Darkwatch im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Wer glaubt, dass Westernhelden und Vampire nicht sonderlich gut zusammenpassen, wird hier eines Besseren belehrt.

Die Mächte des Bösen

Darkwatch Darkwatch Neben dem andauernden Durst auf frisches Blut bringt die Verwandlung in einen Vampir natürlich auch ein paar nützliche Vorteile mit sich. So kann Jericho nicht nur besonders hoch springen und mit der Blut-Vision auch weit entfernte Gegner aufspüren, sondern im Ernstfall auch auf acht verschiedene Superkräfte zurückgreifen. Diese guten und bösen Kräfte erweitern sich im Laufe des Spiels, was ganz davon abhängt, wie ihr euch auf dem Schlachtfeld verhaltet. Hin und wieder trefft ihr nämlich auf leidende Zivilisten oder gefallene Seelen, die um Erlösung bitten. Je nachdem, ob ihr euch für die gute oder die böse Variante der Erlösung entscheidet, entwickeln sich auch eure Superkräfte. Dieses Spielelement wirkt sich sonst nicht weiter auf den Spielverlauf aus, es stehen also keine verschiedenen Gameplay-Verzweigungen für gute und böse Westernhelden auf dem Programm. Die Wirkungsdauer der Superkräfte ist meist nur sehr begrenzt, trotzdem helfen die Vampirmächte oftmals aus der Patsche: Die Silberkugeln erhöhen eure Schusskraft, der Angst-Zauber lässt Gegner weglaufen und die magische Rüstung macht Jericho für kurze Zeit fast unverwundbar. Wer sich lieber auf den dunklen Pfad begibt profitiert wiederum von Berserker-Kraft im Nahkampf und der Fähigkeit seine Helfershelfer aus den Reihen der Untoten zu rekrutieren.

Gruselig schön: Die Grafik

Darkwatch Darkwatch Ein moderner Shooter muss natürlich auch in Sachen Grafik überzeugen können. Darkwatch fällt dies nicht sonderlich schwer, da vor allem das Charakterdesign der Hauptdarsteller, aber auch der Gegner mehr als gelungen ist. Die Animationen der schaurig-schönen Widersacher sind zudem butterweich realisiert worden und da man ihnen die knochigen Körperteile auch einzeln abschießen kann, sind einige sehr witzige Szenen vorprogrammiert. Wenn allerdings Dynamit zum Einsatz kommt, fliegen nicht nur Köperteile durch die Luft und da die Entwickler für die korrekte Flugbahnberechung der knochigen Feinde die preisgekrönte Havok-Physikengine verwenden, sieht dies stellenweise sogar ziemlich spektakulär aus.

Die Lokalisierung der deutschen Version verdient ein weiteres Lob: Zwar spricht der Protagonist Jericho Cross im ganzen Spiel nicht ein einziges Wort, allerdings machen die hervorragend vertonten Kollegen der Darkwatch dieses Manko wieder wett. Die musikalische Untermalung des Spiels ist selbstverständlich im typischen Western-Stil, passt aber hervorragend zur ausgefallenen Atmosphäre des Spiels.

Meinung

Wertung zu Darkwatch (PS2)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
hervorragendes Charakterdesigndichte Atmosphäretolle Grafikeinfache aber motivierende Baller-Actionabwechslungsreiches Leveldesignsehr faire Checkpunktecoole Superkräftesehr gute Lokalisierung
auf Dauer zu wenig Anspruchendlose Dauer-Ballereirelativ schnell durchgespieltMehrspielermodus nur Beiwerk
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