Eine weitere Trashperle aus dem Hause Astragon beschäftigt sich mit dem Kaputtmachen!
Demolition Company
Leider führt diese Abrissmethode das Spielprinzip zu einem Großteil ad Absurdum. Zwar kostet eine Sprengung etwas Geld, das einem in einer finalen Missionsauswertung vom Konto abgezogen wird, ansonsten aber ist es in jedem Falle einfacher, die Sprengpakete herzunehmen, als beispielsweise die Abrissbirne. Gefahren, etwa dass das abzureißende Gebäude auf ein Intaktes fällt, wird zwar teilweise im Briefing erwähnt, hat aber in der Mission dann wenig Gewicht, denn eine ansprechende Physikengine wurde nicht integriert. Zwar prangt das Logo von Nvidias PhysX-Engine auf dem Cover, so Recht glauben kann man das aber nicht: Da fliegen Trümmerteile Hunderte Meter in die Luft, Bagger sliden schon bei Schrittgeschwindigkeit durch die Kurven und beim Abreißen kann es schon mal passieren, dass man sich mit seinem Arm durch den Boden "clippt", es also zu enormen Grafikfehlern kommt.
Echt keine virtuelle Arbeitssicherheits-Lehrmaßnahme!
Demolition Company
Nichtsdestotrotz macht Demolition Company ein bisschen Spaß. Vor allem das Sprengen hat es uns angetan, was nicht auf jeder Map möglich ist. Auf anderen wiederum gilt die Vorsichtsmaßnahme, nicht zu viele Teile auf einen bestimmten Ort fallen zu lassen, etwa ein Gleisbett. Solche Situationen fordern einen regelrecht zum immer wieder aufs Neue Ausprobieren auf und belohnen einen ganz nebenbei mit Hunterttausenden von Euros. Hätten wir gewusst, dass Geld in der Abriss-Branche so leicht verdient wird, glaubt uns, wir würden nun nicht hier sitzen und schreiben! Einen realen Simulationsaspekt sprechen wir dem Titel aber dennoch ab. Nicht mal als Arbeitssicherheits-Lehrmaßnahme eignet sich der Titel, da darin weder gesprochen wird, noch der Charakter sterben kann. Steigt man auf das 20 Meter hohe Dach und springt: Kein Wort des Schmerzes. Steht man auf einem Bombenpaket; auch kein Problem! Mit dem Anspruch an Realität einer Simulation eigentlich kaum vereinbar.
Demolition Company
Über 30 Missionen bietet Demolition-Company von Haus aus, diese sind aber extrem repetitiv. Unterteilt sind sie in unterschiedlichen Stadtteilen einer fiktiven Hafenstadt, in der wohl viel gebaut wird. Im Internet kann man sich aber bereits weitere Karten und Fahrzeuge herunterladen, so belebt wie beim Landwirtschaftssimulator ist die Community nicht. Zum Zeitpunkt des Tests gibt es auf der offiziellen Mod-Seite ganze drei Karten zum Herunterladen - eine davon trägt den traurigen und gleichermaßen tristen Namen "Empty Sample Map".
Technik, die nicht begeistert
Demolition Company
Wenigstens eines ist konstant in Demolition Company: Die technische Qualität. Zwar sieht man grafisch schon eine kleine Verbesserung im direkten Vergleich zu den Vorjahresprodukten, ansonsten ist das Areal aber steril, hässlich und vor allem rechteckig. Denn wenn nicht gerade große Steinklumpen auf ein Mal aus der Wand kommen, sehen sich die anderen sehr ähnlich. Es gibt so zwischen vier und fünf Designs, weshalb das ganze schon wahrlich trist aussieht. Zu Fehlern kommt es außerdem bei den Fahrzeugen. Im Radlader etwa kommt es so massiv zu Clipping, dass Steine und Geröll durch die Schaufel durchfallen und durch das "Geruckel" auch mal rausplumpsen können. Extrem nervig, denn verschiedene Geschwindigkeiten hat der Bagger nicht... Möglichkeit das Ruckeln durch Schritttempo etwa einzustellen, ist nicht gegeben.
Demolition Company
Wie schon vorab berichtet, kann der Titel auch vom Sound her nur wenig überzeugen. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, die Bagger, Hammer und Presslufthammergeräusche sind langweilig und nicht mal Explosionen hauen einen so recht vom Hocker. Und wen das noch nicht abgeschreckt hat, der wird spätestens von der fiesen Steuerung das Fürchten gelehrt. So werden alle Auslegerarme mit Mausklickkombos und Mausrichtungen gesteuert. Wäre das intuitiv, hätten wir das verstanden. Wenn man den linken Muasbutton gedrückt halten muss und die Maus dann nach links bewegt, schwenkt der Meißel auf und ab. Das ist einfach nicht praktikabel!
