Beweist grundsolide und ordentlich, dass TV- und/oder Film-Versoftungen nicht immer ein Schuss in den Ofen sein müssen.
Nachts im Museum ... ist es unheimlich
Die Krone des Midas
Während dieser Unterhaltungen bekommt ihr auch immer wieder neue Impulse, so dass sich neue Aufgaben als auch Rätsel ergeben. Egal ob ihr dabei einen zerfledderten Geldschein flicken sollt, eine Angel basteln, eure Kletterkünste beweisen oder Morsezeichen entschlüsseln müsst. Hin und wieder gesellen sich auch mathematische Aufgaben dazu, so dass ihr stets gut beschäftigt seid. Angemerkt sei, dass sich die meisten Lösungen durch das Kombinieren von Gegenständen ergeben. Allerdings gilt dabei zu beachten, dass nicht nur Objekte im Menü, dass ihr jederzeit am unteren Bildschirmrand (Wii) bzw. oberen Bildschirmrand (DS) aufrufen könnt, gekreuzt werden können, sondern auch der eine oder andere Gegenstand mit einem Ausstellungsstück im Museum funktioniert. Tüftler und Knobelfreunde werden hier ihre wahre Freude haben. Es erweist sich auch als ideal, dass das Steuerungskonzept - sowohl gültig für die Wii als auch den DS - sehr gut ausgefallen ist und keine Probleme bereitet. Beide Versionen offerieren eine einfache Handhabung und sämtlich geforderte Aktionen verselbstständigen sich in nur kurzer Zeit. Schüttel-Allergiker können gleichfalls aufatmen, da die Wii-Mote als Mauszeiger agiert und somit ideal ist, um Objekte, die untersucht werden können, abzugrasen. Im direkten Vergleich ergeht diese Funktion sogar leichter als auf dem DS, da man hier die möglichen Gegenstände antippen muss, um zu erfahren, was damit geht oder nicht.
Die Krone des Midas
Auf jeden Fall dienlich ist auch die herrlich, partiell unheimliche Atmosphäre, die im Weltgeschichtemuseum herrscht. Trügerische Stille wechselt mit unvorhergesehenen Situationen, und dazu passend z.T. sehr geheimnisvolle Dialoge runden das Gesamtbild ab. Die vorherrschende Optik weiß hier gleichermaßen zu gefallen und präsentiert sich ordentlich. Das dabei die Wii-Fassung gegenüber dem DS-Ableger ein Stück weit die Nase vorne hat, wenn es darum geht kleinere Gegenstände oder Ähnliches zu erkennen, ist zwar ein Fakt, aber nicht wirklich störend. Hübsch schauen beide Versionen aus und da Point'n Click Spieler im Zweifel ohnehin akribische Naturen sind, wird man alles Nötige finden was man braucht, um dem großen Geheimnis auf die Spur zu kommen. Abenteurer bekommen - sozusagen - eine optisch grundsolide Umgebung geboten, die mit Liebe zum Detail besticht, allerdings etwas grobporig, partiell etwas pixelig als auch mit Kantenflimmern erscheint, wenn man sich genauer umsieht. Das soll und darf man dem Titel allerdings nicht vorwerfen, da die Gesamtheit in sich dennoch stimmig ist. Belassen wir es dabei, diese Kleinigkeiten als verschmerzbaren Nebeneffekt zu verbuchen - auf das Spielgeschehen als auch auf das spannende Abenteuer hat dies keinen Einfluss.
Die Stimme kenn ich doch?
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Auch die zugehörigen Charakter, allen voran Stephan und Jessica, aber auch die anderen nicht ganz unwichtigen Protagonisten wie der Direktor oder der schrullige, alte Nachtwächter, wissen in Sachen Design, Animation als auch mit ihren offenkundigen Eigenarten zu gefallen. Zwar agieren die Figuren u.a. in den Dialogen nicht wirklich und es bewegt sich "nur" der Mund, aber eine gelegentlich eingestreute Bewegung sowie geringes Minenspiel verschönern die Unterhaltungen dann doch. Laufen, Rennen oder Schleichen die Hauptdarsteller durchs Museum, können sich die Bewegungsabläufe sehen lassen - das gilt gleichermaßen für die gezeigten Spielszenen als auch die immer wiederkehrenden Zwischensequenzen, welche das gesamte Geschehen gut unterstützen. Am Rande sei noch erwähnt, dass auch die Umgebungen bzw. die Exponate partiell über eine gewisse Agilität verfügen. Geht doch einfach mal m Museum einen T-Rex besuchen, drückt den zugehörigen Button am Pult und untersucht mal, was ihr sonst noch damit so machen könnt.
Die Krone des Midas
Den Stempel 'gelungen' darf sich auch die Synchronisation aufdrücken. Vor allem Filmfans werden sicherlich gleich hellhörig, wenn sie Stephan und/oder Jessica zu hören bekommen. Bekannte Stimmen aus noch bekannteren Blockbustern sind hier zu vernehmen. Hier hat "SevenOne Intermedia" als auch ProSieben offenkundig keine Kosten und Mühen gescheut, u.a. die deutschen Sprecher von 'Tobey Maguire', 'Nicole Kidman' und 'Laurence Fishburn' zu verpflichten. Sämtliche akustisch arbeitenden Akteure sind mit Eifer dabei und es macht sehr viel Spaß den Dialogen zuzuhören - und das nicht nur, weil sie meistens wichtige Informationen bereithalten. Ergänzend dazu sei noch gesagt, dass alle Texte zum Mitlesen in einem kleinen Dialogfenster eingeblendet werden. Im Übrigen eine Pflichtübung für DS-Spieler, denn die Sprachausgabe fehlt dort gänzlich. Dafür punkten beide Fassungen wieder mit einer gut gemachten, melodischen als auch stimmigen Hintergrundmusik!
