An der Seite von John Tanner erleben wir mit dem aktuellen Driver endlich wieder einen würdigen Vertreter der Serie.
Driver: San Francisco
Neben den einfachen Missionen die nur dazu dienen WPs zu sammeln gibt es natürlich auch viele die geschaffen wurden um die Geschichte weiter zu erzählen, was auf beiden Seiten des Gesetzes stattfindet. So werden wir des öfteren Zeuge einer Verfolgungsjagd, in die wir uns natürlich einfach hinein-shiften können. Übernehmen wir das Polizeifahrzeug gilt es die Flüchtigen aufzuhalten, wozu wir uns der Ramm-Funktion bedienen. Diese bremst das Fahrzeug kurz ab um es sodann nach vorne schnellen zu lassen. Haben wir hingegen das Fahrzeug des Flüchtigen übernommen, müssen wir innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits zuerst die Polizei abhängen und dann den Fluchtpunkt erreichen. Dort kann es dann sein, dass wir wieder ein Stück der Geschichte erfahren und neue Infos zu den Gangstern erhalten. Recht geschickt gemacht ist dabei, dass wir diese Verfolgungsjagden auch provozieren können, indem wir beispielsweise in irgendein Auto springen und damit die Polizei rammen, oder umgekehrt als Polizist einen vermeintlichen Gesetzesbrecher rammen.
Davon abgesehen gibt es noch die Stadtmissionen, mitunter wirklich witzige Herausforderungen, wie die, den Fahrlehrer in den Wahnsinn zu treiben bis er Ersatzhosen benötigt. Aber auch die Taxen in San Francisco erfüllen ihren Zweck, ihr könnt euch sicher vorstellen wie entsprechende Missionen aussehen.
Driver: San Francisco
Was an der ganzen Sache wirklich Spaß macht, ist die große Abwechslung die einem geboten wird, auch wenn es natürlich ein Grundgerüst hinter den gebotenen Aufgaben gibt, sind diese doch herrlich unterschiedlich präsentiert und erzählen die Geschichte in recht lockerer Weise weiter, was einen recht hohen Suchtfaktor zur Folge hat. Permanent will man nur noch schnell hier was ausprobieren, dort was einsammeln oder endlich erfahren wie die Jagd auf Jericho weitergeht. Was ich persönlich weniger gut finde, ist das partielle Freischalten der Stadtteile, besonders anfangs ist man nämlich noch ziemlich eingeengt. Spätestens wenn man dann bei einer Verfolgung plötzlich eine der roten Absperrungen durchbricht und mitten unter den Polizeiautos wieder ins Spiel geworfen wird, fragt man sich, weshalb nicht die ganze Stadt von Anfang an befahrbar ist.
Quelle: Ubisoft
Driver: San Francisco
Da sich das Problem aber mit der Zeit von alleine gibt, können wir schon bald die voll auf den Spielspaß ausgelegte Stadt genießen, denn San Francisco ist mit seinen vielen Steigungen und Hügeln wie geschaffen für riskantes Fahren. Allerdings muss man sich mit der sehr "amerikanischen Fahrphysik" anfreunden, denn die Autos stehen furchtbar gern quer und sind sehr sprungfreudig. Ebenso ist der Einsatz der Handbremse absolutes Pflichtprogramm, will man nicht in Schrittgeschwindigkeit um die Kurven eiern. Hat man das aber erst einmal gelernt, kann man wahrlich filmreif durch San Francisco driften, wofür es ja auch die begehrten Punkte gibt. Mit einer Fahrsimulation also hat der neueste Driver so wenig gemein wie ein Suppenhuhn mit einem Steinadler.
Quelle: Ubisoft
Driver: San Francisco
Was wirklich angenehm ist, ist die stabile Framerate die uns Driver: San Francisco auf den Screen zaubert. Einbrüche gibt es praktisch nicht, selbst wenn auf den Straßen die Hölle los ist. Dafür müssen wir aber ein leichtes Tearing, also das abreißen des Bildes, in Kauf nehmen, sowie eine Stadt die mitunter etwas nach Pappkarton aussieht. Zwar ist auf den Straßen wirklich viel los, es gibt massig Fahrzeuge und ebenso viele Passanten, die Häuserfassaden selbst aber wirken durch die Bank etwas zu grau und schmucklos. Im Gegenzug dazu sehen die Charaktere in den Cutscenes wirklich sehr gut aus, die Gesichter sind wirklich gelungen und die Lippen bewegen sich meist auch synchron zum Gesprochenen. Auch über die deutsche Sprachausgabe kann man sich eigentlich nicht beschweren, nur manchmal werden Dinge irgendwie falsch betont, im Großen und Ganzen aber haben die Sprecher ganze Arbeit geleistet.
