Die Wii Version von Don King Boxing punktet mit ihrem zugänglichem Gameplay und der spaßigen Steuerung.
Don King Boxing
Schon deutlich weniger zeitintensiv geben sich die anderen Modi. Das Training auf der Xbox360 beinhaltet analog zur Wii-Umsetzung die bekannten Minispielchen - was allerdings fehlt, ist dieser Spaßfaktor durch die Steuerungselemente Nunchuck und Remote. Freunde des gepflegten Mehrspielermodus werden allerdings, wie bereits schon angesprochen, auf der Xbox360 besser bedient. Hier wird euch nicht nur die simple "1 vs. 1"-Variante geboten, sondern ihr könnt ganze Turniere selbst erstellen und so den wahren Champion im Freundeskreis bestimmen. Übrigens habt ihr nicht nur die Möglichkeit das ganze am Splitscreen vor einer Konsole und einem Fernsehgerät zu spielen, neben Xbox Live unterstützt "Don King Boxing" auch das so genannte System Link.
Übrigens werden euch auf der Xbox360 40 Originalboxer, von der Legende Joe Lewis bis hin zu dem in Deutschland natürlich bekannten Arthur Abraham, als Gegner bereitgestellt. Auf der Wii sind es immerhin noch ganze 30. Die integrierten Schauplätze beinhalten unter anderem so illustre Orte, wie den "Madison Square Garden" in New York oder das "Trump Taj Mahal" in Atlantic City. Hier stimmt der Umfang, aber leider nur hier.
Technischer K.o.?
Don King Boxing
Grafisch bietet der Titel auf beiden Plattformen eher durchschnittliche Kost. Zwar werden die Boxer schön groß, dafür aber auch sehr pixelig dargestellt - übrigens egal, welche der Versionen gerade auf dem Bildschirm flimmert. Dasselbe traurige Bild bei den Hintergründen. Die Arenen verschwimmen in der Weite relativ schnell, von toll animierten bzw. integrierten Zuschauern kann man nur träumen und besonders auf der Wii kommt das Ganze kaum über das Prädikat "unansehnlicher Texturenmatsch" hinaus. Dafür zeigen sich die Animationen über weite Strecken passend, hätten aber bei einigen Bewegungssequenzen durchaus noch etwas Feinarbeit vertragen können. Und etwas mehr Feinarbeit hätte wohl der gesamten Technik des Titels nicht geschadet. Beide Versionen leiden unter einigen Clippingfehlern, was bei den diversen Nahaufnahmen natürlich besonders negativ auffällt, und auch die Performance könnte sich flüssiger zeigen. Praktisch als Gegensatz kann die Präsentation, sowohl auf Wii, als auch auf Xbox360, absolut begeistern. Vor allem die storybasierte Karriere mit den wirklich passenden Zwischensequenzen, teilweise handelt es sich hier um Originalaufnahmen bekannter Größen der Boxszenen, lässt kaum Wünsche offen.
Don King Boxing
Selbiges beim Sound. Musikalisch wird genau das geboten, was man bei einem Boxspiel erwartet und einen unweigerlich an Filme a la "Rocky" denken lässt. Absolut passend gibt sich auch die Akustik innerhalb der Hallen. Aktionen werden begeistert gefeiert oder aber mit bösen Buhrufen quittiert, je nachdem welcher Boxer in der Gunst der Fans vorne liegt. Leider deutlich unter diesem Qualitätsniveau reiht sich das bei den Showkämpfen eingesetzte deutschsprachige Reporterduo ein. Unmotiviert, kaum passend und sich schnell wiederholend - mehr haben sie nicht zu bieten. Zum Glück verzichteten die Entwickler beim Karrieremodus auf diese Synchronisation und haben das englische Original, was sich einfach stimmiger anhört, nur deutsch untertitelt.
