Castlevania: Harmony of Despair im Gamezone-Test

Test Goreminister

Der XBLA-Titel versprüht zwar das typische Drakula-Flair, hat aber auch seine Macken.

Sturm auf die Burg via Xbox Live

Castlevania: Harmony of Despair Castlevania: Harmony of Despair Neben der Solo-Kampagne beinhaltet Castlevania: Harmony of Despair auch einen entsprechenden Multiplayer Part, welcher das Herz der Angelegenheit darstellen soll. Im Mehrspieler-Modus des Spiels können gleich bis zu sechs Vampirjäger an unterschiedlichen Punkten auf der Karte starten, um sich gemeinsam durch die Level zu schlagen. Und das bei nur fünf wählbaren Charakteren. Ah ja! So müssen Rätsel gelöst, Türen für die Freunde geöffnet und Bossgegner gemeinsam zerhäckselt werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit gefallene Charaktere wiederzubeleben, wodurch das fehlende Checkpoint-System des Solo-Modus hierbei nicht allzu übel ins Gewicht fällt. Dafür bewegt man sich im Multiplayer-Mode unglaublich langsam und steht des Öfteren vor einer verschlossenen Tür und muss warten, bis diese durch einen Mitspieler geöffnet wurde. Ohne Organisation hat man in der Gruppe nicht den Hauch einer Chance, doch gibt es eine Art "Chatsystem", bei dem man kleine, kurze Befehle übermitteln kann. Dies setzt allerdings voraus, dass alle an einem Strang ziehen, denn für Einzelkämpfer ist der Titel weniger geeignet. Das fehlende Drop-In System ist ein weiterer Knackpunkt, da es zuerst gilt, eine geeignete Spielgruppe zu finden und es nicht möglich ist einer laufenden Session beizutreten. Leider entstehen dadurch streckenweise arg lange Wartezeiten, bis man geeignete Partner findet, denn wirklich viele Spieler scheinen sich Castlevania: Harmony of Despair noch nicht zugelegt zu haben. Der "Survival Modus", in dem ihr mit bis zu sechs Spielern ein wahrliches Gemetzel auf dem Bildschirm veranstalten könnt, ist sicherlich für die ersten Minuten interessant, doch auch hier schleicht sich ziemlich schnell Langeweile ein. Einen lokalen co-op Modus gibt es z.B. überhaupt nicht, weswegen der Multiplayer-Part für Spieler ohne Xbox Live-Gold Account recht nutzlos ist.

8-Bit Charme im HD-Gewand

Castlevania: Harmony of Despair Castlevania: Harmony of Despair Wie bereits erwähnt kämpft man sich in der guten alten Seitenansicht durch die verschiedenen Level, wobei das Ganze durch den Zoom-Faktor eine neue Note erhält, die vielleicht nicht jedem gefallen mag. Sicherlich handelt es sich hierbei um ein frisches Spielprinzip, dessen Umsetzung allerdings weniger gelungen ist. Die Spielfiguren sind mitunter recht klein ausgefallen und es bedarf einiger Übung, um pixelgenaue Sprünge und Angriffe durchzuführen. Ansonsten bietet Castlevania: Harmony of Despair alles, was man an älteren Spielen der Reihe schätzt, zumal man sich bei der Levelgestaltung und der Auswahl der Charaktere an vorherigen Veröffentlichungen orientiert hat. Dennoch will der Funke im Hinblick auf die grafische Präsentation nicht überspringen.

Musikalisch bieten sich dem Spieler ebenfalls mitunter bekannte Klänge. Geboten werden sozusagen Remixe älterer Soundtrack-Stücke, welche dem einen oder anderen Spieler durchaus vertraut vorkommen mögen. Schrille Gitarrenriffs und teils treibend, atmosphärische Rhythmen versprühen durchaus Castlevania-Feeling, doch lässt der Sound die Macken und Schwächen der restlichen Umsetzung und Präsentation keinesfalls vergessen.

Meinung

Wertung zu Castlevania: Harmony of Despair (X360)

Wertung:

5.6 /10
Pro & Contra
Diverse spielbare Castlevania-CharaktereSchnell zugängliche SteuerungZoom-Funktion
Unausgewogener Multiplayer-PartTeilweise frustrierend schwerKein Checkpoint-SystemNur 6 SpielkartenSteuerung diverse Charaktere sehr behäbigKeine HintergrundgeschichteDarstellung der Charaktere teilweise äußerst winzig
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