Die Sims 3 im Gamezone-Test

Test Jonas Küßner

Auch der dritte Teil der erfolgreichen Serie weiß, wie man sowohl alte als auch neue Fans begeistern kann!

Die Sims 3 Die Sims 3 Die eben genannten Fähigkeiten sind natürlich noch immer im großen Stile vorhanden. So kann man seinem Sim das Kochen beibringen, Charisma lehren, Schreiben üben lassen et cetera. Das wirkt sich nicht nur auf das Abschneiden im Job aus, auch können beispielsweise mit mechanischen Fähigkeiten Haushaltsgeräte verbessert werden, sodass diese nicht mehr kaputt gehen oder sich von selbst säubern. Das Lernen geht wie bisher durch die entsprechenden Tätigkeiten von statten, aber auch das Fernsehen (Stichwort: Koch-Sendungen) oder speziell angebotene Kurse in der Stadt helfen dabei.

Die Sims 3 Die Sims 3 Zudem gehören diverse Spezialaktionen zum Job dazu, die zusätzlich Geld in die Kasse spülen. Hat man sich, um ein Beispiel zu nennen, als Redakteur bereits gute Kenntnisse im Schreiben zugelegt, kann man auch privat Romane und Artikel schreiben, die eine zeitlang wöchentliche Tantieme zur Folge haben und somit das Konto füllen. Ähnlich läuft dies als Rockstar, da nun die Möglichkeit besteht, Konzerte für gutes Geld abzuhalten. Zudem haben Jugendliche nun auch die Möglichkeit, neben der Schule für einen kleinen Geldbetrag Teilzeitjobs anzunehmen, um sich etwas zum Taschengeld dazu zu verdienen.

Die Sims 3 Die Sims 3 Neben der Arbeit müssen natürlich auch die grundlegenden Bedürfnisse der Sims befriedigt werden, etwa Hunger, Harndrang, Hygiene oder Spaß. Wie das funktioniert liegt auf der Hand, nervt aber wahrlich mit der Zeit, da diese grundlegenden Aktionen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Will man seinen Sim glücklich zur Arbeit gehen lassen, muss man ihn meist mindestens essen, urinieren und duschen lassen, was aber durchaus knapp zwei oder mehr virtuelle Stunden in Anspruch nimmt. Nach der Arbeit muss wieder gegessen, für Spaß und Gespräche gesorgt werden, viel Zeit für Lernen bleibt dabei leider nicht, sodass es meist mehrere Spieltage dauert, bis man seinen Roman endlich fertig geschrieben oder an seinen Kochkünsten gearbeitet hat. Glücklicherweise sind die Sims richtig eigenständig geworden, sodass man ihnen getrost einfach bei allem zuschauen (oder eben wegschauen) kann, falls man keine Lust auf die sich immer wiederholende Routine hat. Andernfalls kann man aber die Bewohner per Schieberegler zu willenlosen Puppen machen, die nur gehorchen und von alleine keinen einzigen Finger rühren.

Love me tender - love me sweet

Die Sims 3 Die Sims 3 Natürlich sind auch die zwischenmenschlichen (zwischensimslichen?) Beziehungen ein wichtiger Bestandteil von Die Sims 3. So wird mit Kollegen, Bekanntem und Nachbar geplaudert, gescherzt, gehänselt und geküsst was das Zeug hält, bis dicke Freundschaften, sehnsüchtige Liebe oder tiefer Hass entsteht. Grundlegend ist dabei die Gründung einer Familie, die neben der beruflichen Auslastung noch mehr an den simeigenen Ressourcen zehrt, aber existentiell wichtig ist. Wer möchte schon alleine sterben und sein Guthaben der Allgemeinheit stiften? Eben!

Die Sims 3 Die Sims 3 Die Fülle an Möglichkeiten, mit den anderen Charakteren zu interagieren, ist sehr vielfältig. Zu vielfältig vielleicht, denn bei dem Anklicken seines Gegenübers ploppen gefühlte dreißig verschiedene Fenster mit unterschiedlichen Aktionen auf, die derzeit zur Verfügung stehen. Allgemein wird man in Die Sims 3 zu Beginn wegen des Umfangs regelrecht erschlagen, erst nach einigen Spielstunden hat man wirklich bei allem den Dreh raus. Apropos Kommunikation: Jeder Sim bekommt nun von Geburt an ein Handy spendiert, mit dem er andere anrufen, sich Pizza bestellen oder einen Handwerker rufen kann. Ein Haustelefon steht zwar noch immer zum Kauf bereit, ist aber nun hinfällig geworden und mehr als unnötig.

Sta(d)tt rumzuhängen, einfach...

Die Sims 3 Die Sims 3 ... in die neue City wandern, die auf den Namen Sunset Valley hört. Das große Gelände, das neben dutzenden von bebaubaren Grundstücken auch die Arbeitsplätze der Sims anzeigt, bietet einiges zu entdecken und ist eine gelungene Abwechslung zum stets gleichen Eigenheim. So kann man hier etwa im Park oder in der Bücherei neue Leute kennen lernen oder mit bereits bekannten Sims dorthin wandern, gar Sammelgegenstände wie Insekten oder Diamanten gibt es zu entdecken. Schade nur, dass man sehr viele Gebäude (zum Beispiel die gerade erwähnten Arbeitseinrichtungen) nicht betreten, sondern nur von außen betrachten kann und warten muss, bis der Sim endlich in den wohl verdienten Feierabend verschwindet. Dennoch wird hier eine hochwertige Interaktion mit dem eigenen Männlein oder Weiblein geboten, die sich Sport im Stadion anschauen, ins Theater gehen, auswärts Essen, oder Angeln können.

Die Sims 3 Die Sims 3 Erreichen kann man die Stadt mit einem eigenen Auto, dessen Kauf jedoch die Hauskasse schrumpfen lässt, oder per pedes. Standardmäßig wird man aber stets vom Taxiunternehmen abgeholt, das freundlicherweise keinen Cent für seine Dienste nimmt, was gleichzeitig den Sinn der eigenen Karossen in Frage stellt. Neu sind zudem der Supermarkt und der Buchhandel: Während man sich in ersteren Zutaten für das nächste Gericht kaufen kann (sonst zahlt man dem Kühlschrank immer ein paar Dollar mehr), beispielsweise Fisch, Eier oder Käse, erhält man im Buchladen diverse Bücher, die man erwerben und fortan darin schmökern kann. So erlernt der Sim neue Rezepte, die dann als Option für den nächsten Festschmaus zur Verfügung steht, liest einfach spaßeshalber einen Krimi oder eignet sich durch das Lesen Fähigkeiten wie Logik oder Kochen an. Einmal gekauft, wandert der Gegenstand in das Inventar, das es so zuvor bei Die Sims auch noch nicht gegeben hat. Egal ob Müll, Essen, Gitarren oder eben Bücher - fast alles kann im unbegrenzt großen Vorratslager verstaut werden und muss nicht unbedingt einfach in der Gegend herumliegen. Vor allem bei den Gelegenheiten erfüllt das Inventar seinen Zweck, etwa wenn man in der Stadt ein leckeres Gericht abliefern muss.

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