Die Gilde ist am PC seit Jahren ein Strategie-Hit, doch was kann der NDS? Wir haben uns in die mittelalterliche Wirtschaft gewagt.
Technisch kein Hochgenuss
Die Gilde DS
Technisch bietet sich in die Gilde DS kein Hochgenuss, das Grundgerüst ist dafür aber solide. Vor allem die Kartenübersicht ist nur zweckmäßig gestaltet: Vier Wappen bewegen sich, stellvertretend für die vier Händler, darauf umher. Wenig spektakulär zeigt sich auch das Handelsfenster, fünf Waren stehen hier zum Handeln zur Verfügung. Trotz alledem schafft es das Spiel, ein dynamisches Handelssystem zu generieren, das wir auf dem DS so nicht erwartet hatten. Politische Scherereien und Sabotage wie man es aus der PC Version kennt entfallen auf dem DS zwar, dennoch bietet sich uns ein eingängiges Gameplay, dass es trotz der öden Darstellung immer wieder schafft, Simulationsfreunde an den Handheld zu fesseln.
Die Gilde DS
Einen Multiplayer bietet Die Gilde DS leider nicht, schwerlich wäre das Gameplay aber auch für zwei oder gar vier Spieler umzusetzen gewesen. Gut gelungen ist den RTL-Entwicklern der Sound, der in mehreren Melodien vor sich hin summt. Passend zum spätmittelalterlichen Szenario hat man hier gearbeitet. Einzige Enttäuschung ist die geringe Größe der Karte: Extrem begrenzt wird dadurch der Spielumfang aber auch die Spieldauer bei ungeduldigen Spielernaturen, denn nach spätestens 15 Zügen war man in jedem Ort ein mal. Ein wenig Abwechslung täte an dieser Stelle gut und würde dem Titel noch mehr Handlungstiefe geben.
