Noch bevor das große Weihnachtsessen anfängt, können sich Interessierte ihre Kilos schon jetzt abtrainieren.
Am Ende einer jeden Einheit, für die ihr wenigstens 25 Minuten (ohne Vorbereitung = Anlegen der Sensoren, usw.) einkalkulieren solltet, erfolgt noch eine sogenannte "cool down" bzw. Ruhephase. Darin enthalten sind Übungen, mit denen ihr nach den anstrengenden Aktionen Muskulatur, Körper und vor allem auch die Atmung wieder beruhigt und runter fahrt, so dass ihr am Ende entspannt aus dem Workout entlassen werden könnt.
Ernsthafter Spaß oder spaßiger Ernst?
EA Sports Active 2
In Sachen Inhalt als auch optisch unterscheiden sich die drei Fassungen von EA Sports Active 2 nur geringfügig. Gleiches gilt auch für die zur Verfügung stehende Tonspur, da alle drei Einheiten - je nach Konsoleneinstellung - mit deutscher oder - falls gewünscht - auch englischer Tonspur daher kommen. Musikalisch sowie im Bezug auf vorhandene Animationen geben sich die Ableger keine Blöße und zeigen - wenn überhaupt - nur marginale Schwächen im gesamten Auftritt. Die Wii-Fassung ist farblich die schwächste, die PS3-Version flimmert ein wenig und der Xbox 360 Auftritt serviert gelegentlich mal ein Pop Up. Da die sportliche Aufforderung für zuhause allerdings keinen grafischen Wettbewerb gewinnen muss, fallen diese Kleinigkeiten geringfügig bzw. gar nicht ins Gewicht. Ebenso wenig wie die übersichtlichen Menüs, die je nach Konsole, gut zu handhaben sind, so dass sich alle nötigen Einstellungen einwandfrei vornehmen lassen. Generell sind vorhandene Optionspunkte, mit denen u.a. auch Online-Zugriffe ergehen, wo z.B. neue Inhalte herunter geladen werden können und sich Gruppen bilden lassen zum gemeinsamen sporteln, ohne Beanstandungen und die gewünschte Aktion wird auf Tastendruck bzw. Fingerzeig umgehend ausgeführt.
EA Sports Active 2
Anders dagegen sieht es bei den vorhandenen Übungen aus, bei denen sogar überzeugte Vertreter des Zeichens Couch-Besetzer zu Bestform auflaufen und eine Fitness an den Tag legen, die ihres Gleichen sucht. Überdies konnten wir im Test feststellen, dass sogar das lieb gewonnene Sofa besorgniserregende Herzausschläge zu verzeichnen hatte, nachdem wir den Sensor bzw. das Herzfrequenzmessgerät abgenommen und auf die Couch gelegt haben. Doch wie kommt es dazu? Die Antwort heißt Sensoren und die Tatsache, dass diese augenscheinlich nicht ganz einwandfrei funktionieren. Vor allem die Wii- als auch die PS3-Fassung kämpft hier doch mit deutlichen Schwächen, denn Übungen - gleich welcher Art - werden gezählt obwohl man als eigentlich sportlich aktives Wesen vor dem TV stehen und schwitzen sollte. Sitzend und einfach die Sensoren schwingend, schüttelnd oder gar einfach nur liegend reichen aus, damit der Counter die betreffende Vorgabe runter zählt. Dabei erfreut euch die Trainerin bzw. der Trainer mit aufmunternden Worten und ihr bekommt zu hören, wie gut ihr seid und das euch der Schweiß wohl gehörig laufen muss. Das ist definitiv schade und garantiert nicht Sinn und Zweck des Ganzen. Überdies müssen wir dem Geschehen dahingehend auch einen Vorwurf machen, dass es bei all diesen Aktionen zu keinerlei Korrekturen kommt, sprich die Trainer gehen in keiner Weise darauf ein, wie sich bewegt wird, ob die Übungen richtig ausgeführt werden, ob die Haltung stimmt, usw.. Vielmehr scheint es so, dass die Sensoren der PS3- und Wii-Fassung lediglich darauf ausgerichtet sind Bewegung an sich wahrzunehmen, somit zählt der Counter fleißig mit und der Trainerstab ist zufrieden.
EA Sports Active 2
Anders dagegen die Xbox 360 Version, die zwar auch ihre Schwächen hat, allerdings nicht in Sachen Schummeln sondern im Bereich der Bewegungserkennung. Gleichwohl die Kinect-Technik an sich sehr gut funktioniert, versagt der Sensor dann und wann seinen Dienst bei den sportlichen Aktivitäten. So kann es passieren, dass Übungen, obwohl korrekt ausgeführt, nicht oder nur unzureichend erkannt werden. Überdies empfiehlt es sich, dass neue Übungen, welche vom Trainer zunächst einmal vorgeführt, nicht gleich nachgemacht werden sollten, da sonst der Sensor womöglich nicht mehr auf Aktionen eurerseits reagiert. Ergo startet ihr die betreffende Aktion erst, wenn das Spiel sagt, dass ihr an der Reihe seid. Abgesehen von dieser etwas unrund geratenen Geschichte, ist die Xbox 360 Version allerdings auch diejenige, bei der man ohne Schweiß tatsächlich nicht weiter kommt. Es mag zwar Übungen geben, bei denen man etwas schummeln kann, aber final zum Ende bzw. Abschluss des Workouts kommt man nur, wenn man die vorgegebenen Übungen ansatzweise richtig durchzieht.
