Elite Beat Agents im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Bisher nur als Import erhältlich, schlagen die tanzenden Jungs nun auch im Westen zu - skurril und überzeugend!

Elite Beat Agents Elite Beat Agents Euer Fingergeschick hat einen direkten Einfluss auf die EBA Mitglieder. Diese tanzen vergnügt im Hintergrund mit, sollte eure Performance gelungen sein. Vertippt ihr euch, seid stets zu langsam oder zu schnell, fliegen die Charaktere auf die Nase und können die Hilfe suchende Person nicht mehr anfeuern. Nur wer Musikgefühl zeigt, wird zum Schluss geehrt und bekommt das Happy End zu sehen. Spielt ihr dagegen zu schlecht, versagen die Agenten und Geschichte nimmt nach Verlust der kompletten Energieleiste ein unsägliches Ende. Mit hängenden Köpfen sitzt die Truppe niedergeschlagen am Boden vor dem Game Over Bildschirm. Doch kein Sprichwort passt besser auf "Elite Beat Agents", als "Übung macht den Meister". Wie bei vielen anderen Musikspielen auch, muss man sich die Songs einfach öfters anhören, sowie die zu spielenden Muster einstudieren. Mit etwas Übung meistert man die Passagen, steigert die Comboanzeige und heimst letztendlich einen Rekord nach dem anderen ein. Die Auswertung erfolgt immer nach einem erfolgreich beendeten Song, bei der nicht nur eine finale Wertung vergeben wird, sondern auch eine explizite Auflistung getroffener und eher verfehlter Symbole erfolgt

Die westliche Musikkultur

Elite Beat Agents Elite Beat Agents Den größten Wandel vollzog man im Musikangebot. Es werden nicht nur mehr Songs geboten, sondern auch vollkommen an unser Gehör angepasste Stücke. Schrille japanische Popmusik ist passe. In die Fußstapfen diverser fernöstlicher Künstler treten bekannte Größen wie Madonna, Avril Lavigne, Destiny's Child, Ashlee Simpson oder Jamiroquai. Auch wenn sich diese Auswahl wie das "Who is Who" der heutigen Jugend liest, müssen alte Hasen dennoch nicht die Nase rümpfen. Klassiker von Queen, den Rolling Stones, den Jackson Five oder Chicago besäuseln ebenfalls die Gehörgänge. Die Palette ist breit gefächert und bietet sowohl klassischen Rock, wie auch neumodische Popmusik. Mal versetzen uns leichte Melodien in eine sanftmütige Lage, ein anderes Mal geht es richtig zur Sache. Für genauere Infos schaut einfach in die angefügte Songliste. Dort sind alle Titel des Spiels inklusive der Künstler aufgelistet. Alle Songs haben aber etwas gemeinsam: Keiner ist sonderlich leicht zu meistern, zumindest auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Es empfiehlt sich auch, stets ein Kopfhörer zu verwenden, da die kleinen Lautsprecher des DS einen doch eher scheppernden Sound liefern. Wer dann noch etwas genauer in die Songs hinein hört, wird relativ schnell feststellen, dass es sich um Coverversionen der Originale handelt. Manch ein Cover kling wahrlich nicht schlecht, manch andere klingen dagegen schräg und werden den einen oder anderen Fan vertreiben.

Elite Beat Agents Elite Beat Agents Technisch gesehen ist der Titel einwandfrei umgesetzt. Die Optik wurde schon mehrfach angesprochen und spricht mit dem farbenfrohen und teils abgedrehten Design sicherlich nicht jeden sofort an, der Stil der Comics hat aber ein gewisses Etwas. Positiv anmerken sollte man auch die Ladezeiten, die aufgrund der Module quasi nicht vorhanden sind. Im Gegensatz zum japanischen Original unterstützt "Elite Beat Agents" auch das Rumble Pak. Eine deutliche Spielspaßsteigerung kann zwar nicht bestätigt werden, aber ihr spürt sofort, wenn euch beim Spielen ein Fehler unterlaufen ist. Einfach nur praktisch! Und sollte es euch alleine zu langweilig werden, steht das gemeinsame musizieren im Vordergrund. Auch mit nur einem Spielmodul können vier Leute gegeneinander antreten. In speziellen Geschichten wird der Kampf zwischen den unterschiedlichen Parteien ausgetragen. Leider stehen nur eine Handvoll Songs zur Verfügung, was den Mehrspielermodus dann doch ein wenig einschränkt. Aber für eine kurze Runde "Y.M.C.A" ist doch fast jeder zu haben, oder?

Meinung

Wertung zu Elite Beat Agents (NDS)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Äußerst stilvoll in Szene gesetzte Comic-Geschichteneine durchaus gelungene Musikauswahlforderndes und unterhaltendes Gameplay
Mit 19 Songs keine üppige Auswahlder gewählte Stil ist nicht jedermanns Sachehoher Schwierigkeitsgrad
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