Die Legende von Aang im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Während Avatar Aang im Kino die Luft bändigt, zieht dieses Spiel zumindest Fans und Kids in seinen Bann!

Der Regisseur etlicher Gruselfilme und Schocker M. Night Shyamalan (unter anderem bekannt durch "The Sixth Sense", "Signs" und "The Happening") wandelt mit der Realverfilmung "Die Legende von Aang" auf für ihn eher unbekannten Pfaden, meisterte seine Prüfung - soweit die bisherigen Einspielergebnisse an den Kinokassen - dennoch mit Bravour. Dem Fantasy-Epos zu Grunde liegt mit "Avatar - Der Herr der Elemente" aber auch eine sehr erfolgreiche und beliebte Zeichentrickserie, welche ihren Teil zum Erfolg beigetragen hat. Publisher THQ lieferte passend zum Filmstart Umsetzungen für die Nintendo Wii und den Nintendo DS, welche sich der harten Prüfung im GameZone Testlabor unterzogen haben. Begeistert Avatar Aang nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im heimischen Wohnzimmer auf dem DS?

Die Legende von Aang Die Legende von Aang Basierend auf der Anime-Serie (obwohl es ein US-Zeichentrick von Nickelodeon ist) erzählt der Kinofilm die Geschichte eines kleinen Jungens, dem heranwachsenden Mönch Aang, welcher nach einhundert Jahren der Abwesenheit wieder unter den Lebenden weilt. In seiner Zeit herrschte Frieden zwischen der Feuernation, den Wasserstamm, dem Erdkönigreich und den Luftnomaden, doch nach seinem Verschwinden nutzte die Feuernation ihre Macht aus, um weite Teile der Welt zu unterjochen. Aang leidet gewaltsam unter dem herben Verlust, denn die Feuernation tötete jeden Luftbändiger - somit alle seines Stammes! Doch zusammen mit der Wasserbändigern Katara und ihrem Bruder Sokka findet er seinen Mut und den Weg seiner Bestimmung. Er ist der Avatar, Herr der vier Elemente und Beschützer des Friedens. Er kann als einziger das Gleichgewicht wieder herstellen!

Die etwas andere Sichtweise

Die Legende von Aang Die Legende von Aang Die Handlung fasst einzig allein das erste Buch (Wasser) und somit zugleich die erste Staffel der TV-Serie zusammen und liefert im Kino die wichtigsten Fakten aus gut 500 Minuten Zeichentrick. Somit dürfte jedem klar sein, dass noch zwei weitere Kinofilme zum Buch Erde und Feuer sicherlich in Mache sind. Wie auch die Wii Version orientiert sich das DS Spiel an der Leinwandvorlage und setzt diverse Schauplätze des Films um. Parallel dazu offeriert man aber auch zusätzliche Dinge, welche wir nur aus der Zeichentrickserie kennen.

Die Legende von Aang Die Legende von Aang Gemeinsam ist wieder die Erzählweise: Geschichtlich weicht THQ zwar nicht ab, präsentiert dem Spieler die Ereignisse aber nicht aus der Sicht des eigentlichen Helden Aang und seinen Freunden, sondern dessen Verfolger Prinz Zuko und seinem Onkel Iroh. Zuko ist der verbannte Sohn des Feuerlords Ozai und sieht in der Gefangennahme von Aang seine einzige Chance auf die Wiederherstellung seiner Ehre am Königshof. Ganz so schick wird die Story auf dem DS aber nicht mehr präsentiert. Einfach animierte Standbilder oder Szenen in Spielgrafik müssen für den Inhalt herhalten, dieser hat es aber in sich und ist wesentlich detailreicher und informativer als beim großen Bruder. Die Dialoge sind ausführlicher und dank zusätzlicher Szenen wird das Drumherum wesentlich klarer. Leider - was auch nicht weiter verwunderlich ist - müssen wir auf passende Synchronsprecher verzichten.

Bändige die Elemente

Die Legende von Aang Die Legende von Aang Das Gameplay ähnelt ein wenig den Zelda Spielen. Mit dem Stylus in der Hand navigiert ihr Aang, Zuko oder den mysteriösen Blauen Geist durch zahlreiche Gebiete, wobei sie automatisch über Blöcke hinweg oder an Ranken entlang klettern, und müsst dabei nicht nur Gefahren aus dem Weg gehen, sondern vor allem auch zahlreiche Rätsel lösen. Während zu Beginn Onkel Iroh den Prinzen auf die Suche nach einigen Trainingspuppen schickt, muss Aang schon alsbald fleißig Kisten schieben und Schalterrätsel knacken, um Türen zu öffnen und den Ausgang zu finden. Die Tempelanlagen und Parcours sind gespickt mit fiesen Fallen wie Stacheln, die aus dem Boden schießen oder aufflammende Feuerquellen und erinnern uns bisweilen auch an die Kletterpassagen aus "Prince of Persia".

Die Legende von Aang Die Legende von Aang Doch schon im Grundtraining erlernt man das Bändigen der Elemente. Aang als Luftnomade kann natürlich sofort bestens Luftbändigen. Damit bläst er nicht nur Kerzen aus, er kann sogar mittels eines ordentlichen Sturmes Kisten verschieben. Dank seines Gleiters ist es ihm auch möglich, wie ein Vogel weite Abgründe zu überqueren! Zuko wiederum ist ein Feuerbändiger und kann daher Feuerbälle werfen bzw. auch ohne mit der Wimper zu zucken, Fackeln anzünden. Nicht immer ist des Rätsels Lösung offensichtlich und manchmal sitzt sogar eine nervig tickende Uhr im Nacken. Zum Beispiel wird ein Schalter betätigt, welcher irgendetwas bewegt oder öffnet und ihr müsst in gegebener Zeit an den entsprechenden Punkt gelangen, bevor der Vorgang rückgängig gemacht wird. Daraus ergeben sich teilweise komplexe Aufgaben, die sich über mehrere Räume und Gebiete hinweg ziehen - eben wie in einer großen Tempelanlage in Zelda.

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