Auf der Wii geht der knallbunte Hüpfspaß wie warme Semmeln über den Ladentisch, die HD-Variante hängt dem noch nach!
Dance-Stamper in knackscharfem HD
Dancing Stage Universe 2
Abermals kann uns auf dem ersten Blick die Anzahl an Songs erschlagen. Knapp 70 Titel, darunter 19 versteckte Songs, buhlen um die Gunst des Tänzers. Da findet sich sicherlich wieder etwas für jeden, sollte man zumindest meinen, doch das Spektrum hat auch seine Grenzen. Rockige und poppige Varianten finden sich vor allem unter den Lizenzsongs, während sich die Konami-Künstler abermals sehr exotisch geben. Japanischer Kitsch und vor allem beatlastige Dance-Stampfer gehören nun mal zum guten Ton von "Dancing Stage". Dieser Teil offeriert zwar eher westlichen Techno-Sounds, hat aber auch seine klassischen Varianten. Nur eines sollte gegeben sein: Man muss einfach Dance, Eurobeat und Techno mögen, ansonsten fällt dieser Titel sofort unten durch. Denn die Riege an Rock & Pop Songs ist ziemlich schmalspurig und wird durch einige westliche Bands vertreten. Zu nennen wäre der bekannte Song "Young Folks" von Peter, Björn and John, welcher schon bei "Lips" für Aufregung sorgte. Etwas klassischer sorgt "D.A.N.C.E" für ungewohnte Klänge während The Klaxons mit "Atlantis To Interzone" ihr Stelldichein geben. Weiterhin begeistern The Knife mit "Headbeat" und OK Go mit dem Kracher "Here It Goes Again". Eine üppige Auswahl an Smashhits und aktuellen Chartstürmer bleibt aber irgendwie aus. Die Choreographien fallen übrigens dafür etwas besser aus und überzeugen hin und wieder mit recht gelungene Tanzmustern. Sowohl bei den Lizenzsongs, vor allem aber bei den neuen Dance-Stampfern haben sich die Entwickler wieder etwas mehr Mühe gegeben und Variantenreichtum ins Spiel gebracht.
Dancing Stage Universe 2
Aus optischer Sicht offeriert Konami ein ähnliches Design wie beim Vorgänger, nur die Hintergrundgrafiken wurden gegen neue ausgetauscht. Knackscharfe HD-Menüs mit tollen Hintergrundanimationen, übersichtliche Strukturen und eine klare Führung. Die Songauswahl wirkt leider immer noch so schlicht wie beim Vorgänger, da man sich weiterhin keine Mühe bei der Gestaltung der Songgrafiken gibt, dafür protzten die Hintergrundvideos mit grellen Farben. Abermals sollte man in den Optionen die Helligkeit herunter schrauben, damit man die Pfeilgrafiken überhaupt erkennen kann. Weiterhin ärgerlich wurde die Schrittwertung nicht angepasst. Diese liegt nach wie vor über den Pfeilgrafiken und verdeckt somit die Sicht auf die nächsten Schritte - wirklich durchdacht ist das beim besten Willen nicht! Leider gibt es nach wie vor auch Hiobsbotschaften aus der Technikabteilung, denn so gut die Hardware auch ist, gelegentlich kommt das Spiel ins Stottern. Solche Ruckeleinlagen halten sich aber glücklicherweise stark in Grenzen.
