Dynasty Warriors 7 im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Koei hat es wieder einmal geschafft der Serie mit lediglich kleinen Verbesserungen im Detail neues Leben einzuhauchen.

Ein neues Jahr, ein neues Dynasty Warriors! So oder so ähnlich werden es alle wohl ein wenig spöttisch beschreiben, die nicht dieser Spielserie verfallen sind. Anders als hierzulande hat die Serie vor allem in Japan einen sehr hohen Stellenwert bei den Spielern und jedes Jahr warten die Fans sehnsüchtig auf eine weitere Fortsetzung. Nichts desto trotz gibt es auch in westlichen Gefilden zunehmend mehr Anhänger, sonst würde sich unterm Strich ein Release für den Entwickler kaum lohnen. Auch wenn Außenstehende das Spiel eher als altbacken und stupide einstufen, einen gewissen Charme kann man dem altertümlichen Fernost-Spektakel nicht absprechen - mehr noch, es vermag zweifelsfrei langfristig zu begeistern. Ob Koei es auch dieses Mal geschafft hat seine Fan-Base ein Stück mehr zu erweitern, bleibt derzeit noch abzuwarten. Sicher ist bis dato nur, dass wir sagen können, was der neue Ableger so alles zu bieten hat.

Auf nach China

Dynasty Warriors 7 Dynasty Warriors 7 Damit man nicht immer behaupten kann, dass man bei Videospielen nichts lernen würde, wurde die Story von Dynasty Warriors 7, in Japan unter dem Namen Shin Sangoku Musou 6 erschienen, an die "Zeit der drei Reiche" in China angelehnt. Auf diese Weise erfahrt ihr, was die drei großen Dynastien Wei, Wu und Shu zu ihrer Zeit so alles angestellt haben. Ob die gebotene Story im neuesten Ableger der DW-Serie wirklich als Geschichtsunterricht Chinas taugt, können und wollen wir an dieser Stelle nicht beurteilen, interessant ist sie aber dennoch. Um das ganze Geschehen noch etwas aufzulockern, wurde noch die Jin-Dynastie mit ins virtuelle Boot geholt, die im Übrigen nicht minder historisch ist. Ja klar, wird so mancher von euch denken, jetzt versuchen sie einem noch zu erklären, dass die Dynasty Warriors Serie einen auf pädagogisch wertvoll macht Nee, so ist es freilich nicht, also keine Panik schieben. Aber bekanntlich hat ein bisschen Geschichte als Spiel-Hintergrund noch nie geschadet.

Dynasty Warriors 7 Dynasty Warriors 7 Wenn man das Spielprinzip alleine betrachtet, erscheint dies denkbar einfach. Ihr startet in eurer Festung, bekommt euer Ziel erklärt und ab geht die Luzzi. Klingt gut, ist aber dennoch nicht ganz so einfach, zumindest wenn ihr euch für einen höheren Schwierigkeitsgrad entscheidet. Unabhängig davon solltet ihr auf jeden Fall während ihr die Gegner-Horden zu Kleinholz verarbeitet die stets präsente Mini-Map im Auge behalten. Lauscht auch darauf, was euch so per Sprachausgabe ins Ohr gesäuselt wird. Wer nur stupide auf die Masse eindrischt, wird garantiert kein Stück weiter kommen. Das jeweils zu bekämpfende Ziel sind die vielen Offiziere, die zudem weitaus stärker sind als die breite Masse. Somit gilt es die Oberbefehlshaber und Generäle der Gegner gekonnt aus dem Verkehr zu ziehen oder durch Waffengewalt zu zwingen sich euch anzuschließen. Wer bei diesen Aktionen nicht gerade auf der Stufe Anfänger spielt, benötigt bei so manch einem dieser Kämpfe nicht nur genug Ausdauer, sondern auch ein gutes Quäntchen Taktik. Wer zur falschen Zeit am falschen Ort ist, weil eben u.a. die Mini-Map mit Missachtung gestraft wurde, dem kann es ganz schnell passieren, dass eine wichtige Person das Zeitliche segnet und die Mission damit als gescheitert gilt.

Darf es ein bisschen mehr sein?

Dynasty Warriors 7 Dynasty Warriors 7 Dynasty Warriors ist und bleibt in erster Linie ein Spiel für die vielen Fans, die vor allem der Serie seit Anbeginn die Treue halten. So halten sich, fast schon wie üblich, die Änderungen im Vergleich zu den Vorgängern in Grenzen, und sind eher im Detail zu finden. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit zwei Waffen zu nutzen, die auch während des Kämpfens gewechselt und so in die jeweiligen Angriffe integriert werden können. Auch wenn jede Waffe ein eigenes Schlag-Repertoire aufweist, benötigt man keine Anpassungszeit an das neue Schlaginstrument. Wem das alleine zu langweilig ist und ihr u.U. dem Sammelwahn verfallen seid, was im Übrigen auch einen Erfolg mit sich bringt, der bekommt die Möglichkeit sich eine stolze Waffensammlung zusammen zu tragen. Gesamt warten über 300 verschiedenen Tötungsinstrumente darauf von euch entdeckt und eingesackt zu werden. Grundsätzlich kann auch jeder der 62 vorhandenen Charaktere jede Waffe benutzen, natürlich aber nicht alle gleich gut. Neben jeder Waffe seht ihr immer kleine Sternensymbole. Diese zeigen euch an, ob der aktuell gewählte Charakter die betreffende Waffe gut beherrscht, so dass ihr diese auch sinnvoll und effektiv im Kampf einsetzen könnt.

Dynasty Warriors 7 Dynasty Warriors 7 Der Spielumfang war bei der Dynasty Warriors Reihe noch nie ein Kritikgrund. Warum sollte es dann dieses Mal anders sein? Eben, ist es nicht, denn wenn ihr das komplette Spiel erforschen wollt, rechnet mit gut und gerne 60 Stunden (und mehr). Erst dann seid ihr in der Lage zu behaupten ggf. alles gesehen und gemacht zu haben. Dabei fährt Teil Sieben der Serie zweigleisig: Zum einen wäre da der Story-Modus, der die Geschichten der verschiedenen Dynastien erzählt und die damit verbundenen Freuden und Leiden in vielen Zwischensequenzen konsequent erzählt. Das ihr während der Story nicht immer den gleichen Charakter spielt, fällt nicht groß ins Gewicht, da sich alle Kämpfer ähnlich spielen - lediglich ihre Geschichten unterscheiden sich ein Stück weit. Zum anderen werdet ihr sicherlich sehr viel Zeit im Eroberungs-Modus verbringen, in dem ihr euch das gesamte Reich Untertan macht.

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