Der Einstieg in das Restaurant-Leben erscheint gemächlich, doch schon kurz danach steppt die Kuh und es tanzt der Bär.
Bitte lächeln!
Fast Food Panic
Dafür kommt ihr dank des hohen Besucher- und damit Bestellaufkommens gerne mal in die Bredouille. Bekanntlich wollen Kunden, vor allem diejenigen, die Hunger haben, nicht lange warten. Geben sie die Bestellung auf, sind sie noch voller Vorfreude. Solltet ihr euch zu lange Zeit lassen die Gerichte zuzubereiten, kann das schnell ein Satz mit X werden. Damit ihr stets im Bilde seid, in welcher Gemütsverfassung eure Kundschaft ist, bedient man sich der allgemein bekannten Smiley-Symbolik. Nicht nur der Ausdruck auch die Verfärbung des Icons ist ein Indikator dafür, wie genervt eure Kundschaft ggf. schon ist oder nicht. Spätestens wenn sich der Smiley zornig rot präsentiert, solltet ihr schleunigst dafür sorgen, dass der oder die Gute die Bestellung erhalten. Wartet ihr zu lange, wird dieser Gast das Restaurant verlassen und ihr habt euch umsonst Mühe gegeben. Zur weiteren Orientierung, ob sich eure Kundschaft wohl fühlt oder nicht, findet ihr am oberen Bildschirmrand gleichfalls eine Zufriedenheits- als auch Zeitleiste. Behaltet die Anzeigen im Augen - es soll euer Schaden nicht sein!
Fast Food Panic
Kundenzufriedenheit ist generell das A und O, so dass nicht nur das zügige Bearbeiten der Bestellungen wichtig ist. Auch das Begrüßen sowie Verabschieden der Gäste darf nicht zu kurz kommen. Japan lässt grüßen, denn die beiden Protagonisten sehen sich berufen bei jedem Besucher die höfliche Verbeugung nebst Grußformel loszuwerden - einfach den Nunchuck geschüttelt, so einfach ist der Nettigkeit Genüge getan. Zwischen all der Kocherei und Höflichkeit kommen - wie sollte es anders sein - noch zusätzlich ins Schwitzen bringende Intermezzi hinzu, die gleichfalls von euch erledigt werden wollen. So müsst ihr u.a. gespültes Geschirr sortieren, Zahlungsbelege in den Rechner tippen, Müll entfernen oder nicht nur in Restaurants sehr unbeliebte Mäuse verjagen.
Immer hübsch den Durchblick behalten
Fast Food Panic
Über den sehr Anime-lastigen Grafikstil mag man streiten - allerdings nicht darüber, dass die gesamte Optik durchaus ordentlich als auch sauber serviert wird. Gelungene 3D Umgebungen, wenn auch auf das kleine Restaurant beschränkt, wissen zu gefallen und punkten gleichfalls mit schönen Details. Auch in Sachen Küchenarbeit sowie der zugehörigen Zutaten liefert sich das Spiel in optischen Belangen keine wirkliche Blöße und im Zusammenwirken mit der optimalen, einfachen Steuerung macht das Ansehen gleich doppelt Spaß. Wobei man einschränken muss, dass das erste Zurechtfinden in der Küche beim Kochen einen chaotischen Touch hat. Während die Hauptfiguren nach wie vor emsig werkeln, blendet sich das Menü ein, in dem ihr nicht nur die Bestellungen zu sehen bekommt, sondern auch die zu verrichtenden Arbeiten erscheinen als Extra-Ansicht ebenfalls auf dem damit sehr voll wirkenden Bildschirm. Habt ihr euch aber einmal daran gewöhnt, wo wie was aufploppt und wie ihr damit umgehen müsst, macht euch das nichts mehr aus. Dann geht das Gemüse schneiden, Pfanne schütteln oder Fleisch wenden so gut wie von allein. Gewöhnungsbedürftig könnte ggf. noch sein, dass fast alle Aktionen, die mit einem Tastendruck ausgelöst bzw. bestätigt werden müssen, mit dem B-Knopf einhergehen und nicht, wie man vielleicht vermuten würde mit dem A-Button. Unterm Strich alles eine Sache der Gewöhnung, die im Normalfall nicht lange auf sich warten lassen sollte. Dafür mag man sich wohl mit der Musik, die leider in einer Endlosschleife durch die Boxen schallt, nicht wirklich anfreunden. Die wenigen Sprachsamples dagegen beschränken sich auf Grußformeln und Ähnliches, die sich mit der Zeit natürlich auch wiederholen, aber dennoch zum Geschehen passen. Dank der recht motiviert wirkenden Sprecher klingt das Gesagte, je nach Konsoleneinstellung wahlweise in Deutsch, Englisch, Französisch, usw. zu vernehmen, recht ordentlich.
Fast Food Panic
Ein wenig schade ist allerdings, dass sich die Mehrspieler-Optionen einzig auf die ergänzend vorhandenen Minispielchen (z.B. mit Schweinchen auf die Jagd gehen oder Wettessen bestreiten) beschränkt. Das eigentliche Restaurant-Dasein kann zwar im Koop-Spiel erledigt werden, was auch grundlegend Spaß macht, aber da die Rollenverteilung klar ist, einer macht Küche, der andere die Bestellungen erweist sich dieser Part nicht unbedingt als Mehrspieleroption. Es wäre sicher lustig geworden, wenn bis zu vier Spieler in der Küche als auch im Gastraum hätten wirken können. So aber bleibt dies max. zwei Gamern vorbehalten und bis zu vier Spieler tummeln sich dann bei den zehn verschiedenen Mini-Games.
