Die Sims 2: Haustiere im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Die Sims bekommen nun auch auf der Wii Haustiere. Doch gibt sich die spezielle Steuerung dabei eher positiv oder negativ?

Die ver"wii"rrende Steuerung

Die Sims 2: Haustiere Die Sims 2: Haustiere Die Wii zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass Dank der Fernbedienung und des Nunchuk eine ganz besondere Steuerungsvariante möglich ist. Allerdings muss das auch gut umgesetzt werden. Bislang war der wohl größte Vorteil der PC-Version gegenüber den Konsolenversionen mit Sicherheit die Steuerung. Wer es gewohnt ist mit Maus zu spielen, der wird zunächst seine Probleme haben, die Sims plötzlich mittels Joypad umherzukommandieren. So sehr sich die Entwickler auch anstrengen, aber an die Maus-Steuerung wird man wohl nie herankommen. Ändert sich das nun in der Wii-Version? Leider nein! Wie bereits im direkten Vorgänger habt ihr die Möglichkeit aus zwei Bedienungs-Varianten auszuwählen. Spielt ganz klassisch mit Pfeil-Cursor und bewegt diesen per Wii-Remote durch die Gegend. "Klickt" damit Gegenstände an und wählt aus wie euer Sim mit diesen interagieren soll. Klingt ja gar nicht so übel, aber leider ist das ziemlich unpraktisch. Es empfiehlt sich eher die konsolenexklusive Option vorzuziehen, in der ihr euren Sim direkt mittels Nunchuk-Analog-Stick kontrollieren könnt. Schlüpft in die Rolle des Sims und bewegt euch frei in der Wohnung. Das ist sehr viel einfacher. Lauft zu Objekten und wählt aus, was ihr damit anstellen wollt. Auf diese Art und Weise wurde das Problem der Steuerung ganz gut gelöst, aber optimal ist sie leider noch nicht. Das größte Problem ist nämlich die Beliebigkeit. Mal wird etwas mit der Wii-Remote bedient, ein anderes Mal darf nur mit dem Digikreuz oder dem Analog-Stick ausgewählt werden oder ab und an funktioniert auch mehreres gleichzeitig. Das verwirrt und lässt euch hier und da unabsichtlich einen falschen Gegenstand auswählen. Auch die Buttons sind teilweise beliebig belegt worden. Ein durchgängiges System, das konsequent von Anfang bis Ende verwendet wird, gibt es leider nicht. In diesem Modus so, in jenem wieder anders. Das ist sehr schade, denn auf der Wii hätten sich einige lustige Ideen verwirklichen lassen. So ist die Steuerung nun schlechter als die der anderen Konsolenversionen, weil man mehr Zeit zum Reinfinden braucht und immer wieder umdenken muss. Da hätte man sich mehr Gedanken machen sollen.

Keine grafische Aufpolierung?

Die Sims 2: Haustiere Die Sims 2: Haustiere Im Vergleich zu den Versionen der alten Konsolengeneration hat sich auf der Wii leider nichts getan. Die Grafik ist solide, doch die Wii kann wesentlich mehr. Außerdem vermisst man kleine Verbesserungen gegenüber den "Vorgängern". Es gibt keine großen Unterschiede, was ziemlich enttäuschend ist. Die Tiere sind gut gelungen und sehen teilweise auch wirklich putzig aus. Das Bellen oder Miauen klingt ziemlich realistisch. Was an den Sims-Spielen allerdings schon immer besonders war, ist die Sprachausgabe. Alle Leute reden "Simlisch". Selbst die Lieder aus dem Radio sind in dieser ganz eigenen Sprache gesungen. Dieses Mal gibt es sogar einige Lizenz-Songs. Allen voran die "Pussycat Dolls" mit ihrem Hit "Don't cha" auf "Simlisch". Klingt äußerst lustig. Ansonsten das altbekannte Bild. Melodien, die dezent im Hintergrund vor sich hin dudeln und das eifrige Treiben der Sims begleiten. Nicht nervig, aber auch nicht gerade sensationell.

Meinung

Wertung zu Die Sims 2: Haustiere (Wii)

Wertung:

7.7 /10
Pro & Contra
Der konsolenexklusive Stadtparkdirekte Steuerung der Sims (jedoch nicht der Haustiere)mehr Interaktionsmöglichkeiten Dank der TiereTier-Editorkinderleichter Einstieglange SpielzeitLizenz-Songs (Pussycat Dolls in Simlisch)
Einige Features vom PC nicht mit dabeikeine Kinder spielbarAbstriche in der Steuerung da diese auf der Wii sehr beliebig ausgefallen istHaustiere sind neben dem Alltag enorm stressigkeine exotischen Tiere sondern nur Hund und Katzekeine besonderen Neuerungen für die Wii
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