Far Cry besinnt sich auf seine Wurzeln und schickt uns erneut zurück in den Dschungel. In Person von Jason Brody, einem jungen amerikanischen Urlauber, stranden wir auf Rook Island und fallen in die Hände einer brutalen Piratenbande. Mit knapper Not gelingt uns die Flucht, womit für zur letzten Hoffnung unserer noch immer in Gefangenschaft befindlicher Freunde werden. So wird Jason gezwungen sein bisher recht behütetes Leben gegen die Brutalität des Dschungels einzutauschen. Wir begaben uns auf den Pfad des Kriegers und testeten, ob das neue Far Cry mit seiner riesigen Open-World-Spielwiese an alte Tugenden anknüpfen kann.
Grafik, Sound und Steuerung
Far Cry 3 (2)
Wir haben Far Cry 3 auf der Xbox 360 und der Playstation 3 getestet und können attestieren, dass der Titel auf den Konsolen eine wirklich gute Figur macht. Der Dschungel ist mit Pflanzen übersät, Tiere bevölkern das Land ebenso wie das Meer und der fließende Tag/Nachtwechsel fiel ganz schön stimmungsvoll aus. Allerdings müssen wir schon mit gewissen Limitierungen leben. So bewegen sich die Pflanzen nicht, wenn wir durch sie schreiten, und so manches PopUp in der Ferne fällt uns ebenfalls ins Auge. Auch die Framerate ist nicht absolut stabil und fällt durchaus mal etwas ab, auch in den Cutscenes. Sound-technisch gibt sich der Titel recht solide, viele Umgebungsgeräusche lassen die Inselwelt glaubwürdig wirken, die unbemerkt belauschten Piraten haben manch obskure Geschichte auf Lager und so eine abgestochene Sau kann einem mitunter richtig leid tun, so schrecklich quiekt sie im Todeskampf. Den deutschen Synchronsprechern muss man ein Lob aussprechen, sie leisten ganz Arbeit und kommen durch die Bank glaubwürdig rüber. Die Waffen haben einen kräftigen Bums und lassen sich akustisch gut voneinander unterscheiden, einzig das Autoradio scheint ein technisches Problem zu haben. Rufen wir nämlich während der Fahrt die Übersichtskarte auf, passiert es manchmal, dass das Radio danach stumm bleibt.
Quelle: Ubisoft
Far Cry 3 (19)
Die Steuerung nutzt wirklich jede einzelne Taste am Gamepad und erfordert durchaus etwas Einarbeitungszeit. Da es deutlich mehr verschiedene Spritzen und Gadgets gibt, als das Pad Knöpfe hat, kann man das Steuerkreuz nach den eigenen Wünschen belegen. Anfangs kann es da schon passieren, dass man einen Stein wirft, statt den Fotoapparat hervorzuholen, oder im Drehmenü für die Waffen die Granate auswählt, dann aber doch einen Schuss mit dem Gewehr abgibt, weil die Granate eine eigene Taste zugewiesen bekam. Hat man sich mit den vielen Funktionen aber erst einmal vertraut gemacht, funktioniert die Steuerung unseres Charakters schnell und zuverlässig.
Der Multiplayer
Far Cry 3 bietet uns auch eine eigene Coop-Kampagne für zwei Spieler am Splitscreen oder für bis zu vier Spieler online, sowie einen richtigen Multiplayer mit vier verschiedenen Spielvarianten für bis zu 14 Spieler gleichzeitig. Den konnten wir aber vor der Veröffentlichung noch nicht ausgiebig testen, so wie auch den Level-Editor, was wir aber zum Release hin nachholen werden. Darum gibt es diesbezüglich jetzt auch noch keine Wertung, diese bezieht sich ausschließlich auf den Singleplayer-Mode des Spiels.
