Ein potenzieller Kinect-Hit hat so seine Anlaufschwierigkeiten. Spiel, Spaß und einige frustrierende Momente sind garantiert.
Vergeudetes Potenzial
Crossboard 7
Schmerzlich vermisst man aber den Konkurrenzkampf mit anderen Teilnehmern. Diese schubsen euch evtl. vor der Schanze in den Abgrund oder schnappen euch im Ballonwettbewerb begehrte Sammelobjekte vor der Nase weg, eine spannende Auseinandersetzung wie in Mario Kart kommt aber trotz integrierter Extras kaum auf. Die Zielsuchraketen suchen sich natürlich ein Opfer und das Schutzschild mag ja schick farbig flimmern, aber aufgrund der Spielziele machen die Objekte leider nur wenig Sinn. Wirklich schade auch, dass ein altbackenes System den Spielspaß mindert. Ziemlich stur wird ein Event nach dem anderen absolviert, um weitere auf anderen Strecken freizuschalten. Es gibt weder die Möglichkeit eines Turniers, noch sonstige Karrieremodi oder ähnliches. Konami hat deutlich vorhandenes Potenzial verschenkt, denn CrossBoard 7 macht bis auf die kleinen Schwierigkeiten in der Steuerungen ansonsten auch optisch eine gute Figur.
Crossboard 7
Grafisch sieht der Titel zwar nicht überragend, aber wirklich schick aus. Die Charaktere sind witzig, wenn auch ziemlich cool überzeichnet und begeistern bisweilen mit einer schier unglaublichen Detailverliebtheit. Das wirklich wuschelige Fell des Trainers Sapre oder dem später freischaltbaren Bergmenschen Moss, welcher uns an einen grünen Yeti erinnert, wurde unglaublich gelungen animiert. Auch die Strecken fallen sehr vielseitig aus. Der Schnee hinterlässt eine Partikel-Gischt hinter den Fahrern zurück, die Sonne blendet geschickt durch die Baumwipfel hindurch und das Wasser spiegelt sich gekonnt im kühlblauen Himmel. Nur die musikalische Untermalung ist nichts Besonders. Passendes, aber kaum der Rede wertes Instrumental-Gitarrengeschrubbe plätschert aus den Boxen, während der lautstarke Kommentator euch selbst bei den gröbsten Fehlern noch wie die Fans einer Teenie-Band umjubelt.
