Driver: Parallel Lines im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Ist aus Driver ein GTA-Klon auf Abwegen geworden, oder doch ein eigenständiges Spiel mit Anspruch?

Technisches

Stufenloser Tag- Nachtwechsel Stufenloser Tag- Nachtwechsel Bei einem Spiel wie Driver: Parallel Lines, welches uns eine komplett frei befahrbare Umwelt bietet, ist es für die Entwickler natürlich besonders schwer die Balance zwischen einer flüssigen Framerate und genügenden Details zu finden. Das ist den Jungs und Mädels bei den Reflections Studios auf alle Fälle gelungen. Die Framerate ist sehr stabil und fällt nur ganz selten und nur sehr kurz unter die 30 Frames. Besitzer eines 16:9 Fernsehers können sich freuen, denn das komplette Spiel wurde auf dieses Bildformat hin optimiert, wohingegen Nutzer eines 4:3 Fernseher, im wahrsten Sinne des Wortes, in die Röhre kucken. Denn auch sie müssen im 16:9 Format spielen, bekommen also dicke PAL-Balken oben und unten im Bild geboten, wie ihr an unseren Screenshots sehen könnt.

Ist die Türe offen, bleibt sie offen Ist die Türe offen, bleibt sie offen Was in Verbindung mit dem im Review schon erwähntem zu dichtem Verkehr nervt, ist die nicht ganz sauber arbeitende Physik der Fahrzeuge ebenso wie die unseres Charakter wenn er zu Fuß unterwegs ist. Am auffälligsten ist der Türen-Bug, der offenstehende Türen bei den Fahrzeugen zu Stahl werden lässt, woraufhin wir wie mit ausgebreiteten Flügeln durch den ohnehin viel zu dichten Verkehr navigieren müssen und bereits eine Laterne genügt um eine 360 Grad Drehung hinzulegen, weil sich die Türe standhaft weigert sich wieder zu schließen oder einfach abzufallen. Dazu gesellen sich kleinere Fehler wie ein Charakter der in einem Auto stecken bleibt oder auf der Seite liegende Fahrzeuge aus denen man nicht mehr aussteigen kann, weil sie einfach nicht zur Ruhe kommen und nervöse Zuckungen an den Tag legen. Auch darf man sich nicht wundern wenn manchmal Fahrzeuge vom Himmel fallen oder wie Böcke zu springen anfangen. Das machen sie nicht weil sie sich so freuen uns zu sehen, sondern weil sie keinen Bodenkontakt zu finden scheinen. Was ebenfalls etwas zeitraubend ist, sind die Nachladezeiten der Fahrzeuge in der Garage. Es dauert mehrere Sekunden bis wir von einem Auto zum nächsten gewechselt haben, wobei selbst die bereits angezeigten Autos immer wieder neu geladen werden müssen. Ansonsten jedoch sind die Ladezeiten recht kurz gehalten und gut in den Spielverlauf integriert. Etwas schade ist es vielleicht noch, dass die Musik verstummt wenn wir die Übersichtskarte aufrufen.

Tür zu! Tür zu! Auf der Positiv-Seite aber steht die dicht bevölkerte und mit relativ vielen Details und Objekten versehene Stadt, egal ob "damals" oder "heute". Sowie der umfangreiche und sehr gut sortierte Soundtrack, der uns die Hits der späten Siebziger ebenso bietet wie ganz moderne Tracks. Doch darf man auch die hervorragenden Cutscenes nicht unerwähnt lassen, die nicht nur qualitativ aller erste Sahne sind, sondern uns auch eine glaubwürdige Geschichte erzählen, voller Klischees aber nie kitschig. Und nach längerem Spiel lernt man auch die Strassen von New York zu schätzen, denn wo man sich anfangs gerne verfährt oder die richtige Abzweigung übersieht, lernt man schnell die verschlungenen Strassen für seine Zwecke zu nutzen, um beispielsweise die Polizei möglichst schnell abzuhängen. Das hilft einem die relativ langen Fahrwege zu den einzelnen Aufträgen erträglich zu gestalten, denn oft muss man durch ganz New York düsen um wieder Geld verdienen zu können.

Meinung

Wertung zu Driver: Parallel Lines (XB)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
Die "Now and Then"-Zeitmaschinedie abwechslungsreichen Aufträgedie Cutscenesdie erzählte GangsterstoryNew York Gestern und Heuteviele verschiedene Fahrzeugeder Tag- Nachtwechsel (Xbox)
Ganzes Spiel ausschließlich im 16:9 Formatzu dichter Verkehrder "Türen-Bug"nicht ganz ausgereifte PhysikÜbersichtskarte ohne Musiklange Ladezeiten bei den Fahrzeugen in der Garageim Grunde ein GTA-Klon
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