Hirnschmalz und Schweiß – kann diese Kombination wirklich funktionieren?
Gehirn-Jogging und tropfender Schweiß - eine gute Kombination?
Dr. Kawashimas Körper- und GehirnübungenWährend man beim Gehirn-Jogging bislang nur ins Schwitzen geraten ist, weil man mal wieder zu langsam gerechnet hat oder einem nicht sofort die richtige Lösung eingefallen ist, tropft es bei der Xbox360-Variante nun tatsächlich von der Stirn. Man vollführt zwar keine sportlichen Meisterleistungen, aber immerhin ist man stets ein wenig in Bewegung. Die Verknüpfung von körperlicher Bewegung und Hirnaktivität ist wissenschaftlich zwar durchaus als anregend und hirnförderlich erforscht worden, allerdings kommt es auch darauf an, welche Bewegungen man ausführt und mit welchem Ziel das geschieht. Wenn die Bewegungen lediglich als Steuerinstrument für die Minispiele dienen, dann ist der Sinn nicht so wirklich gegeben. Außerdem ist Kinect genau hierfür nicht unbedingt die beste Wahl. Die meisten Anweisungen werden zwar ganz gut erkannt und einen gewissen Unterhaltungswert kann man ebenso wenig abstreiten, aber wenn es darum geht, seine Ergebnisse möglichst schnell mitzuteilen, dann dauert das per Kinect einfach viel zu lange und ist auch viel zu kompliziert. Obwohl man oft bereits die Lösung weiß, verhindert die erschwerte Eingabe, dass man auch wirklich schnell zum Zuge kommt. Das mag ja vielleicht einkalkuliert sein, aber wer sich vorgenommen hat neue Rekorde zu brechen und sich immer weiter zu verbessern, wie man es etwa von den DS-Games kennt, der wird hier leider enttäuscht werden. Der Casual- und Funfaktor ist dafür einfach zu sehr ausgeprägt und gibt dem ganzen Spiel eine andere Richtung. Es war bestimmt noch nie so lustig, sein Gehirnalter zu messen, aber auch noch nie so schwierig ein gutes Ergebnis zu erzielen oder das alles wirklich ernsthaft und konsequent zu betreiben.
Meinung
Wertung zu Dr. Kawashimas Körper- und Gehirnübungen (X360)
Wertung:
7.3/10
Pro & Contra
Die Minispiele haben einen gewissen Unterhaltungswertman darf sogar mit mehreren Leuten auf einmal spielenhäufiger und auch lustiger Einsatz der AvatareKinect erkennt die Bewegungen ganz gut
Casual- und Funfeeling verdrängen die Motivation sich persönlich in verschiedenen Disziplinen zu verbesserndie Steuerung ist für diese Art von Spiel nicht gerade optimalder wissenschaftliche Aspekt und das ernsthafte Trainieren verlieren sich in der Partystimmunges war noch nie so schwer ein Gehirnalter um die 20 zu erreichen