Nette Grafik und eine gelungene Soundkulisse bietet uns Black Hawk Down, versagt aber bei den Online-Funktionen.
Einsteigerfreundliches manövrieren
Delta Force: Black Hawk Down
Im Gegensatz zum Xbox-Ableger zeigt sich die Play Station 2 Version äußerst bedienerfreundlich und das so gut wie in jeglicher Hinsicht. Beginnend bei der Kollisionsabfrage, welche den Spieler garantiert nicht zur Weißglut treiben wird. Klar findet man auch hier Schwächen und kleinere Ecken und Kanten, die eine Stolperfalle sein können und sicher auch werden. Generell aber wirkt der PS2-Aufbau solider und damit auf alle Fälle auch Spiel tauglicher.
Ebenfalls besser und im Sinne des Spielers sind integrierte Checkpoints, die fair und auch in regelmäßigen Abständen vorkommen. Glänzt der Xbox-Ableger in diesem Fall mit gänzlichem Ausfall, punktet die PS2-Version. Hieraus ergebend ist dann auch der Schwierigkeitsgrad, egal ob mittel oder auch schwer, deutlich leichter zu schaffen und man bewahrt am Ende um einiges mehr Nerven. Ebenso hilfreich sind die vorhandenen "Respawn-Punkte" im Koop-Modus. Zwar muss sich der jeweils verbleibende Spieler allein bis zum nächsten Checkpoint kämpfen, bis der Kollege wieder einsteigen kann. Aber das ist am Ende schon deutlich mehr als das was der Plattformkollege zu bieten hat.
Delta Force: Black Hawk Down
Egal wie der Spieler nun den Somalis unter die Arme greifen will, er wird es recht einfach tun können. Denn die Steuerung punkten auch wieder ganz klar für die Play Station 2 Version. Einfache und logische Belegung stellen weder geübte noch ungeübte Spieler wirklich vor Probleme. Auch die Tatsache, dass Tastenkombinationen vorhanden sind, die es z.B. für die Befehlsausführung bedarf oder aber Doppelbelegungen, machen den Bock nicht fett. Im Gegenteil, es ist zwar viel, was die kleinen Knöpfchen am Ende alles hergeben, aber sie machen das sehr simple.
Für Schützenfreunde bestimmt in Ordnung für Anfänger eine Sache der Übung ist das fehlende Auto-Aiming. Aber mit etwas Übung und vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Steuerung in sich sehr träge ausgefallen ist, kann der Spieler diesen Punkt sehr schnell kompensieren. Viel mehr wird man sich dann über die etwas ungenaue Zielführung aufregen, die dann und wann die Situation unnötig schwer macht. Generell aber gibt es an der Steuerung nicht viel zu meckern.
Die Schönheit Afrikas
Delta Force: Black Hawk Down
Eigentlich ist der schwarze Kontinent eine Naturwunder und bietet facettenreiche Landschaften mit teilweise extremen und damit spannenden Gegebenheiten. Ein wahres Mekka - normalerweise - für Entwickler, da sie hier geniale Landschaften hätten kreieren können. Auch wenn es den Schöpfern mit der Play Station 2 Version ebenfalls nicht gelungen ist, hier ein paar wunderschöne Polygone zu zaubern, so hat sie doch mehr als nur eine Nasenlänge Vorsprung.
In sich ist die Landschaft auch nicht reizvoller oder detailreicher geworden, zeigt sie sich aber dennoch von einer deutlich frischeren und saubereren Seite. Weniger Nebel und Dunst sorgen für bessere Sicht und auch die Texturen offenbaren sich weniger matschig. Ein gewisses Kantenflimmern muss der Spieler an und an mal in Kauf nehmen; Gesamt kommt es aber deutlich weniger vor als beim Xbox-Vertreter. Über die leider fehlenden Details sowie die wenigen bis gar nicht vorkommenden Animationsstufen hüllen wir auch hier lieber den Mantel des Schweigens.
Die enthaltenen Tag- und Nachtwechsel versprühen einen gewissen Charme. Warme passende Farben lassen ein wenig Flair entstehen und können auch für etwas Atmosphäre sorgen. Dazu gesellen sich noch gewisse Lichteffekte, z.B. auch durch Sonneneinstrahlung ausgelöst, die so am Ende der Optik in sich eine brauchbare Note bescheren.
Optik trifft Akustik; Und das sehr gut
Delta Force: Black Hawk Down
Geräusche, Sounds und melodische Untermalungen vermögen manchmal abzufangen, was eine optische Darstellung nicht bieten kann. Da aber die Play Station 2 Version optisch dem Xbox-Vertreter um einiges voraus hat, sorgt die Soundunterstützung nochmals für Pluspunkte. Stimmungsvolle Musiken begleiten das gesamte Spiel (Intro, Missionen, Menübildschirme & Co.) und sind zudem hervorragend abwechslungsreich. Neben eher typisch afrikanischen Klängen finden sich auch rockige Einlagen sowie sphärische Klänge. Gepaart wird diese Untermalung mit krachigen Spielsounds, welche die jeweilige Szenerie bestens wiedergeben. Am Ende klingen zwar die Schussgeräusch ein wenig künstlich und auch Explosionen hat man schon deutlich explosiver erlebt, aber irgendwie ist es doch stimmig; Es passt sich sozusagen an. Einzig was manchmal vielleicht störend sein kann, ist die Tatsache, dass die Schussgeräusche bzw. das Mündungsfeuer extrem laut ausgefallen sind. Es übertönt sozusagen alles und drängelt sich in den Vordergrund. Das hätte nicht sein müssen, da so die eigentlich gute Abmischung hier etwas leidet. Ist man aber nicht gerade am Schießen, gesellen sich dann noch sämtlich motorisierten Gefährte sowie das Stimmengewirr der Soldaten und der Einheimischen dazu. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Lokalisierung sehr ordentlich ausgefallen ist. Die Sprecher wirken durchaus motiviert und verleihen so dem Spiel noch ein wenig mehr Würze.
In sich schaffen Sound und Sounduntermalung zu gefallen und vor allem dienen sie der Atmosphäre, welche hierdurch zusätzlich unterstützt wird. Und damit sei auch erwähnt: Wer kann, sollte für den zusätzlichen Kick bzw. das Extra an Atmosphäre die englische Spracheinstellung wählen. Die Soldaten als auch das Geschehen erscheinen deutlich enthusiastischer und authentischer. Und keine Sorge, das verwendete Englisch ist recht simple ausgefallen.
Online, Mehrspieler und die verschenkte Chance
Delta Force: Black Hawk Down
Zahlreiche Mehrspieler-Varianten laden bei Black Hawk Down zum Spielen ein. Offline als auch Online kann der Spiele in verschiedenen Modi sein Unwesen treiben. Toll wäre gewesen, hätte man auch und gerade die Missionen Online spielen können; Ggf. noch im Team; Das wäre wirklich mal was gewesen. Leider ist dies aber nicht möglich und so bleibt wieder einmal alles wie man es bereits von Genrekollegen kennt.
Offline als auch Online stehen die klassischen Mehrspielervarianten zur Verfügung, die zum Spielen einladen. "Capture the Flag", "Team King" oder einfach nur verschiedene "Deathmatch" Versionen locken die Spieler. Offline sind die Möglichkeiten leider nur begrenzt, so dass maximal mittels geteiltem Bildschirm vier Spieler antreten können. Online werden immerhin bis zu 32 Spieler pro Match zugelassen. Wie auch beim Xbox-Vertreter werden Online die klassischen Spielversionen angeboten; Das Eröffnen und Führen von eigenen Spielen ist aber genauso möglich.
Delta Force: Black Hawk Down
Optisch zeigen sich die Maps ähnlich wie ihre Offline-Kollegen, wenngleich die Architektur hier etwas mehr glänzen kann. In jedem Fall vorteilhaft ist, vor allem gegenüber dem Plattformkollegen, dass die Maps nicht so groß geraten sind. Somit trifft man viel schneller auf seine Feinde, was dem Spiel in sich wesentlich mehr Schwung verleiht.
Auch bei den Online Spielern der Play Station 2 Version tummelt man sich vorzugsweise im klassischen Deathmatch. Das bereits aus dem Offline-Singleplayer bekannte nicht einfache Zielen macht dem Spieler oft genauso zu schaffen. Dafür sind die Respawn Punkte um einiges glücklicher gesetzt. Meist geschützt wird der Spieler nach dem eigenen Ableben wieder ins Geschehen zurück gesetzt.
Auffällig und damit wohl zum Leidweisen vieler deutschen Spieler: Es gibt bisher fast ausschließlich nur Spiele, die in Englisch abgehalten werden.
Positiv in Sachen Online darf allerdings vermerkt werden, dass die Menüführung ordentlich gelungen ist und auch das dann folgende eigentliche Spielmenü übersichtlich und gut zugriffsbereit ausgefallen ist.
Last but not least braucht es auch für die jeweiligen Verbindungen ein wenig Geduld. Bis wir online kommen, kann getrost noch ein Kaffee getrunken werden. Überdurchschnittlich lang sind die Ladezeiten ausgefallen. Gleiches gilt im Übrigen auch für das Offline-Spiel.
