Mit Disney Art Academy wird das Sommerloch für Nintendo 3DS Besitzer ein wenig gefüllt. Wer gerne zeichnen und malen lernen will, dem bietet sich mit dieser Software ein guter Ersatz für Stift und Papier. Ob Stylus und Touchscreen da einen guten Ersatz anbieten, lest ihr in unserem Test.
Disney Art Academy ist das zweite Spin-Off zur eigentlichen Art Academy Spielreihe, die erstmals 2010 für den Nintendo DS erschien. Mit dem "catchie" Slogan: "In jedem Menschen steckt ein Künstler" dürften selbst diejenigen unter Euch aufatmen, die nicht so bewandert mit Stift, Radiergummi und Farben sind. Denn wie kriegt man jemanden am Besten zum Malen? Klar, mit einfachen Schritt für Schritt-Anleitungen und dem damit verbundenen schnellen Lernerfolg. Auch wenn man mit dem Disney-Franchise größtenteils eine eher jüngere Zielgruppe ansprechen dürfte. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Was steckt also drin, im virtuellen Malkasten?
Das Kunstfestival muss gerettet werden
Quelle: Nintendo
Disney Art Academy (3)
Sobald das Spiel gestartet wurde und wir nach den ersten Hinweisbildschirmchen zur Kalibrierung unseres Touchscreens dann auch endlich im Spiel selbst angekommen sind, begrüßt uns der nette Professor Leo auf der irgendwo im Pazifik liegenden Insel Summer Island. Das Problem: das Disney-Kunstfestival ist in Gefahr, denn es fehlt an Ausstellungsstücken und wir dürfen uns in den nächsten Spielstunden daran machen, dies zu ändern. Mit dabei ist Professor Leo, der uns, zusammen mit seinen kindlichen Studenten im Kunstclub Robert und Rosa, das Malen und Zeichnen beibringen will.
Es warten insgesamt genau 40 Lektionen auf uns, die wir nach und nach freispielen. Man bekommt Einführungen in die grundlegendsten Dinge, wie Mimik, Gestik, Symmetrie, 2D- und 3D-Modelle und führt Schritt für Schritt (und man darf dies schon sehr genau nehmen) die einzelnen Anleitungen aus. Dabei stellen wir gerade zu Beginn fest, dass wir mehr damit beschäftigt sind, gewisse Körperteile und Merkmale vielmehr auszumalen, denn überhaupt eigenverantwortlich zu zeichnen. Nichtsdestotrotz sind die Lektionen immer sehr nett beschrieben und geben mit teils wertvollen Tipps auch Anfängern die Chance, sich zurechtzufinden. Profis wird das Ganze aber eher langweilen.
Die Qual der Wahl
Quelle: Nintendo
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An unterschiedlichsten Motiven mangelt es dem Spiel wahrlich nicht. Klar, in Disney Art Academy bekommen wir keine Stillleben vorgesetzt. Das Spiel setzt hier auf Motive zu bekannten Disney bzw. Disney Pixar Figuren. Mit dabei sind Micky Maus, die Emotionen aus "Inside Out", Schneewittchen, die Incredibles und einige mehr. Mit jeder abgeschlossenen Lektion, an dessen Ende man die Bilder auch immer auf der Speicherkarte abspeichern kann, schalten wir im Freies Zeichnen-Modus zusätzliche Motive frei. Wer also bereits alle 40 Lektionen durch hat, bekommt mindestens nochmal doppelt so viele Motive, die man selbstständig, also ohne Anleitung, zeichnen bzw. malen darf.
Neben den Motiven bedienen wir uns auch an einer breiten Palette aus Farben und Malwerkzeugen. Hier verschenkt das Spiel aber ein wenig Potenzial. Zwar gibt es an der breit gefächerten Farbpalette nichts zu bemängeln, welche Verwendung aber Pastellkreide oder ein Filzstift wirklich hat, das bekommen wir selbst in den Lektionen nie wirklich erklärt. Zwar benutzen wir jedes Malwerkzeug mindestens einmal, dennoch stellt man sich hier und da Fragen, wie: "Wieso jetzt Kreide und nicht Filzstift?" Immerhin arbeitet es sich ziemlich genau mit dem Touchpen, so genau es halt nur möglich ist. Man darf halt nie vergessen, dass man kein Blatt Papier vor sich liegen hat, also präzise Striche mit Fineliner nur beim Ranzoomen wirklich gut anzusetzen sind.
Im Klubhaus ist etwas los
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Disney Art Academy (13)
Neben den Lektionen und dem Freien Zeichnen, dürfen wir im sogenannten Klubhaus auch unsere gemalten Bilder betrachten. Wir können hier nicht nur unseren Fortschritt in den Lektionen anhand einer Stempelkarte ausmachen, sondern dürfen unsere Bilder auch in .JPEG-Dateien umwandeln. Auch können wir Bilder im Miiverse teilen. Wer also ganz nette Kreationen hervorgebracht hat, darf sie hier mit Freunden oder Bekannten teilen. Bis auf Hintergründe und Anpassungen (inform von Signaturen) gibt es dann auch nichts mehr, was Disney Art Academy zu bieten hat.
Zwar stimmt der Umfang in gewisser Weise, da man relativ lange an gewissen Motiven sitzen kann, vor allem, da das Malen und Zeichnen mit einem Touchpen nicht wirklich üblich ist aber hier im Spiel recht gut funktioniert. Schade, dass man Bilder nicht drehen kann, sodass man immer mal für den besseren Linienschwung (geschwungene Linien wollen ja einigermaßen gut aussehen) den 3DS drehen muss. Egal, ob man Links- oder Rechtshänder ist, man kommt dabei auch nicht gerade selten auf die Schultertasten und diese sind dafür da, um einzelne Schritte rückgängig zu machen - nervig. Immerhin hat man sich um die größten Komfortfunktionen, wie Zoomen, Raster und Ebenen bemüht, was das Zeichnen erleichtert.
