Ein langes Jahr mussten wir auf Fifa 12 warten, doch das hat sich 2011 mehr als nur gelohnt: Der König hat seinen Thron behauptet!
Die Basis
FIFA 12
Natürlich baut Fifa 12 auf den Entwicklungen von Fifa 11 auf. Nach wie vor können wir uns dank "Personality+" darauf verlassen, dass Lionel Messi den Ball stilecht auf zehn Metern Weg etwa zwanzig mal berührt, müssen noch immer beim Passen genau zielen und können nach Belieben in alle Himmelsrichtungen dribbeln. Noch immer stimmt auch das geschnürte Lizenzpacket. Neben den wichtigsten ersten Ligen der Welt wie der italienischen Serie A, der spanischen Primera Division, der deutschen Bundesliga und der englischen Premier League können wir neben diversen Liga-Unterhäusern auch dieses Jahr andere Kontinente wie Asien und Nord- beziehungsweise Südamerika in Form von Mexiko und Brasilien unsicher machen. Abgerundet wird das Angebot von einem bunten Sammelsorium an Restmannschaften aus der ganzen Welt sowie den Nationaltems, welche dieses Jahr um Chile, Kolumbien, Ägypten und die Elfenbeinküste aufgestockt wurden.
FIFA 12
Auch in Sachen Spielstätten lässt sich Fifa einmal mehr nichts vormachen und präsentiert wieder einmal originalgetreue Nachbauten der bekanntesten Stadien der Welt. Neben etablierten Dauergästen wie dem Camp Nou zu Barcelona, der Münchner Allianz Arena oder der Stamford Bridge in London, feiern unter anderem das Etihad Stadion von Manchester City zusammen mit dem frisch eröffneten Juventus Stadium seinen Einstand. Die Spielmodi sind ebenfalls größtenteils gleich geblieben. Neben den Be a Pro-Modi, die einmal mehr als Torwart und Feldspieler gespielt werden können, Freundschaftsspielen, dem Trading Card Game Ultimate Team, dem Karrieremodus und der Live Season können auch wieder Turniere erstellt und ausgespielt werden. Mit dem Virtual Pro könnt ihr nun auch mit Freunden in einem Verein spielen. Entweder ihr gründet hier selbst einen eigenen Fußball-Club oder bewerbt euch auf eine noch nicht besetzte Position in einem vorhandenen Team.
Das Erlebnis
FIFA 12
Legt man nach einem Spieljahr mit Fifa 11 den Datenträger des Nachfolgers in das Laufwerk der Konsole, fällt einem sofort die neu gestaltete Aufmachung des Hauptmenüs auf. EA Sports trennte sich vom nach rechts öffnenden Listen-Look und präsentiert nun eine horizontal positionierte Menüleiste im rot hinterlegten Wabendesign. Im Hintergrund vollführen Spieler wie Wayne Rooney oder Kaká Volleyschüsse, Flugkopfbälle, den "Okocha" genannten Lupfer-Trick und andere Scharmützel. Diese Präsentation geht in den weiterführenden Menüs ähnlich aufwendig weiter. Wählen wir einen Menüpunkt aus wird die im Hauptmenü angefangene Bewegung seitens des Spielers zu Ende ausgeführt und wir werden prompt vom gewählten Untermenü empfangen. In den Bann gezogen starten wir eine Manager-Karriere beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Wir setzen unseren Gustav unter einen mit siebentausend Euro dotierten Standardvertrag und werden umgehend von der offiziellen Liga-Homepage als Neuzugang vorgestellt - so weit so gut. Wir bestreiten also unsere Vorbereitung, machen den Transfermarkt unsicher und lassen so Tag um Tag ins Land ziehen. Während dieser Periode wird ersichtlich, dass man bei EA Sports dieses Jahr auch Wert auf eine gute Pressearbeit gelegt hat. Nicht nur, dass die Artikel besser ausformuliert und geschrieben sind, überzeugen diese vor allem im Hinblick auf Transfers mit Aktualität. So wird das erste Interesse unsererseits an einem Spieler genauso von der Presse kommentiert wie die abschließende Zu- oder Absage. Hier hört die Kommunikation jedoch bei weitem nicht auf.
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Eine Woche vor Ende des Transferfensters werden wir von unserem Flügel-Flitzer Arjen Robben unter Druck gesetzt. Er fühle sich nicht mehr Wohl in unserem Team und möchte noch in dieser Transfer-Periode zu einem anderen Club wechseln. Nun müssen wir uns überlegen wie wir die Personalie Robben lösen. Setzen wir ihn wegen seiner Wechselgelüste einfach auf die Bank und riskieren so Einbußen beim Verkauf, beharren wir auf seinen laufenden Vertrag und lassen ihn nicht ziehen, oder sind wir gnädig und setzen ihn auf die Transfer-Liste. Ähnlich zwiespältige Entscheidungen werden im Laufe einer Saison euer Tagesgeschäft. Oft werdet ihr von Spielern angesprochen, die auf einen Platz in der Start-Elf abzielen, oder einfach nur öfter eingesetzt werden wollen, um ihre Trainingsleistung in einem Spiel zu rechtfertigen. Aber auch wir selber haben direkten Einfluss auf die Presse. Wir können uns in den Tagen vor dem nächsten Spiel über unseren Verein, oder den Gegner äußern und somit den Journalisten frisches Futter liefern.
FIFA 12
Mittlerweile ist der letzte Tag des Transfer-Fensters angebrochen und wir erleben eine weitere Neuerung im Karrieremodus. Der Transfer-Deadline-Tag steht in jeder Liga immer für große und auch kleine Schnelltransfers wie beispielsweise vergangenen Winter, als Fernando Torres für sechzig Millionen Euro von Liverpool zu Chelsea transferiert wurde. An diesem Tag haben wir im Spiel zehn Stunden Zeit die wir möglichst effektiv in An- und Verkäufe investieren. Dabei können wir nur Stunde um Stunde überspringen, was den Spannungsfaktor erhöht. Neben der Zeitanzeige wird auch das bisher umgesetzte Geld angezeigt, was häufig im dreistelligen Millionen-Bereich endet. Natürlich wird auch jetzt jede interessante Handlung auf dem Transfermarkt von der Presse kommentiert.
