Darksiders im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

So brutal wie Kratos und so genial wie Zelda. THQ liefert eine perfekte Mischung für Abenteurer und Actionfans.

Ein nicht ganz epischer Rachefeldzug

Darksiders Darksiders Trotz all der spielerischen Pracht zwischen rätselbetonten Entdeckertouren durch eine recht große und nicht gerade lineare Spielwelt sowie den kurzen kämpferischen Intermezzi bleibt die eigentliche Hintergrundgeschichte ein wenig zurück. Zahlreiche Videosequenzen sorgen vor allem mit einer durchwegs gelungenen deutschen Sprachausgabe (Englisch ist natürlich wieder einen Tick besser) für Stimmung und Atmosphäre, doch die Story um Rache und letztendlich auch Verrat verliert sich ähnlich wie das Kampfgeschehen mit der Zeit ein wenig. Ähnlich Link verfolgt Krieg schlicht das eine Ziel und lässt sich von A nach B scheuchen, um dem Zerstörer näher zu kommen. Relativ schnell schürt er ein wenig Vertrauen zum Abtrünnigen Samael und offenbart dadurch eine leicht dämonische Art, obwohl der Reiter eigentlich zwischen Himmel und Hölle steht und für das Gleichgewicht zu sorgen hat. Letztendlich bietet die Story noch genügend Stoff, um bis zum bitteren Ende zu unterhalten und mit einigen gravierenden Enthüllungen aufwarten zu können. Die Bemühungen des Entwicklers sind beachtlich und bedenkt man, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, steigt die Achtung vor dem Geschaffenen umso mehr. Dennoch hätte Vigil aus dem Gegebenen sicherlich noch mehr herauskitzeln können.

Darksiders Darksiders Letztendlich erlebt man aber eine solide und gelungene Geschichte mit einem düsteren Hang, was durchaus als Gegensatz zur optischen Präsentation angesehen werden kann. Diese steht letztendlich aber im Einklang mit dem hervorragend ausbalancierten Gameplay, den zahlreichen Rätsel und den stellenweise knackigen Kämpfen. Neue Akzente setzt "Darksiders" aber nur kaum. Vigil setzt vollkommen auf altbewährte Elemente und vermischt zahlreiche bekannte Ideen anderer Entwickler zu einer gelungenen Gesamtmixtur. Das nun Gegebene wurde optimal im Spielablauf ausgenutzt und ergibt ein Erlebnis, welches jeder abenteuerlustige Actionfan gesehen haben muss. Nur leider ist nach etwa 20 Spielstunden der wahre Zerstörer gefunden und der Rachefeldzug vollendet.

Darksiders Darksiders Außerdem gibt es neben den zahlreichen Lobeshymnen auch einiges in Sachen Technik zu bemängeln. Neben einigen Steuerungsschwierigkeiten aufgrund einer ziemlich überladenen Controllerbelegung sorgt vor allem die Grafik für manch trübe Stimmung: Sowohl Tearing wie auch stellenweise triste Abschnitte der postapokalyptischen Umgebung mit schlichten Texturen sorgen letztendlich für etwas Unmut. Insgesamt schneidet die Playstation 3 Fassung an dieser Stelle zwar nicht deutlich, aber sichtbar besser ab. Schon von Anfang an erkennt man im Direktvergleich, dass Videos flüssiger laufen und die Grafik geschmeidiger wirkt. Vor allem Kameraschwenks machen der Xbox 360 ein wenig Mühe und sorgen fast kontinuierlich zu unschönen Bildverzerrungen und Verschiebungen, so genanntes Tearing. Die PS3 bleibt davon nicht ganz verschont, doch kommt Sonys Hardware wesentlich besser mit der Thematik zurecht und läuft daher auch einen Tick flüssiger. Geht es letztendlich um den optischen Pixelvergleich sucht man die Nadel im Heuhaufen. Beide Varianten gleichen sich wie ein Ei dem anderen und auch die Spielbarkeit wird durch die kleinen Macken nur kaum beeinflusst. Daher können wir bedenkenlos beide Varianten empfehlen.

Meinung

Wertung zu Darksiders (X360)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Sehr gelungenes Action-Adventurefordernde Rätselkost (ganz im Zelda-Stil) vor allem in den späteren Dungeonsdank mehrerer Waffen und Moves anspruchsvolles Kampfsystemsehr schön umgesetzte Thematik mit epischen Kämpfen (vor allem Bossen) und traumhafter Mythologiesehr abwechslungsreiche Spieleweltschöner Comiclook und gelungenes Gegnerdesignbis auf wenige Ausnahmen eine gelungene grummelige und grölende deutsche Sprachausgabe
Sehr unangenehmes und häufiges Tearingstellenweise triste Grafiken und Texturendefensive Seite von Krieg alles andere als intuitiv (Blocken nur schwer möglich und Dash als einzige aber effektive Alternative)nette Story aber mit wenig Ecken und KantenKrieg liefert nur marginale Charakteremotionen
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