Auch in Gundam 2 setzt KOEI auf altbewährtes, weiß aber mit dezenten Neuerungen zu gefallen.
Dynasty Warriors: Gundam 2
Bei all diesen Kampfeinsätzen steigt auch unser Können. Hier machen sich die Rollenspielelemente der Dynasty Warriors-Serie bemerkbar. Mit jedem vernichteten Gegner sammeln wir Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Unsere Attribute wie Nahkampf, Feuerkraft und Verteidigung werden mit jedem Levelaufstieg automatisch aufgewertet. Für die Rüstung unseres Gundams sind wir jedoch selbst verantwortlich. Je nachdem was wir für Teile finden, werden Attribute wie Panzerung, Beweglichkeit und Triebwerk aufgerüstet. Das Missionsziel ist meist ähnlich, es gilt oft einen bestimmten Gegner zu besiegen oder Feld einzunehmen. Im Verlauf mancher Missionen ändern sich jedoch die Siegesbedingungen und es kommen weitere Aufträge hinzu.
Der Missionsmodus
Dynasty Warriors: Gundam 2
Der Missionsmodus ähnelt im Grunde dem Offiziellen Modus, bietet aber weitaus mehr Charaktere, von denen im Verlauf des Abenteuers noch einige freigespielt werden müssen. Vom Spielablauf her ist alles wie im Offiziellen Modus. Der Unterschied verbirgt sich in der Missionsvielfalt. Die Aufträge teilen sich hier auf mehrere Kategorien auf. Es gibt die Rubrik "Vorgegebene Missionen", welcher die Haupthandlung eines jeden Charakters birgt. Daneben gibt es noch die freien Missionen, welche entweder Tutorials oder Challenges sind, wie zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Gegnern in einem eingeschränkten Zeitfenster zu besiegen. Während wir pflichtbewusst unsere Aufträge erfüllen, finden wir auch oft neue Ausrüstungsteile für diverse Mobile Suits. Im Modus Sammelmissionen drehen sich die Aufträge um ganz bestimmte Gegenstände, die wir auftreiben müssen. Doch was nützt uns die Vielzahl an verschiedenen Mobile Suits wenn wir mit einem Piloten nur ein bestimmtes Modell bedienen können? Um das Spektrum für einzelne Charaktere zu erweitern gibt es die Lizenzmissionen. Hier müssen wir einen bestimmten Gundam-Piloten besiegen um danach die Lizenz für den besiegten Mobile Suit zu erhalten. Fortan können wir im Menü auswählen, mit welcher dieser Kampfmaschinen wir unsere Aufträge absolvieren wollen. Darüberhinaus gibt es noch die Rubrik für zusätzliche Missionen, in denen wir Aufträge spielen können, für welche wir ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Den Abschluss bilden schließlich die Freundschaftsmissionen. Da wir in den Einsätzen oft an der Seite von anderen Piloten oder gegen diese kämpfen, verändern sich auch die Einstellungen diesen gegenüber. Mit den Freundschaftsmissionen kann man die Verhältnisse untereinander wieder klären.
Dynasty Warriors: Gundam 2
Um zu wissen, wie unser Verhältnis zu den verschiedenen Piloten steht, rufen wir den Salon auf. Hier erhalten wir nicht nur eine in mehrere Kategorien unterteilte Tabelle, welche uns den Beziehungsstatus der Charaktere aufzeigt, sondern können unsere Mobile Suits mit speziellen Fähigkeiten ausrüsten. Außerdem gibt es eine Übersicht, die uns anzeigt, für welche Gundams wir bereits einen Fluglizenz haben. Neben dem Salon gibt es noch das Labor für die Mobile Suits. Hier können wir die Auftragsanfrage für die Sammelmissionen ändern. Daneben können wir Komponenten unseres Gundams aufrüsten, neue Teile entwickeln oder anderes Zubehör für Mobile Suits abgeben, sofern die Nachfrage besteht. Diese Aktionen erhöhen unser Tech-Level und sorgen dafür, das wir im weiteren Verlauf bessere Ausrüstungsteile benutzen können. Den Abschluss bildet schließlich das Terminal. Über das Terminal werden wir in unregelmäßigen Abständen von mehreren Piloten kontaktiert. Entweder, wenn diese einen neuen Auftrag für uns haben oder uns einfach mit wichtigen Informationen versorgen wollen. Dank Archiv können wir bereits gelesene Nachrichten erneut aufrufen.
Der Mehrspielermodus
Dynasty Warriors: Gundam 2
Wie bereits in den vorhergehenden Dynasty Warriors-Spielen können wir auch die Missionen in Gundam 2 im lokalen Koop-Modus mit einem weiteren Spieler absolvieren. Während wir lokal gegen einen weiteren Spieler antreten können, stürzen wir uns Online mit bis zu vier Spielern in die Schlacht. KOEI hat dem Titel drei verschiedene Modi spendiert. Den Anfang macht der Kriegsmodus. Hier erhält jeder einen bestimmten Auftrag und Ziel ist es als erster 1.000 Punkte zu erzielen und alle Missionen zu erfüllen. Alternativ gewinnt derjenige mit den meisten Punkten nach Ablauf der Zeit. Zweite Variante im Bunde ist der Todesmodus. Hier sind unsere Gundams ständiger Überhitzung ausgeliefert und verfügen nur über eine geringfügige Panzerung. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Werden wir jedoch selbst abgeschossen, verlieren wir Punkte. Den Abschluss des Trios bildet schließlich der Jagdmodus. Hier werden die vier Spieler auf je zwei Jäger und zwei Gejagte aufgeteilt. Als Jäger erhalten wir Punkte indem wir die Gejagten erfolgreich vernichten. Diese wiederum können ihr Punktekonto erhöhen, indem sie so lange wie möglich vermeiden von uns getroffen zu werden. Waren die Jäger erfolgreich, werden in der nächsten Runde die Rollen getauscht. Diese Modi sind sowohl als Ranglistenspiele oder einfach über die Mitspielersuche verfügbar.
Die Dynastie lässt grüßen
Dynasty Warriors: Gundam 2
Schon zu PlayStation 2- und Xbox-Zeiten mussten die Dynasty Warriors-Spiele stets herbe Kritik einstecken wenn es um die Grafik ging. Das hat sich leider auch mit Gundam 2 nicht geändert. Die optische Präsentation an sich ist keinesfalls schlecht. Die Gundams überzeugen mit vielen kleinen Details und sehen sehr gut aus. Auch die Widersacher auf dem Spielfeld überzeugen durch eine detaillierte Darstellung. Dafür haben die Entwickler bei KOEI aber ordentlich an den Details der Spielwelt gespart. Seien es nun die Level im Weltraum oder auf diversen Planeten. Stets haben wir das Gefühl uns in einem unfertigen Baukasten zu bewegen. Die unterirdischen Höhlen und Flächen erstrahlen allesamt entweder in einem matten grau oder braun und nur vereinzelt finden sich Details wie Ansammlungen weniger Gebäude oder Container. Der Großteil der Areale wird von kahlen Hügeln beherrscht, KOEI reizt hier weder die Power der Xbox 360 noch der PlayStation 3 aus und verschenkt großes Potential. Auch die Level im Weltraum fallen durch die gähnende Leere negativ auf. Selten einmal verirren sich kleine Asteroiden oder Fragmente in die Areale. Dafür läuft das Spielgeschehen stets flüssig und ohne jedwede Ruckler ab und auch die Ladezeiten halten sich erfreulich kurz.
