Schafft es Konami GT4 vom Thron zu stoßen, oder bleibt es beim netten Versuch?
Der Tag in Enthusia
Die Gegner und ihr Skill
Enthusia benutzt ein Kalendersystem, welches am 01.01.01 startet und uns fortan pro Tag eine Tätigkeit, meist das Rennen selbst erlaubt. Dabei müssen wir aber keine Rücksicht auf Feiertage, Wochenenden oder sonstiges nehmen, stattdessen schreiten die Tage einfach fort. Sinken unsere Enthusia-Punkte auf einen bedenklichen Wert, ist es empfehlenswert statt am Rennen teilzunehmen sich lieber "Auszuruhen". Dies bedeutet, das wir ein Rennen auslassen aber die Erholungspunkte für den Tag erhalten, So entgehen uns zwar die Meisterschafts- und Skill-Punkte, dafür ist unsere Enthusia-Anzeige wieder aufgefüllt und wir können uns im folgenden Rennen wieder mehr Fehler erlauben. Ähnlich funktioniert der Fahrzeugwechsel, der uns ebenfalls einen Tag kostet aber die Enthu-Punkte auffüllt. Sicher streiten kann man sich über die Fahrzeuglotterie nach dem Rennen. Denn statt uns ein bestimmtes Fahrzeug für unsere Leistung zu geben, startet nach dem Rennen eine Lotterie. Hierbei stehen alle Fahrzeuge die am Rennen teilgenommen haben sich aber noch nicht in unserem Besitz befinden zum Gewinn, und der Zufallsgenerator entscheidet ob und welches Fahrzeug wir gewonnen haben. So kommt es, dass wir unter Umständen für eine wahre Glanzleistung überhaupt kein Fahrzeug erhalten, oder umgekehrt für das Einfahren des letzten Platzes mit einem Porsche belohnt werden. Denn auch das gewählte Gegnerfeld ist oft recht bemerkenswert. Da darf es uns nicht wundern, dass wir in einem VW Polo gegen einen Jaguar antreten müssen.
Neben der Meisterschaft gibt es natürlich das Zeitrennen und das freie Rennen, sowie die "Driving Evolution". Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Fahrprüfungen, ähnlich wie wir sie aus Gran Turismo her kennen, die wir nacheinander absolvieren müssen im diverse Fahrzeuge freizuschalten.
Sound & Grafik
Der Tsukuba Circuit
Auch wenn uns jedes Auto seinen typischen Motorensound kredenzt, muss Enthusia im direkten technischen Vergleich mit Platzhirschen wie GT4 einiges an Federn lassen. Denn die Motoren hören sich immer gleich an, egal welche Kamera wir benutzen und egal wieweit der Wagen schon aufgelevelt ist, und die Hintergrundgeräusche halten sich sehr in Grenzen, sind meist sogar überhaupt nicht vorhanden. Die Kollisionen hören sich ebenfalls immer gleich an, fast so als gäbe es dafür nur zwei verschiedene Sampels. Die gebotenen Musik hingegen glänzt mit ihrer Unauffälligkeit wie man sie so eher in einem Fahrstuhl vermuten würde. Besonders das Gedudel in den Menüs will uns wohl in Trance versetzen, statt uns auf das kommende Rennen vorzubereiten. Im Rennen selbst gibt es dann wenigstens ab und zu schnellere und treibendere Sounds, auch wenn sich dorthin so mancher Fahrstuhlsound verirrt hat.
Das Replay
Die verwendete Engine bietet uns vor allen Dingen eine recht flüssige Framerate die eigentlich immer stabil bleibt, bis zu sieben computergesteuerte Gegner gleichzeitig auf der Piste sowie heftiges Textur- und Kantenflimmern. Letzteres fällt besonders bei den Stadtkursen auf, wenn wir uns auf Kopfsteinpflaster bewegen, welches in Verbindung mit den detaillierten Häuserfassaden zu einer Flimmerorgie mutiert bei der man gerne Gas gibt um ihr zu entkommen. Davon abgesehen aber werden uns sehr schön gestaltete Autos geboten, an denen man höchstens die flachen Felgen kritisieren könnte, die sich aber ansonsten nicht verstecken müssen. Schade, dass man es nicht für nötig fand auch einen Support für 16:9 Fernseher zu integrieren.
