Far Cry 4 will hoch hinaus... Ins Himalaya-Gebirge, wo die höchsten Gipfel der Welt stehen, um genau zu sein. Wir haben den Shooter angespielt und erzählen von der harten Realität und der verrückten Mystik-Welt!
Mit Far Cry 3 hat Ubisoft bewiesen, dass die Marke zu mehr taugt, als nur zum Open-World-Verschnitt. Mit einem der verrücktesten Antagonisten, ein paar abgedrehten Spielideen und einer insgesamt einfach glaubwürdigen Welt, eroberte der dritte Teil der Serie die Herzen vieler Gamer. Diesen Erfolg will Ubisoft nun erneut kreieren. Die Entwickler aus Montreal wollen hoch hinaus. Genau gesagt: Ins Himalaya-Gebirge. Far Cry 4 spielt da, wo die höchsten Berge der Welt stehen!
Quelle: Ubisoft
Auf den verschneiten Gipfeln des Hochgebirges wird es eisig kalt!
Das Panorama stimmt jedenfalls. Drei Missionen haben wir während der Gamescom gespielt, alle drei warten mit einem hochaufgelösten, wunderschönen Rundumblick auf. Ja, das können sie! Auf dem schneeverwehten Gipfel eines Berges sollen wir den Anführer einer kleinen Truppe töten und klettern dafür zwischen Felsen und kleinen Hügeln herum. Der Schneesturm gibt zwar einigen Sichtschutz, aber trotzdem entscheiden wir uns gegen einen direkten Angriff. Wieso auch selbst die Hände schmutzig machen? Ein Tier kann genauso für Ablenkung sorgen. Wirft man ein Stück Fleisch in den Hüttenverschlag, kriecht schon bald ein Schneeleopard herbei. Und wo ein Stück Fleisch ist, will er mehr! Also reißt er ganz einfach eine Wache. Das sorgt für einigen Trubel, den wir zum Anlass nehmen, um auf die andere Flanke zu schleichen. Von dort ist es ein Leichtes, die verbleibenden, aufgescheuchten Soldaten mit einer Armbrust auszuschalten – oder einfach ein neues Stück Fleisch runter in den Kessel zu werfen, damit ein Bär den Rest erledigt.
Quelle: Ubisoft
In der offenen Spielwelt kann man Feinden Fallen stellen.
Die Feuergefechte gehen leider nicht so flüssig von der Hand wie im Vorgänger. Der Controller der Playstation 4 hängt dem Videosignal etwas hinterher, vermutlich liegt das aber am flapsigen Messe-Aufbau. Einen richtigen Eindruck vom Gunplay konnten wir so aber nicht gewinnen. Die Mission haben wir trotzdem erfüllt. Der Kommandant ist tot, im Nahkampf mit einem Messer ausgeschaltet. Nun sollen wir noch ein Foto machen, um "jemandem" eine Nachricht zu schicken. An Bösartigkeit hat Far Cry 4 nichts verloren. Dann der wunderschöne Abschluss: Anstatt den Berg wieder hinunter zu gehen, packen wir den Gleitschirm aus und schweben durch einen Hindernisparcours aus Felswänden. Schade: Einfach zwischendrin landen ist nicht drin. Diese Teile der Karte sind dementsprechend auch nicht komplett erkundbar. Doch alles, was wir am Horizont sehen, sollen wir auch irgendwie bereisen können.
Elefant und Hubschrauber
Quelle: Ubisoft
Tiere lassen sich für Angriffe ausnutzen.
Schnitt, zweite Mission. Wir tauschen die verschneiten Gipfel durch grün begraste Hanglage aus. Wir sollen ein Dorf einnehmen, das von einem Bataillon von Feinden gehalten wird. Auch hier gibt es mehrere Alternativen. Entweder wir attackieren das Dorf direkt. Langweilig! Oder wir lassen die Drecksarbeit von einem riesigen Elefanten machen, der die kleinen Menschlein einfach tottrampelt. Oder wir schweben in einem kleinen Hubschrauber über dem Dorf und ballern mit einem Granatwerfer alles kurz und klein. Oder wir schleichen uns um den Eingang herum und übernehmen einen Mörser, der ziemlich viel Schaden auf einmal anstellt. Die vielen Alternativen lassen sich natürlich auch kombinieren. Das macht Spaß und könnte am Ende für die Abwechslung sorgen, die ein Spiel wie Far Cry auf jeden Fall braucht.
Quelle: Ubisoft
Mit Pfeil und Bogen und Tiger kämpft man in den Shangri-La-Levels.
Da die Mission aber schon von der E3 bekannt ist, wechseln wir in die verrückte Mystik-Welt! Eine Halluzination versetzt uns in den Körper eines tibetanischen Kriegers. Der Schauplatz: Das Traumlevel Shangri La! In der Hand hält der Protagonist plötzlich Pfeil und Bogen, begleitet wird er von einem weißen Tiger. Auf Kommando schaltet der Feinde aus, indem er sich an sie anpirscht und tot beißt. Doch in dieser Zauberwelt sterben die Bewohner nicht einfach… Sie lösen sich in einer Wolke aus blauem Nebel auf, verpuffen wie ein Farbbeutel bei diesen neumodischen Holi Festivals. Und auch die Umgebung sieht anders aus. Kein weißer Schnee, keine grünen Wiesen, stattdessen fließt ein komischer roter Fluss durch die Landschaft. Überall stehen Portale, die uns quer über die Karte verteilt herauslassen, Objekte und Gebäude schweben einfach in der Luft. So richtig begreifen wir nicht, was hier vorgeht. Der Auftrag wenigstens ist einfach: Bis zu einem Kreisel vordringen und ihn drehen, damit der Zugang zu einer noch verschlossenen Welt geöffnet wird.
Anders als die Drogenlevels von Far Cry 3 spielen die Shangri La Level nicht in einer Traumwelt. Stattdessen erzählen die Macher damit eine mythologische Hintergrundgeschichte, eben die der Tibetaner. Deshalb sind die Sequenzen auch nicht einfach nur unwichtige Nebenmissionen, die man wählen kann oder nicht, sondern Teil der Kampagne. Wir sind gespannt, wie das mit der ansonsten ernsthaften Geschichte zusammenkommt.
