Crash wird zum Held der Titanen. Actionreich und dennoch traditionell rettet er seine Schwester vor dem Cortex-Clan.
Aberwitzig wie immer
Crash of the Titans
Spaßige Unterhaltung wird aber - wie so oft in den Crash Spielen - in den zahlreichen Sequenzen geboten. Die kleine, quirlige und einfach nur selten dämliche Beutelratte macht einen Schabernack nach dem anderen und man muss den Nager einfach aufgrund seiner lieblichen und dennoch dümmlichen Art lieb haben. Die Charaktermodelle sind hervorragend ausgearbeitet und die Animationskünstler vollbrachten eine reife Leistung, um den Figuren Leben einzuhauchen. Hinzu kommt eine kreative und witzige Art der Storyschreiber. Zahlreiche kleinere Gags erheitern nicht nur junge Athleten, sondern auch ältere Generationen an Videospielern. Aber natürlich ist der comicartige Schabernack so stark überzeichnet, dass uns mit "Crash of Titans" wieder ein rundum familientauglicher Abenteuerspaß vorliegt. Dazu gehört auch der stets vorhandene Mehrspielermodus. Jederzeit kann ein zweiter Spieler in ein laufendes Abenteuer einsteigen und seinerseits mit Freude auf die Titanen losgehen. Gemeinsam ist man stark und hat es durchaus gegen die zahlreichen Monster auch leichter. Dafür kämpft man dann ein wenig mit der etwas nervig werdenden Kamera!
Crash of the Titans
Die Qualität der Animationen wird zudem vom schöpferischen Leveldesign unterstützt. Zahlreiche und vor allem abwechslungsreiche Welten fordern für etwa 8-10 Stunden das Geschick des Spielers. Denn nicht nur die Sprungpassagen sind zumeist sehr durchdacht und mit Fingerspitzengefühl angefertigt, auch der künstlerische Aspekt ist gegeben. Zwar kann die Playstation 2 durchaus mehr auf den TV-Schirm zeichnen und wesentlich detailliertere Grafiken hervorzaubern, die Comicgrafik präsentiert sich aber mit einer durchaus lebendigen und üppigen Flora und Fauna. Kleine Eidechsen huschen über die Baumsümpfe, zahlreiche Pflanzen bewegen sich bei Berührung und einige Insekten summen in der Luft. Manch Hintergrund bietet sogar verträumte Ausblicke in den Sonnenuntergang oder ähnliche Aspekte. Die Qualität der Texturen ist aber nicht gerade immer auf dem höchsten Niveau und so mancher Level sieht doch etwas arg trist aus. Auffallend sind aber auch einige Wiederholungen im Design selber, nicht nur innerhalb eines Abschnittes, sondern über das komplette Spiel hinweg. Da ist wohl letztendlich doch noch die Kreativität der Entwickler ausgegangen.
Crash of the Titans
Positiv hervorheben sollte man aber auch die Sprachausgabe. Diese - in unserer Fassung nur in englisch vorhandene - Samples bereichern nicht nur die Videosequenzen, sondern unterstützten auch die Atmosphäre innerhalb der Level. Nähert man sich einem Pulk aus Feinden, kann man durchaus genüsslich deren aberwitzigen Unterhaltungen lauschen, die sich zumeist um alltägliche Dinge, aber vor allem den Nager Crash drehen. Hinzu kommt ein passabel ausgewählter Soundtrack, welcher sich je nach Situation im Kampf eher hektisch, in der Idylle dann doch gemächlich und einfühlsam gibt. Zwar fällt die Musik nicht aus dem Rahmen und gehört nicht zu den Ohrwürmern, plätschert aber genüsslich im Hintergrund mit. Abgerundet wird die Sounduntermalung durch witzige Laute und knurrende Geräusche der lieblichen, aber auch bösartigen Tierchen.
