Death, Jr. im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Der Name lässt es bereits vermuten: Leider steckt nicht so viel Leben in diesem Spiel wie man es sich vielleicht erwartet hätte.

Makaber und teils ganz schön abgedreht

Death, Jr. Death, Jr. Nachdem DJ das Unheil aus der Truhe gelassen hat, stahl der bösartige Dämon Moloch all seinen Freunden die Psyche. Diese ist jeweils in drei kleine Puzzleteile zerstückelt in den unterschiedlichen Außenbezirken zu finden, welche unser Sensenschwinger mittels kleiner Teleporter vom Museum aus erreicht. Dabei muss er die Wohnsiedlungen und Innenstadt besuchen, kommt an einer Fleischverarbeitungsfabrik vorbei und muss die Schulbank drücken. Alle Reiseziele sind nicht wieder zu erkennen, trotz der auch sonst recht düsteren Stimmung verwandelte sich die Welt um Junior herum in ein skurriles Szenario. Nicht nur weil Riesenspinnen und nicht identifizierbare Monstrositäten die Straßen bevölkern, oftmals wird das Areal durch plötzlich senkrecht ansteigende Straßen inklusive der Häuser und ähnlichem begrenzt, aber auch Teile der zerfallenen Welt fliegen mal an uns vorbei. "Muht" es ganz in der Nähe, seid ihr nicht weit vom nächsten Schlachthof entfernt, wo ihr aus nächster Nähe die Produktion von saftigen Steaks begutachten könnt. An eurer Psyche müsst ihr aber nicht zweifeln, wenn ihr mit DJ über überdimensionierte Fleischstücke, dienend als Transportmittel, hüpft.

Death, Jr. Death, Jr. Ab und an trefft ihr auch auf extra starke Endgegner, welche an euer nicht vorhandenes Fleisch wollen. In Knochenarbeit müsst ihr diese hartnäckigen Brocken wie z.B. eine Riesenspinne, flambierter Dämon oder eine wohl von BSE besessene Kuh ausschalten. Die Milchlieferantin versucht beispielsweise mittels knüppelharter Geschosse aus ihrem Euter auf sich aufmerksam zu machen, welche ähnlich der Kugeln einer Maschinenpistole auf DJ einprasseln. Zum Schluss dürft ihr auch Moloch selbst begrüßen, vorrausgesetzt ihr haltet bis zum Ende seiner Welt auch durch. Mit der Unterstützung des siamesischen Zwillings sollte das aber weniger ein Problem sein, er verpasst euch fast nach jeder Welt eine neue Waffe und bietet einige Upgrades an, welche mit gefundenen Widgets bezahlt werden. Wäre da nicht die Problematik mit dem ständigen Ableben von DJ (wobei wir uns immer noch fragen, wie der Tod sterben kann), würden die vier Continues pro Abschnitt gut ausreichen, so ist man aber um jeden "Extra-Tod" glücklich. Übrigens lässt sich das Spiel nur nach jeder Welt auch wirklich so abspeichern, dass ihr es auch trotz UMD-Wechsels ohne Verlust weiterspielen könnt. Da ein Abschnitt aber durchaus mal eine Dreiviertelstunde in Anspruch nimmt, kann das bei der Busfahrt ziemlich nervig werden - aber auch wenn alle Leben verwirkt sind, muss ein komplettes Level wiederholt werden.

Grafik und Sound

Death, Jr. Death, Jr. Optisch macht das Spiel keinen wirklich schlechten Eindruck, die skurrilen Welten gefallen und wurden mit vielen Details und Effekten angereichert. So ganz schafften es die Entwickler aber nicht, dem Spiel Leben einzuhauchen. Vieles wirkt wie mit einem simplen Baukasten zusammengeschustert. Die comicartigen Charaktere erhalten ihr Gesicht vor allem aufgrund ihrer humorvollen Darstellung sowie der Gespräche innerhalb des Abenteuers, dennoch wächst einem der kleine Tod nicht ans Herz. Technisch sollte das erste angekündigte PSP-Spiel durchaus überzeugen können, dank einiger grafischer Bugs, und hiermit sind mit Sicherheit keine der Widersacher DJs gemeint, ist dies aber nicht der Fall. Oftmals verschwinden durch Kameraschwenks ganze Gebäude und Flächen und offenbaren eine gähnende Leere, aber auch verwaschene Texturen trüben den Spielspaß. Wirklich gruselig kommt "Death Jr." sowohl optisch als auch musikalisch nicht daher, obwohl einige der Musikstücke für Gänsehaut sorgen könnten.

Meinung

Wertung zu Death, Jr. (PSP)

Wertung:

6.8 /10
Pro & Contra
netter und schwarzer Humorlustige Waffen (C4-Hamster)interessante Klettereinlagen mit der Senseskurrile Welten
widerspenstige Kameraschlechtes Speichersystemhäufige Popups
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