Wer auf brutale Kloppereien steht und die auch gerne unterwegs austrägt, liegt hier genau richtig.
Pimp my Pimp
Def Jam Fight for NY: The Takeover
Besonders langlebig oder abwechslungsreich ist die Story zwar nicht, denn schon nach wenigen Stunden bekommt man das große Finale zu Gesicht, doch kann man hier neue Charaktere und viele Goodies für den eigenen Charakter freispielen, die zum Dranbleiben motivieren. Dank der finanziellen Ausbeute aus den Fights und den Skill-Points, die man ebenfalls anhäuft, kann man nämlich den eigenen Kämpfer mit verschiedenen Hilfsmitteln verschönern und mit neuen Kampftechniken verbessern. Die rein optische Palette reicht von Tattoos über Accessoires wie Ketten und Armbänder bis zu stylischen Klamotten, die in diversen Shops eingekauft werden können. Wichtiger für das Können eures Kämpfers ist jedoch die Sporthalle. Hier können die geernteten Skill-Points gegen neue Moves und Kampfstile eingetauscht werden. Durch die große Auswahl an Goodies, für die man ja erstmal Kohle und Skill-Points erkämpfen muss, wird man hier jedenfalls lang genug beschäftigt, so dass das optische und kämpferische Ausschmücken eures Hip Hop-Kloppers zu einem der Hauptbestandteile des Spiels wird, mit dem man im Extremfall auch mal einige Stunden zubringen kann. Was für kleine Mädchen ihre Barbie-Puppen ist für Hip Hopper eben... naja, lassen wir das.
Def Jam Fight for NY: The Takeover
Leider sind Kleidung und Accessoires auch der Einzige Bereich, der ein wenig negative Kritik verdient hat. Hier zählte bei der Umsetzung auf die PSP scheinbar eher die Quantität als die Qualität, denn bestimmte Kleidungsstücke sehen etwas lieblos aus. Generell sind sind die Texturen etwas grob, was sicherlich an den technischen Möglichkeiten der PSP liegt, doch wurden bei manchen Shirts und Jacken auch die Motive nicht richtig ausgeschnitten, was vor allem bei Nahaufnahmen auffällt. Letztendlich sind diese kleinen Fehler jedoch zu verschmerzen, denn der allgemeine grafische Eindruck ist hervorragend. "Def Jam fight for NY: The Takeover" läuft auf Sonys Handheld sehr flüssig und bietet für PSP Verhältnisse recht detailreiche Grafik. Vor allem die Kämpfer sind sehr schön modelliert und animiert, denn alle Bewegungen wirken sehr glaubwürdig und brutal. Einem grafischen Vergleich mit dem PS2 Pendanten hält der PSP Ableger in jedoch nicht stand, da vor allem viele Kleinigkeiten im Hintergrund auf das Nötigste zusammengekürzt wurden. Die Schatten sind um einiges simpler, viele Zuschauer haben kein Gesicht und bewegen sich auch nur sporadisch, zudem gibt es nur eine Lichtquelle. Das düstere Ambiente der verrauchten Kellerkneipen, Garagen und nobel geschmückten Underground-Clubs, die als Kampfarenen herhalten, wurde jedoch beibehalten, so dass der Gesamteindruck bei der Umsetzung auf die PSP nur wenig gelitten hat. Das Gleiche gilt natürlich, last but not least, für die akustische Untermalung, die Genrefans mit sechzehn exzellenten Tracks von Busta Rhymes, LL Cool J , Method Man und anderen bekannten Künstlern die Spielzeit versüßt.
