Ehrlich, wer wollte nicht schon immer mal mit Rotkäppchen blutige Jagd auf den bösen Wolf und andere Fieslinge machen?
Fairytale Fights
Diese Art des grenzwertigen Humors ist aber Motor und Bremse in Sachen Spielspaß zugleich. Einerseits weiß der Titel durch seine völlige Abgedrehtheit zu überzeugen und vermittelt so gar kein Gefühl von Realismus, andererseits beschränkt man sich ziemlich schnell auf das blutige Gemetzel als eines der wenigen Gameplay-Elemente. Für Kinder ist Fairytale Fights daher, auch wenn es häufig so scheint und man sich von der Fahrstuhl-Musik leicht einlullen lässt, nichts! Wir haben seinerzeit auf der gamescom in Köln aber auch schon mit Chefdesigner Rob Keijzer von Playlogic über das Thema Blut, Gewalt und mögliche Drogen, die nötig sind, um so ein Spiel zu entwickeln, gesprochen:
Interview mit Chef-Designer Rob Keijzer auf der gamescom
Die Protagonisten - Videospielfiguren am geistigen Abgrund!
Fairytale Fights
Ein großer Teil der Fairytaly Fights-Ironie besteht darin, eigentlich friedvolle Geschichten ins Gegenteil umzudrehen und aus "Helden der Kindheit" blutvergießende Monster zu machen - natürlich auf eine humorvolle Art und Weise und keineswegs übermäßig realistisch. Abgedrehte und skurrile Charaktere dürfen da selbstredend nicht fehlen. Die vier eigentlich völlig eigenständigen Figuren unterscheiden sich untereinander nur optisch, spielerisch ergibt sich bei keinem ein Vorteil. Verrückt sind sie dennoch alle, auf die ganz eigene Art und Weise. Da ist beispielsweise das Schneewittchen, das, so Keijzer "ernsthafte Probleme" hat - mitunter auch, weil ihr linker Arm häufig damit beschäftigt ist, den rechten davon abzuhalten Unsinn anzustellen... Beim nackten Kaiser erübrigt sich eine Erklärung eigentlich von selbst: Der Gute hat einfach (bis auf ein obligatorisches Feigenblatt) nichts an. Pate für die zwielichtigen Charaktere standen dabei übrigens bekannte (und einschlägige...) Filmstars des Porno-Gewerbes.
