DeathSpank parodiert mit seinem herrlichen Humor viele Genrevertreter und sorgt für extrem viele Lacher.
Death Spank
Trotz der vielen Quests ist die Monsterklopperei das bestimmende Thema, welches sich mit der Zeit abnutzt, da die Spielmechanik simpel und wiederholend wirkt. Die Sammelwut aus anderen Genrevertretern will sich trotz vieler Waffen und Rüstungsgegenstände nicht so richtig einstellen, was womöglich am stark überzeichneten Helden liegt, mit dem man sich nicht identifizieren kann. Zudem ist die Charakterentwicklung sehr rudimentär. Nach dem Levelaufstieg darf man Nah- und Fernkampfschaden sowie die Laufgeschwindigkeit verbessern. Viel mehr ist da nicht drin. DeathSpank kann vier Waffen gleichzeitig benutzen, die sich auf die vier Funktionstasten auf dem Gamepad legen lassen. So kann man mit Armbrust, Schwert und Kampfkeule in den Kampf ziehen und mächtige Kombos entfesseln. Irgendwann füllt sich eine Energieleiste auf, mit deren Hilfe man einen mächtigen Angriff entfesseln kann. Zudem blockt DeathSpank mit der Schultertaste Angriffe für kurze Zeit. Leider ist das doch recht große Inventar ziemlich unübersichtlich ausgefallen, da sich Waffen nicht direkt miteinander vergleichen lassen, während das Recyceln und Ausrüsten von Waffen und Co. zu umständlich ausfällt. Auch das Questlog hätte mehr Übersicht vertragen. Schwächen gibt es ebenfalls im Kampfsystem, da man in undurchsichtigen Momenten sehr oft in Leere schlägt. Aber egal, dafür kann man sich ausführlich mit einer Kuh über den Sinn des Lebens unterhalten, die eigentlich nur "Muhs" von sich gibt.
Der Retter in der Not: Das Klo
Death Spank
Die Welt von DeathSpank zeigt sich in einem bunten und stilisierten Comic-Look, der durchaus einen netten Eindruck hinterlässt. Auf der Oberfläche schreitet man durch grüne Wiesen und an malerischen Seen vorbei, während Dungeons mit bedrohlichen Lavaflüssen aufwarten. Die offene Spielwelt ist zwar nicht vergleichbar mit einem Oblivion, die Laufwege sind allerdings durchaus umfangreich, weswegen ein Schnellreisesystem in Form von Toilettenhäuschen erdacht wurde. Hat man eines dieser Örtchen gefunden, kann man bequem hin und her reisen und wird nach dem Tod am nächstgelegenen Klo wiederbelebt. Das geschieht relativ oft, da das Heilungssystem etwas umständlich ist. Die Lebensenergie wird hauptsächlich durch das Verspeisen von Hühnerschenkeln, Corn-Dogs, Pizzastücken oder Eis am Stil regeneriert. Dieser Vorgang dauert seine Zeit und darf nicht unterbrochen werden, was sich im Kampf als problematisch herausstellt.
Death Spank
DeathSpank kostet 1.200 Microsoft Punkte bzw. 15 Euro und ist damit nicht der günstigste Titel, doch dafür bekommt man auch eine Spielzeit von rund acht Stunden geboten. Zudem ist ein rudimentärer und lokaler Koop-Modus vorhanden, in den sich ein zweiter Spieler jeder Zeit als Zauberer dazu schalten kann. Leider hat der zweite Charakter kein eigenes Inventar und ist nur als Unterstützung gedacht. Vollwertig ist der kooperative Spaß keinesfalls. Technisch setzt DeathSpank auf einen sehr ungewöhnlichen Look. Sehenswert ist er allemal, doch durch das Stilmittel, welches dafür sorgt, dass man über eine leicht gekrümmte Oberfläche schreitet (ähnlich Super Maria Galaxy), kommt es oft zu unübersichtlichen Situationen, in denen der Held und das Geschehen von Bäumen verdeckt werden. Die Sprachausgabe ist absolute Referenz und macht einen großen Teil des Reizes aus. Auch die musikalische Untermalung passt zum verrückten Fantasy-Szenario. Leider ist DeathSpank nur in Englisch erhältlich, weswegen durch fehlende deutsche Untertitel womöglich nicht alle Feinheiten erkannt werden können.
