Akzeptabler Versuch von Sony im zweiten Anlauf ins Rennen zu kommen. Nicht ganz geglückt, aber auch nicht gestolpert!
Da wäre mehr drin gewesen
DanceStar Party
Gespielt wird abseits des Partymodus, welcher eine solche Bezeichnung eher als Lüge bestraft, die Auswahl nutzend jeder Titeln einzeln. Dabei stehen uns diese in gekürzter Fassung oder Originallänge zur Verfügung und insgesamt drei Schwierigkeitsgrade sollen den Einstieg auch für Anfänger gewährleisten. Darüber hinaus dürft ihr ähnlich Just Dance 3 eigene Choreographien entwerfen und speichern, diese aber leider nicht online mit Freunden teilen. Hier hat die Konkurrenz aus dem Hause Ubisoft definitiv die Nase vorn, auch wenn dort ebenfalls nur ausgewählte Titel über das Netzwerk ausgetauscht werden. Darüber hinaus kann tief versteckt in den Menüs der Kalorienzähler aktiviert werden. DanceStar Party liefert sogar zusammengefasste Workouts, die mit einer schon anstrengenden Aufwärmphase in die schweißtreibenden Beats ordentlicher Dancestampfer übergeht und damit ordentlich an den Fettschichten arbeitet. Denn tanzen im heimischen Wohnzimmer kann genauso anstrengend wie ein Fitnessstudio sein, auch wenn hier eher Kondition anstatt Muskelmasse gefragt ist.
DanceStar Party
Kalorien verliert aber nur derjenige, der sich auch auf das eigentliche Spielprinzip einlässt und nicht abseits aller technischer Möglichkeiten versucht, Rekorde zu erschummeln. DanceStar Party muss trotz des leuchtenden Move-Controllers und der PS3-Kamera mit dem Vorwurf leben, dass Sony keinesfalls den Weg moderner Tanzspiele einschlägt und hier nur auf dem Niveau von einstigen Wii-Spielen hantiert. Es ist schon verwunderlich, dass der Controller vorab kalibriert wird, aber weder Position noch Bewegung wirklich über den leuchtenden Knubbel erfasst werden. Vielmehr scheint man sich auf die Sensoren im inneren des Controllers zu verlassen, denn einfache Bewegungen aus dem Handgelenk reichen oftmals schon aus, um richtig gute Noten und Bewertungen zu kassieren. Damit wird das eigentliche Spielprinzip, welches auf Ganzkörperbewegung basiert, ad absurdum geführt und erübrigt sich prinzipiell. Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich mir ein solches Spiel zulege, möchte ich mich zur Musik bewegen und habe auch meinen Spaß damit, auch wenn die Auswertung anderweitig gemacht wird - so ärgerlich dies auch sein mag.
