Eine weitere Trashperle aus dem Hause Astragon beschäftigt sich mit dem Kaputtmachen!
Auf dem Cover des Absch(l)epp-Simulators hat man letztens sogar den eigenen Titel falsch geschrieben, groß geworden ist man mit Spielen wie dem Landwirtschafts-Simulator, Bagger- und Kranspielen und Simulationen zu staubtrockenen Themen wie Autofahren nach Straßenverkehrsordnung oder Busfahren. Die Rede ist selbstverständlich vom Mönchengladbacher Publisher Astragon, die jetzt mit Demolition-Company - Der Abbruch-Simulator das hauseigene Fiasko namens Spreng- und Abriss-Simulator wieder gut machen wollen. Wir haben dem Titel natürlich seit Monaten entgegengefiebert und fragen uns eh, wo die zwei großen Simulatoren-Hersteller ihre Ideen für stinklangweilige Berufe herbekommen, die sie dann in - sarkastisch gemeint - superinteressante AAA-Spiele verwandeln
Demolition Company
Produziert wurde Demolition-Company von Giants Software, den Machern des erfolgreichen Landwirtschafts-Simulators (über 500.000 Stück abgesetzt!). Das ist zwar noch keine Qualitätsgarantie, zur richtigen Gurke reicht es aber leider auch nicht so recht. Wie schon Cover und Untertitel verdeutlichen, handelt es sich bei Demolition-Company um einen Abriss-Simulator, der erstaunlicherweise zum Teil aus einer Ego-Perspektive gespielt wird. Erfreulich: Man startet mit einer Kampagne ins Spiel, die ein klitzeklein wenig Story abliefert. Gesteuert wird darin ein Abriss-Experte, dessen Haus glücklicherweise direkt neben seiner Firma liegt. Die wiederum nur ein Haus vom "Demolition Mart" entfernt ist, dem Fachhandel für alles, was kaputt macht.
Demolition Company
Zwischen diesen Orten pendelt man dann jeweils hin und her. In einer Trainingsarea kann man Tutorials belegen und lernt sehr rudimentär die total untergründige Steuerung der Baufahrzeuge kennen. Um sie für Missionen freizuschalten, muss man sie im Demolition Mart erst kaufen, dafür wiederum braucht man Kohle. Also geht es ab, um nur mit einem Vorschlaghammer bewaffnet Wände in Abrisshäusern zu Schutt zu schlagen... Interessant ist das nicht sonderlich, denn statt groß zu taktieren oder Hammer und Gestein akribisch zu simulieren, muss man einfach möglichst schnell hintereinander die Maustaste drücken, um den Hammer zu schwingen. Fühlt sich ein wenig wie ein Shooter an, ist aber nur noch blöder. Hat man einige solcher Missionen hinter sich gebracht, hat man endlich genug virtuelles Geld zusammen, um sich auch Maschinen zu leisten, die einem das manuelle Hacken erleichtern sollen.
Wow, versteckte Metallschrotte!
Demolition Company
Neben dem Vorschlaghammer schaltet man ziemlich bald auch Presslufthämmer frei, die zwar halbwegs realistisch klingen (laut eben), ansonsten aber sehr statisch sind, das heißt sich auch im Eingeschalteten Zustand nicht bewegen... Willkommen im Realismus! Wer sich das verdiente Gehalt aufbessern will, muss auf den Abrissmaps die Augen offen halten. Überall sind da Metallschrotte verteilt, die man Einsammeln kann - sozusagen das Flaschensammeln für Bauarbeiter... Interessant wird das Spiel aber dann, wenn man zum ersten Mal Sprengstoff in die Hand gedrückt bekommt. Damit verändert sich das "Abrisswesen" enorm, man muss nicht mehr manuell mit Werkzeugen ran und Tausendfach auf die Maustaste einhämmern. Außerdem macht es viel mehr Spaß, Häuser und Türme mit Dynamit zu verkabeln und dann zuzusehen, wie alles zu Steinblöcken (ein anderes Geröll gibt es leider nicht) und Staub zerbirst.
