Fatekeeper: Neues deutsches Spiel will der geistige Nachfolger von Dark Messiah of Might and Magic werden

News Stefan Wilhelm
Fatekeeper: Neues deutsches Spiel will der geistige Nachfolger von Dark Messiah of Might and Magic werden
Quelle: THQ Nordic

Bald gibt's wieder deftige Physik-Action: Mit Fatekeeper will ein kleines deutsches Studio den Erben von Dark Messiah of Might and Magic erschaffen und präsentiert sich im Trailer in Edeloptik. Wir haben die Infos!

Neben bekannten Games wie dem Gothic Remake, einem neuen Spongebob-Abenteuer und dem entscheidungsgetriebenen Multiplayer von Tides of Tomorrow hatte der aktuelle Showcase von THQ Nordic auch eine überraschende Enthüllung in petto: Fatekeeper.

Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich das spannende Projekt eines Entwicklerstudios aus Garmisch-Partenkirchen. Das zehnköpfige Team von Paraglacial will sich einen lange gehegten Traum erfüllen und ein neues Fantasy-RPG im Stil von Dark Messiah of Might and Magic auf die Beine stellen.

Warum wir Dark Messiah immer noch lieben, erklären wir euch hier im Video:

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Arkanes Geheimtipp von 2006 ist ein sinnvolles Vorbild, denn bis heute gibt es kaum andere Spiele, die ein ähnliches Erlebnis bieten, zumindest im Singleplayer-Bereich. Dark Messiah zeichnet sich durch eine interaktive Fantasy-Spielwelt, knackige Schwertkämpfe und vor allem eine nachvollziehbare Physik-Engine aus, die jeden Aspekt des Gameplays bereichert.

Brachial und physikalisch: So soll sich Fatekeeper spielen

In eine ähnliche Kerbe will auch Fatekeeper schlagen. Es wird ein Action-Rollenspiel aus der Ego-Perspektive, das sich hauptsächlich durch seine Kampfmechaniken absetzen will. Wir sehen wuchtige Kämpfe mit langsamen, überlegten Schlägen und Abwehrmanövern. Fatekeeper will dabei durchaus fordern, wenn auch nicht auf dem Niveau eines From-Software-Spiels.

Schwerthiebe lassen Gegner torkeln und auch mal von einer Kante stürzen, dazu gesellt sich ein Zaubersystem, mit dem sich die Umgebung beeinflussen lässt. Da werden etwa Gegenstände per Telekinese aufgehoben und den Feinden entgegengeschleudert, Oberflächen eingefroren oder Dinge in Brand gesteckt.

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Die Entwickler wollen, dass die Magie nicht nur Schaden und Statuseffekte verursacht, sondern auch physikalische Interaktionsmöglichkeiten eröffnet. Verbessert werden die Zauber über einen "Spell-Designer", über den die Entwickler in ihrer Ankündigung noch keine genaueren Worte verloren haben. Der Begriff klingt aber, als würden kreative Kombinationen ermöglicht werden.

Darüber hinaus versprechen die Entwickler, dass auch die restlichen RPG-Systeme eine gewisse Tiefe mitbringen sollen. Gezeigt wurde die Charakterentwicklung im bisherigen Gameplay allerdings noch nicht.

Alle Screenshots aus Fatekeeper!

Alchemie, Spielwelt und Optik

Im Video ist auch immer wieder zu sehen, wie der Spieler Tinkturen auf sein Schwert schmiert. Die sollen mit verschiedenen Effekten daherkommen und über ein eigenes Alchemiesystem zusammengemischt werden. Da suchen wir uns manche Effekte direkt aus, andere werden wiederum über versteckte Synergien aktiviert. Die Zutaten finden wir, wie auch die Ausrüstung, mit der wir uns stärker machen, in der Spielwelt.

Fatekeeper wird kein Open-World-Spiel, aber allzu schlauchig sollen die Gebiete auch nicht gestaltet sein. Auffällig ist, dass das Projekt für seine Teamgröße wirklich gut aussieht - wenig überraschend werkelt hier die Unreal Engine 5 unter der Haube, die einen Triple-A-Look auch für kleine Studios erschwinglich macht. Vor allem Materialqualität und Umgebungen können sich sehenlassen.

Das ist nicht unwichtig, denn neben Kämpfen und Charakterentwicklung gibt es auch Rätsel zu knacken, und für die sollen wir unter anderem die Gegenstände, die wir aufsammeln, im Inventar genau untersuchen müssen. Das klingt nach einer Mechanik, wie man sie sonst eher aus Puzzle- oder vereinzelt aus Survival-Horror-Spielen kennt.

Was die Ankündigung nicht zeigt, sind größere Story-Sequenzen oder Dialoge. Zwar gibt's einen Story-Rahmen, aber wir erwarten hier kein Spiel voller Entscheidungen und Zwischensequenzen. Fatekeeper sieht bisher aus, als würde das Gameplay im Fokus stehen - genau, wie es bei Dark Messiah auch war.

Wann können wir mit dem spannenden Projekt rechnen? Das steht zur Ankündigung noch in den Sternen. Der Trailer verrät weder ein Releasedatum noch ein grobes Zeitfenster, also wird das Spiel vermutlich noch eine Weile auf sich warten lassen.

Die einzige Plattform, für die Fatekeeper bisher bestätigt ist, ist außerdem der PC (via Steam). Fatekeeper ist übrigens nicht das einzige angekündigte Spiel, das in die Fußstapfen von Dark Messiah treten will: Erst letztes Jahr machte das Fantasy-Actionspiel Alkahest mit einem eindrucksvollen Trailer auf sich aufmerksam.

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