Die Geschichte der Pocahontas ist einfach, unkompliziert und was für findige Füchse.
Kann hier einer mal aufräumen?!
Die Legende von Pocahontas
Das die "Legende von Pocahontas" recht viel Geschichtliches kund tut, ist eine feine Sache. Das auf der anderen Seite allerdings total chaotisch und zum Teil wirklich müllige Bilder dazu auffordern im Schnitt rund 12 verschiedene Begriffe (die partiell nicht einmal in diese Zeit passen) gefunden werden wollen, ist schon Harter Tobak. Wer suchbegeistert ist und gerne das Unmögliche möglich machen möchte, ist hier auf jeden Fall gut bedient. Optisch besehen hätten die vielen, vielen Bilder ein wenig Aufräumarbeit gut vertragen können. Natürlich ist es nicht Sinn und Zweck, dass Wimmelbild-Spiele ordentlich daher kommen - das wäre unterm Strich dann einfach nur "gähn". Leider erscheinen die Bilder gesamt zu chaotisch und viele Gegenstände sind so heftig versteckt, zum Teil auch über- und untereinander, dass das Auge oft überfordert ist und einem nichts anderes übrig bleibt als den Hilfebutton zu drücken. Zwar fällt es einem dann oft wie Schuppen von den Augen, da man die Nadel im Heuhaufen einfach nicht erkannt hat - aber gleichzeitig wird auch klar, dass man selbst viel wahrnehmen kann, bei einem Overflow allerdings die Flinte ins Korn wirft. Und genau das passiert einem immer bei "Die Legende von Pocahontas" immer wieder.
Wie erfrischend ist dann doch, dass die Entwickler selbst ein Einsehen hatten und zwischendrin wenigstens ein paar kleine Abwechslungen eingebaut haben. So finden sich noch Verschieberätsel, eine Abart des Glücksrades (umgangssprachlich auch als "Hangman" bekannt) oder Labyrinthe wieder, die bewältigt werden wollen. Hier hat der Spieler bzw. die Spielerin die Chance sich zu erholen und die Augen zu entspannen, bevor sie wieder hinreichend Blicke in das Chaos schmeißen müssen, nur ein Paar Schuhe, eine Eidechse, Rauchzeichen, Eicheln, Kontinente und dergleichen mehr zu finden. Angemerkt sei noch, dass sich "Die Legende von Pocahontas" in sofern von anderen Vertretern dieses Genres unterscheidet, da die verwendeten Fotos bzw. Standbilder zumindest so weit Bewegung vorweisen, in dem z.B. ständig Blätter runterfallen (Waldszene), es Bindfäden regnet (beim Unterschlupf) oder aber im Fort unterschiedlich lange Taue vor der Linse rumschaukeln. Abgerundet wir der Wechsel der verschiedensten Standbilder mit Fahrstuhl ähnlicher Musik, die durchaus ihren Reiz hat, da sie - trotz Einfachheit - recht melodisch daher kommt und nicht die sonst übliche langweilige Attitüde an den Tag legt.
