferd holen.

Multiplayer

Billy hält sich versteckt Billy hält sich versteckt Der Multiplayer-Mode lässt sich im LAN ebenso spielen wie über das Internet. Entweder stellt man selbst den Server oder man tritt einfach einem bereits eröffnetem Spiel bei. Dabei haben wir die Wahl aus drei verschiedenen Spielvarianten, dem Deathmatch, wobei es ausschließlich auf die niedergestreckten Gegner ankommt und jeder für sich alleine kämpft, dem Skirmish-Mode, ein Team-Deathmatch wobei das eine Team in die Rolle des Gesetzeshüter und die anderen in die Rolle der geächteten schlüpfen. Und die dritte Möglichkeit stellt der Bankraub dar, wobei wieder in zwei Teams gearbeitet wird, die einen versuchen die Bank zu beschützen und die anderen natürlich sie einzunehmen. Allen Modi gemein ist, dass man sich vor dem Spiel für einen Typ Charakter entscheiden muss, beispielsweise den Gesetzeshüter, den Bergmann oder den Geächteten, wobei damit noch nicht alle genannt wurden. Denn die Wahl des Charakters bestimmt über welche Waffen er verfügt. Im Spiel selbst müssen wir dann mit den vorab gewählten Waffen auskommen.

Meinung

Wertung zu Call of Juarez (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Sehr schöne Grafikdie mit viel Geschick eingesetzte Physik-Enginedas Feuer-Featuredie intelligent agierenden NPCsdie spannend erzählte Geschichte und die Inszenierung jedes einzelnen Momentsder Wechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren Billy und Rayder Ritt auf dem Pferddie Soundkulissedie Steuerung
"Nur" drei mehr oder weniger bekannte Multiplayer-Variantenmanch knackig schwere Stelle im Singleplayer-Spiel
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