Auweia – das ging ins Auge; Gott sei Dank ist Lightning ein Symphatieträger, sonst wäre Teil Drei auf Wii fast abgestürzt.
Kein Wunder, dass Monster nicht gemocht werden
Cars Race-O-Rama
Im zweiten Teil von CARS bereits eingeführt, dürft nun auch ihr als Wii-Spieler testen wie es ist mit einen Monster-Lightning über die Pisten zu bügeln. Leider offenbart auch der Wii-Vertreter wie frustig ein eigentlich ausgewiesenes Kinderspiel doch sein kann. War das Handling bei CARS bisher ohne große Mankos ausgekommen, hat man die Steuerung - aus welchen Gründen auch immer - verschlimmbessert, was auch für die Wii seine Gültigkeit hat. So lang ihr mit Lightning McQueen fahrt, gibt es so weit keine großen Probleme. Ganz wie beim Erfolgs-Racer "Mario Kart" haltet ihr die Wii-Mote quer. Durch entsprechende Links- bzw. Rechtsbewegung fahrt ihr die Kurven und passend dazu lässt sich per Tastendruck Boost und/oder benötigter Drift zuschalten. So sensibel sich dieses Fahren bei den anderen Ablegern präsentiert hat, erweist es sich auch beim Wii-Vertreter. Aufgrund der Tatsache, dass ihr verschiedene Fahrzeuge zum Steuern an die Hand bekommt, zeigt sich, dass man Lightning in Form seines Sportwagen-Daseins mit ein bisschen Übung ansatzweise im Griff hat. Anders dagegen in den Minispielchen, in denen ihr u.a. die Monstertrucks fahren müsst oder mit dem kleinen Guido über die Strecke brettert. Die Fahrzeuge neigen dazu selbst bei geringen Lenkbewegungen ein vollkommenes Eigenleben an den Tag zu legen. Da kann eine angedeutete Rechts- oder Linkskurve bzw. das banale Einlenken ganz schnell zum 180 Grad Turn werden oder zu einer Pirouette, an dessen Ende ihr gleichfalls in die verkehrte Richtung schaut bzw. fahrt. Auf der Suche nach einer ordentlichen Rennlinie werdet ihr leider immer wieder an Vorsprüngen, Wänden, Zäunen sowie Kurvenbanden hängen bleiben bzw. anecken. Das kann einem mit der Zeit ganz schön sauer aufstoßen und man stellt sich unweigerlich die Frage, warum ausgerechnet an der bisher recht ordentlich funktionierenden Steuerung sowie dem vorhandenen Drift-Mechanismus so heftig geschraubt wurde. Wenn selbst gestandene Spieler den Controller an die Wand werfen wollen - dann will man nicht wissen, wie schnell enttäuscht in diesem Fall dann die kleinen Spieler sein werden. Auch das Springen, was man gelegentlich mit seinem Wagen vollführen soll, funktioniert mal, und dann auch wieder nicht. Hier greift die Schüttelmechanik - und leider beweist sie, dass sie weit weg davon ist so gut zu reagieren wie z.B. beim Klassenprimus "Mario Kart".
Es ist eben ein Gebrauchter
In Sachen Umfang gibt es nichts zu meckern. Die gebotenen Aufgaben und Minispielchen wissen für eine gute Weile zu beschäftigen. Gesamt warten immerhin 27 Gold-Events auf euch. Um all diese goldigen Gelegenheiten spielen zu können, braucht es die vielen Zwischenmissionen und Aufgaben, welche, erfolgreich bestanden, den Weg zum nächsten Gold-Event öffnen. Leider verbringt man während dieser Zeit allerdings auch viel der selbigen damit bestimmte Events zu wiederholen - selbst auf leichtem Schwierigkeitsgrad. Die verhunzte Steuerung ist dabei nur ein Schuldiger; Der andere sind die sehr starken Gegner, die sich bockig und absolut unfreundlich verhalten. Natürlich müssen Gegner eine Herausforderung sein, keine Frage. Sorgen sie allerdings dafür, dass sie wie Rammböcke auf der Strecke agieren, euch von dieser schubsen und selbst wie die Felsen in der Brandung stehen, dann macht das keinen Spaß mehr. Besonders schlimm fällt dies wiederum bei den Rennen mit den Monstertrucks als auch den kleinen Vehikeln auf.
Cars Race-O-Rama
Glänzen die Vertreter für Xbox 360 & PS3 noch mit durchaus schönen Effekten, sind diese beim Wii nur noch minimal zu finden. Aber immerhin sind gleichfalls die verschiedenen Outfits mit von der Partie, so dass Lightning sich nicht nur in seiner bekannten Rolle als knuffiger Rennwagen vorstellt, sondern er nimmt beispielsweise auch die Gestalt eines Offroad-Jeeps an. Einziger Haken: Diese Fahrzeug-Typen lassen sich nicht mit den gefundenen / gewonnenen Teilen tunen. Davon abgesehen, wissen die vielen Fahrzeuge durchaus zu gefallen, da sie einmal mehr sehr liebevoll in Szene gesetzt worden sind. Aber ach, diese durchaus wichtige und hübsche Detail geht leider so ganz und gar in der durch Katenflimmern beeinträchtigen Umgebung unter. Zwar sind selbige wie gehabt und in u.a. Radiator Springs findet ihr euch zurecht - sofern ihr Wiederholungstäter seid - wie in eurer Westentasche, aber die für manche Spieler sehr wichtigen Texturen haben sich erneut wieder etwas sehr rar gemacht und auch der Detailgrad lässt zu wünschen übrig. Trauriger Weise kommt besagtes Flimmern noch hinzu, wobei es noch einen gewissen Unterschied macht, ob ihr beispielsweise im Rennstation am Anfang unterwegs seid, wo das Kantenflimmern sehr heftig ist oder ob im Anschluss in Radiator Springs umherfahren könnt. Hier flimmert es zwar auch recht arg, es ist aber irgendwie noch verschmerzbar. Angemerkt sei noch, dass die Wii-Fassung nicht ganz so heftig flimmert, wie vergleichsweise die PS2-Version.
Neuen Gegebenheiten wie z.B. die Rennarena von Radiator Springs oder die grundlegend neuen Areale bilden hübsch anzusehende Ausnahmen. Anstatt verschwommener Massen in den Zuschauerrängen, parken dort nun erkennbare kleine Autos. Die Mimik der beobachtenden Boliden ist aber dank der verwaschenen als auch flimmernden Darstellung nicht mehr wirklich zu erkennen. Geruckel muss von auch leider auch in Kauf genommen werden, welches partiell auch durch das Nachladen, u.a. auch während stattfindender Rennen, erfolgt. Bezogen auf die Ladezeit an sich, sollte man Geduld mitbringen, denn hier muss man oft lange warten bis es weitergeht.
Für gesellige Spieler warten verschiedene Rennen darauf befahren zu werden. Allerdings kann maximal mit einem weiteren Freund zusammen gespielt werden.
