Exodus from the Earth im Gamezone-Test

Test pseudo

Für Freunde schnörkelloser Action und durchdachter und abwechslungsreicher Levelgestaltung.

Das erste Mal - Einschießen

Anders als bei den meisten Ego-Shootern gibt es bei Exodus from the Earth keinen dedizierten Trainingslevel und es geht eigentlich sofort zur Sache, wenn auch gemächlich. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen, denn das Spiel hat ein paar Defizite was die richtige Dosis an Schwierigkeit betrifft. Es ist leider so, dass in späteren Spielstufen einzelnen Abschnitte zu einer erheblichen Herausforderung mutieren und dies irgendwie unfair wirkt, wenn man das sonstige Spielgeschehen betrachtet.

Exodus from the Earth Exodus from the Earth zu Anfang hat man nur ein paar leicht bewaffnete Wachen zu erledigen und hier und da ein Hindernis zu überwinden. Man lernt halt auf die Softie-Tour wie man sich bewegt und wie man kämpft. Ein paar Geplänkel später darf man auch noch einige oberflächliche Rollenspielelemente genießen, die sich darin erschöpfen ein paar Aufgaben zu lösen und bestimmte Personen zu treffen. Es gibt vereinzelt auch herumliegende elektronische Notizgeräte - also PDAs im eigentlichen Sinne - zu lesen, die einem eigentlich nicht wirklich sinnvolle Informationen liefern. Dieses Feature erinnert entfernt an DOOM 3 und die Zusatzinformationen die den dortigen PDAs zu entnehmen waren. Diese haben in Exodus from the Earth aber keinen tieferen Sinn. Auch das Schalten diverser Anlagen und Systeme über Computer-Terminals durch einfache Ein-/Ausschalter hat wohl seinen Ursprung bei diesem bekannten Shooter.

Exodus from the Earth Exodus from the Earth Im Grunde genommen sind dies alles nur halbgare Zusätze, die den Hauptzweck des Spiels - sich von Level zu Level zu kämpfen - nur unzureichend kaschieren können. Anfangs kämpft man sich hauptsächlich durch Industrieanlagen, vorbei an meterhohen Kabelrollen und glühend heißen Schmelzöfen. Später kommen dann noch Fahrten mit Fahrzeugen hinzu und diverse Logikrätsel - hauptsächlich um einen freien Weg zu finden - lösen den Spieler vom Dauerballern ab. Leider sind auch nervige Hüpfeinlagen an einigen Stellen zu absolvieren, das hält sich aber in Grenzen und wurde auch schon mal in anderen Spielen besser gelöst.

Alles in allem hinterlässt das Spiel gleich zu Anfang einen spannungsgeladenen Eindruck der sich auch im ganzen Spiel aufrecht erhalten lässt und nicht langweilig wird. Vor allem das Einstreuen von kleinen Schiebe- und Schalterrätseln erinnert teilweise an das gute alte Half-Life Feeling. Kann aber aufgrund des um Lichtjahre besseren Leveldesigns und der legendären Story-Führung des Half-Life-Titels nicht wirklich dazu aufschließen.

Die Benutzerschnittstelle - Erfahrungswerte

Exodus from the Earth Exodus from the Earth Exodus from the Earth ist eines von den Spielen im Shooter-Bereich wo man sich sofort zurecht findet. Das mag an den allgemeingültigen Steuerungseinstellungen liegen oder an dem sehr übersichtlich und logisch strukturierten Spieledialogen. Jedenfalls ist alles was man zum individuellen Konfigurieren der Steuerung braucht vorhanden und in Anbetracht der technischen Fehlerlosigkeit des Spiels verdient Exodus from the Earth hier die Bestnote. Lediglich vereinzelte kuriose Übersetzungen bestimmter Optionspunkte fallen hier ins Auge. So ist der Wechsel der Y-Achse für den Mausblick mit "Maustaste wechseln" beschriftet. Aber das sind nur Ausreißer der ansonsten sehr guten textlichen Umsetzung der Dialoge ins Deutsche.

Exodus from the Earth Exodus from the Earth Das HUD (Head Up-Display) des Spiels verfügt über die üblichen Anzeigen wie Lebenskraft, Panzerung und Munition. Darüber hinaus wird seitlich ein durchscheinendes Waffenauswahlmenü eingeblendet, wann immer man auch eine Waffe auswählt. Neben den üblichen Anzeigen gibt es noch die unvermeidliche Anzeige für das aktuelle Spielziel (TAB-Taste) aber die Angaben sind zumeist zu allgemein gehalten um irgendwie nützlich zu sein. In der Tat könnte man das ganze Spiel - aufgrund der starken Linearität - durchspielen, ohne einmal die Spielzielanzeige angeschaut zu haben. Was in diesem Zusammenhang aber eindeutig fehlt, ist eine Anzeige der einzuschlagenden Richtung. Das mag erst wie ein Widerspruch klingen, da wie erwähnt die Linearität sehr hoch ist und wie weiter unten beschrieben die Levels im Grunde genommen nur aus Schlauchlevels bestehen, doch gibt es einige derart unübersichtlich gestaltet Spielabschnitte, dass man sich eine Richtungsanzeige herbei sehnt. Darüber hinaus erscheint hin und wieder in der oberen linken Ecke ein Kamerasymbol das anzeigt, wenn vorgefertigte Dialoge ablaufen denen man zumindest das erste Mal aufmerksam zuhören sollte.

Ein wenig unbrauchbar ist die Trefferanzeige, wenn unser Charakter von irgendwoher unter Beschuss genommen wird. Zwar zeigt eine kreisrunde Anzeige im Sichtfeld des Spielers an aus welcher Richtung der Beschuss erfolgt, doch ist das in der Regel schon zu spät und zu grob als das man damit etwas anfangen könnte. Darüber hinaus gibt es kaum Gimmicks die Exodus from the Earth von anderen Spielen des Genres hervorhebt.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk