Ultima zählt zu den einflussreichsten Rollenspielreihen der PC-Geschichte, doch seit Jahren liegt die Marke weitgehend brach. Nun könnte Schöpfer Richard Garriott die Urheberrechte von EA zurückerlangen und damit den Weg für eine mögliche Rückkehr ebnen.
Ultima gehört zweifelsfrei zu den großen Namen der Rollenspielgeschichte. Die Reihe von Richard Garriott, vielen Fans besser bekannt als Lord British, hat nicht nur klassische Rollenspiele geprägt, sondern mit Ablegern wie Ultima Underworld und Ultima Online auch wichtige Impulse für immersive Sims und allerlei hochkarätige Online-Rollenspiele gesetzt.
Seit vielen Jahren ist es um die Marke rund um Ultima allerdings still geworden. Das könnte sich schon bald ändern.
Wie Richard Garriott laut Inside Games erklärt haben soll, arbeitet er daran, die Urheberrechte an Ultima von Electronic Arts zurückzubekommen. EA besitzt die Rechte an der Reihe seit 1992, nachdem Garriott sein Studio Origin Systems an den Publisher verkauft hatte. Zwar erschienen danach noch Titel wie Ultima Online, doch eine echte Rückkehr der klassischen Reihe blieb bislang aus.
Mögliche Rückkehr, aber mit Hindernissen
Garriott zufolge habe er über die Jahre immer wieder versucht, mit EA über eine Wiederbelebung von Ultima zu sprechen. Etwa alle zehn Jahre habe er neue Gespräche angestoßen. EA habe zunächst Interesse gezeigt, die Gespräche dann aber schnell wieder fallen gelassen. EA hat Ultima damit über Jahre hinweg faktisch auf Eis gelegt.
Nun könnte sich das Ganze doch noch ändern. Hintergrund ist eine Regelung im US-Urheberrecht, nach der Schöpfer oder deren Erben bestimmte Rechte nach 35 Jahren zurückfordern können. Da Garriott Origin Systems samt Ultima im Jahr 1992 an EA verkaufte, könnte er die Urheberrechte an seinen ursprünglichen Werken ab 2027 zurückfordern.
Ganz so einfach ist die Sache aber nicht. Die Markenrechte an Ultima liegen offenbar weiterhin bei EA. Garriott könnte also wohl kein neues Spiel veröffentlichen, das schlicht Ultima heißt. Möglich wäre jedoch ein abgewandelter Name wie Lord British's Ultima. Genau in diese Richtung scheint Garriott derzeit zu denken.
Konkrete Pläne für ein neues Spiel gibt es aber nicht. Garriott deutete lediglich an, dass die nächste Herausforderung darin bestehe, herauszufinden, was aus den zurückgewonnenen Rechten entstehen könnte. Weitere Details könnte es tatsächlich bereits auf der diesjährigen Dragon Con geben, an der Garriott teilnehmen will.
Der Zeitpunkt für eine Rückkehr von Ultima könnte kaum besser sein, zumindest für Fans klassischer Rollenspiele. Moderne Rollenspiele wie Baldur's Gate 3 haben gezeigt, dass komplexe, klassische CRPGs auch heute ein großes Publikum erreichen können. Ob Richard Garriott wirklich an ein neues Ultima in dieser Tradition denkt, bleibt aber vorerst offen.
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