Create im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Nur mit Kreativität kommt man in Create voran, das ansonsten an Crazy Machines erinnert, aber nicht dessen Brillanz erreicht.

Creative Machines

Create Create Ist die Rahmenbedingung also geschaffen, gilt der Fokus dem eigentlichen Spielprinzip. Und dieses kennt der Gamer mit breit gefächerten Interessen schon ein wenig länger. Es ist nämlich nichts anderes als das Prinzip des Knobel-Klassikers Crazy Machines. Im Grunde geht es um eine einfache Aufgabenstellung, deren Lösung mit Hilfe von diversen euch zur Verfügung stehenden Objekten erreicht werden soll. Wo die ersten Aufgaben noch ohne viel Mühe zu bewältigen sind, zieht der Schwierigkeitsgrad schon sehr schnell deutlich an. Schon im zweiten Level werdet ihr des Öfteren auf der Leitung stehen und euch minutenlang die Haare raufen, welche Objektkombination nun zum in der Aufgabenstellung geforderten Ziel führt. Die verfügbaren Werkzeuge bilden den letzten Menüpunkt. Es liegt ab da an euch die Dinge zu drehen, zu stapeln und in eine Kettenreaktion zu verwickeln. Dabei ist jedoch nie entscheidend, wie viele Objekte ihr nun hernehmen dürft. Meist bekommt ihr sogar Bonus-Funken, wenn ihr nicht alle vorgegebenen Objekte verwendet. Das Objekt-Portfolio reicht dabei von einfachen Rampen, über Raketen bis hin zum Zeitkleber um Dinge verzögert auf die Map fallen zu lassen.

Trügerisches Knobeln

Create Create Obgleich Create die Optik eines Kinderspiels hat, steht dieses Aussehen in starkem Kontrast zur im Spiel geforderten Gehirnmasse. Alles ist qietschbunt, lustig und effekthaschend animiert und dreht sich aber um teils auch physikalisch komplexe Abläufe des Prinzips Aktion und Reaktion. Die Qualität der akustischen Präsenz ist auch eher auf Spieler zugeschnitten die maximal das Grundschulalter erreicht haben. Die Geräuschkulisse könnte locker aus der Datenbank eines Tonstudios stammen, dessen Hauptaugenmerk auf Kinderserien liegt.

Create Create Eine bewegungsintensive Steuerung wie sie Nintendos Wii bietet, schraubt die Erwartungen naturgemäß etwas höher. Prinzipiell hat die weiße Fernbedienung durch eine intuitivere Menüsteuerung und ein Schnellmenü für die Knobelobjekte die Nase vorn, verspielt dieses Plus allerdings durch eine hakelige und unpräzise Steuerung wieder. So nützt der Wii im direkten Vergleich die Bewegungssteuerung nur dabei Boden zu verlieren statt gut zu machen.

Durch die Einbindung der Community, welche der Wii einmal mehr fehlt, weht eine Prise Little Big Planet durch EAs Kreativcenter. Hier ladet ihr eure Szenarien mit den zugehörigen Aufgaben hoch und lasst sie bewerten, oder nehmt die Herausforderungen von anderen Kreativköpfen an und versucht die Kopfnüsse zu knacken. Ein gelungenes, wenn auch nicht ganz eigens erdachtes Feature um die Spieler bei der Stange zu halten.

Meinung

Wertung zu Create (Wii)

Wertung:

6.2 /10
Pro & Contra
physikalisch Korrektcoole Kettenreaktionenfordernde Knobelaufgabenviele Objekte
unnützer Deko-WahnsinnNiveauschwankungenunpräzise Steuerungteils unübersichtliche Kameraeinstellung
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