Spannende Rollenspielstrategie für darbende Heroes of the Might and Magic-Süchtige und endlich Nachschub für Fans!
Disciples 3: Renaissance
Im Kampfbildschirm gibt es spezielle Taktikfelder, die der Spieler oder die Gegner besetzen können und die Kampfvorteile wie z.B. verdoppelte Nahkampfstärke bieten. Diese Felder werden vor jedem Kampf per Zufallsgenerator bestimmt und bringen etwas Bewegung in die Schlachten. Vor jedem Kampf speichert das Spiel freundlicherweise automatisch ab. Rüstung, Waffen und Verbrauchsgegenstände mit entsprechenden Auswirkungen auf die Charakterwerte findet man während des Abenteuers oder kann sie in einem Laden der Stadtansicht kaufen. Die Übersichtlichkeit des Inventars lässt leider ein wenig zu wünschen übrig, eine ordentliche Sortierfunktion wäre hilfreich. Wirklich schlimm ist dieser Design-Flaw aber nicht.
Disciples 3: Renaissance
Es gibt neunzehn einzelne Missionen zu bestehen. Klassischen Multiplayer über Internet oder play-per-mail sucht man vergebens, mittels einer Hot-Seat-Funktion kann man aber zusammen mit bzw. gegen einen Freund vor dem heimischen PC eine handvoll Abenteuer bestehen - wie in den guten alten Neunzigern. Demnächst soll mit einem derzeit in Entwicklung bestehendem Patch auch ein Karteneditor veröffentlicht werden, der dann auch für andauernden Nachschub neuer Missionen durch die Fangemeinde führen sollte. Ein paar unschöne Schnitzer sollte der Patch auch noch beheben: In den Kämpfen sieht man bei Fernangriffen oft nicht, ob und wie stark man seinen Kontrahenten getroffen hat - man muss also ständig das Kampflog im Auge behalten, wenn man die Übersicht nicht verlieren möchte. Im offiziellen Forum klagen Spieler derzeit noch über einige kleinere Glitches, die zwar keine Showstopper sind, aber trotzdem noch weggepatched gehören.
Disciples 3: Renaissance
Simple Kampfbegegnungen kann man den Computer gut selbst zu Ende spielen lassen. Grafisch ist Disciples III wirklich hübsch anzusehen, wenn auch durchaus die Leistung des heimischen PCs fordernd. Das umschalten zwischen Karten- und Stadtansicht dauert auch auf dicken Rechnern ein klein wenig zu lange, um den Spielfluss nicht doch ein wenig zu hemmen. Die Landkarten lassen sich drehen und zoomen, wie es sich der Spieler wünscht. Die Musik untermalt mit typischen Fantasy-Orchesterklängen das Spielgeschehen. Disciples III bietet drei Schwierigkeitsgrade, die vor allen Dingen die Härte der (vorplatzierten) Zufallsbegegnungen zu beeinflussen scheinen. Ergo muss man sich schon auch auf der simpelsten Stufe in den Bosskämpfen 'reinfuchsen und einarbeiten, wobei man am Anfang öfters mal auch eine Karte neu starten muss, um seine Entscheidungen in der Stadtansicht (Zauberforschung, Rekrutierung) zu optimieren. Die Lernkurve der Kampagne steigert sich von "einfach" am Anfang der menschlichen Kampagne bis hin zu "ganz ordentlich" und "in die Tischkante beißen" gegen Ende des Spiels - so soll es sein.