Über ein Jahr nach der Veröffentlichung der Konsolenfassung gibt es Parallel Lines nun auch für den PC.
Technisches
Driver: Parallel Lines
Bei einem Spiel wie Driver: Parallel Lines, welches uns eine komplett frei befahrbare Umwelt bietet, ist es für die Entwickler natürlich besonders schwer die Balance zwischen einer flüssigen Framerate und genügenden Details zu finden. Obwohl unser Testsystem nicht von schlechten Eltern ist, schien es so, als wäre die Framerate bei 30 Bildern die Sekunde eingefroren, und das bei mittleren Details. Um das Game also wirklich in einer angenehmen Auflösung und mit vollen Details spielen zu können, braucht es schon einen HiEnd-Rechner, will man nicht mit 20 Frames durch New York krebsen.
Driver: Parallel Lines
Wer "Parallel Lines" bereits auf der PS2 oder der Xbox gespielt hat, der wird sich noch an den lustigen Türen-Bug erinnern, der einmal geöffnete Autotüren offen stehen lies, so dass man gleich zwei Spuren brauchte, auch wenn man in einem Kleinwagen saß. Der gehört nun der Vergangenheit an und ist nicht mehr vorhanden. Dafür kämpft das Spiel aber noch mit diversen Clipping-Fehlern, es kommt also schon mal vor, dass sich Charaktere und Objekte durchdringen, was zwar nicht besonders gut aussieht, aber praktisch keinen Einfluss aufs Gameplay hat. Auch die vom Himmel fallenden Fahrzeuge gibt es nun nicht mehr, sie wurden nun so knapp über der Strasse positioniert, dass sie nur noch kurz wackeln, wenn wir sie erschrecken, also zu schnell um die Kurve gefetzt kommen.
Driver: Parallel Lines
Auf der Positiv-Seite aber steht die dicht bevölkerte und mit relativ vielen Details und Objekten versehene Stadt, egal ob "damals" oder "heute". Zwar sieht auf dem PC wegen der hohen Auflösung alles etwas "clean" aus, spätestens aber wenn die Sonne unter dem Horizont versinkt und die Straßenbeleuchtung angeschaltet wird, bekommt man die erhoffte Grafikpracht geboten. Ebenfalls gefallen kann der umfangreiche und sehr gut sortierte Soundtrack, der uns die Hits der späten Siebziger ebenso bietet wie ganz moderne Tracks. Umso schlimmer, dass man der PC-Version offensichtlich die superniedrig aufgelösten Cutscenes der PS2-Version spendierte, die auf jedem vernünftigen Monitor fast schon grausam aussehen.
