Facebreaker bietet uns ein sehr einfaches aber gleichzeitig auch verdammt schnelles Gameplay. Die Steuerung der Fighter ist in wenigen Minuten erlernt und dann kommt es nur noch darauf an wer schneller auf die Tasten hämmert. Das macht gegen menschliche Spieler durchaus noch Spaß, ist gegen die superschnellen und mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestatteten KI-Gegner aber sehr schnell frustrierend. Dazu gesellen sich die unausgewogenen Kämpfer, es gibt welche mit denen gewinnt man keinen Blumentopf und welche die besitzen praktisch unhaltbare Breaker. Weiß man das erst mal, bringt man damit jeden auf der Party zur Verzweiflung. Derweil ist die Möglichkeit eigene Gesichter ins Spiel zu bringen wirklich gelungen, besonders, weil man nicht gezwungen ist sein eigenes zu benutzen. Aus dem Grunde darf man sich auch nicht wundern, wenn man online plötzlich bekannten Persönlichkeiten im Ring gegenübersteht. Umso tragischer ist es, dass es Facebreaker irgendwie nicht versteht den innewohnenden Humor zu Tage zu bringen. Darum kommen wir zu dem Schluss, dass man sich den Titel nur zulegen sollte, wenn man ihn mit Freunden oder online spielen will, denn alleine kommt kein richtiger Spielspaß auf. Die Stärken dieses Titels liegen beim Multiplayer und dem Kamera-Feature. Wer nichts gegen schmerzende Daumen und ein schon besonders schnelles Gameplay hat, zudem gerne mit seiner USB-Kamera spielt oder schon immer jemand Bestimmtes in den Ring bitten wollte, der kann ruhig einen Blick riskieren. Wer hingegen schon nach der dritten Niederlage in Folge das Gamepad in die Ecke feuert, sollte erst ein Probespiel wagen.