Camelot Unchained: MMO hat nicht mal genug Spieler für eine Fortnite-Lobby
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Bereits zum Early-Access-Release von Camelot Unchained gab es viel Frust bei Fans von Online-Rollenspielen. Vier Wochen später reichen die Spielerzahlen des "Wochenend-MMOs" nicht mal aus, um eine Fortnite-Lobby zu füllen.
Als das MMO Camelot Unchained am 2. Juni endlich in den Early Access ging, war die Katastrophe bereits abzusehen. Nach 13 Jahren Entwicklung und über 30 Millionen angesammelten Dollar machten die Versprechungen von Chef-Entwickler Mark Jacobs keine großen Hoffnungen für die Zukunft.
Einen Monat nach Start des Early Access blicken wir auf die Spielerzahlen von Camelot Unchained, die mittlerweile gegen null tendieren.
Wochenend-Gameplay mit weniger als 100 Spielern
Direkt zum Early-Access-Release stürzten sich laut Steam-Datenbank 521 Spieler in das MMO. In den Wochen danach sanken die Spielerzahlen dramatisch. Das liegt natürlich auch daran, dass Camelot Unchained nur am Wochenende gespielt werden kann.
Quelle: City State Entertainment
Während der Alpha-Phase tummelten sich noch einige Spieler auf den Servern von Camelot Unchained. Mittlerweile tendieren die Spielerzahlen gegen null.
Grund dafür ist laut den Entwicklern von City State Entertainment, dass dadurch mehr Spieler geballt zu einem Zeitpunkt auf die Server kommen, um beispielsweise Mehrspieler-Content zu bewältigen. Ob das die richtige Taktik war, bleibt fraglich.
Mittlerweile steigt die Anzahl der Spieler an einem Wochenende kaum noch über 100. Am vergangenen Wochenende spielten in der Spitze 89 Spieler gleichzeitig Camelot Unchained.
Hardcore-MMO-Fans sind verärgert
Der Hype rund um Camelot Unchained fußte darauf, dass der Entwickler des ikonischen Online-Rollenspiels Dark Age of Camelot (DAoC) einen würdigen Nachfolger des über 20 Jahre alten MMOs entwickeln würde. Womöglich hätte ein Dark Age of Camelot 2.0 mit leicht überarbeiteten Features und frischer Grafik genügend Spieler zufriedengestellt.
Nach 13 Jahren ist die Entwicklung jedoch kaum vorangeschritten und Spieler dürfen nach dem Early Access die Frühversion spielen, die sich gefühlt seit zehn Jahren nicht verändert hat - und das nur am Wochenende.
Wer Geld in die Kickstarter-Kampagne gesteckt und/oder das Spiel kürzlich für 10,25 € erworben hat (Stand 3. Juli 2026), ist zurecht enttäuscht. Das spiegelt sich auch in den Bewertungen auf Steam wider. Beim Tippen dieser Zeilen haben 333 Spieler das MMO größtenteils als negativ bewertet, wobei die neuesten Bewertungen etwas besser ausfallen.
Der Zorn der Spieler würde sich dabei wohl noch in Grenzen halten, wenn die Entwickler nicht bereits weitere Monetarisierungspläne preisgegeben hätten. Sobald das Spiel in seine 1.0-Version übergeht, soll das Spiel per Abomodell finanziert werden.
Nach ewiger Entwicklungszeit bietet Camelot Unchained weder den Nostalgie-Effekt von DAoC noch etwas Neues, was MMO-Spieler anlocken könnte. Das ist die Mischung für ein Desaster.
Reicht das Geld überhaupt aus?
YouTuber Kira äußerte sich zu den Problemen von Camelot Unchained und sprach dabei auch die finanzielle Lage an. 30 Mio. Dollar für die Entwicklung eines MMOs sind nicht viel und womöglich geht den Devs bereits das Geld aus, so Kira.
Sollte sich kein neuer Investor finden, könnten MMO-Fans eine ähnliche Situation erleben wie bei Ashes of Creation. Das Online-Rollenspiel von Intrepid Studios griff das Geld zum EA-Release ab und wurde danach auf Eis gelegt.
Was ist in Zukunft geplant?
In den ersten Wochen nach Release wurden kleinere Hotfixes aufgespielt. Bis zum echten (geplanten) Release im Dezember 2026 haben die Devs noch einiges vor. Drei neue Klassen, neue Zonen und Massenschlachten sollen implementiert werden. Ob sich bis dahin genügend Spieler für Belagerungsschlachten finden werden, bleibt abzuwarten.
Denkt ihr, Camelot Unchained hat noch eine Chance? Wir sind auf eure Meinung in den Kommentaren gespannt. Beachtet beim Kommentieren die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
