Eine absolut einzigartige Kombination aus Shooter und Horror macht dieses Spiel zum Erlebnis der ganz besonderen Art.
Kleine Taschenlampe brenn'
Quelle: Monolith
FEAR (dt.)
Wie schon bei "Doom 3" spielt auch in "F.E.A.R." die Taschenlampe eine tragende Rolle. Viele dunkele Ecken wollen ausgeleuchtet werden und nicht selten verstecken sich darin hilfreiche Gesundheits-Upgrades, aber auch manch unerwarteter Schock-Effekt. Das Leveldesign ist sehr detailverliebt ausgefallen und ganz besonders die unzähligen Büros, in denen ihr euch mit den feindlichen Soldaten bekriegt, sind mehr als authentisch eingerichtet worden. Allerdings gibt es in Sachen Leveldesign auch etwas zu meckern: Obwohl die Gebäude äußerst schön und ansprechend gestaltet sind, hat man bereits nach den ersten vier Spielstunden allmählich genug davon. Vieles sieht sich einfach zu ähnlich und an einigen Stellen muss man deshalb auch damit rechnen die Orientierung zu verlieren. Zwar wechselt die Umgebung im Spielverlauf von Forschungslabor über Bürogebäude bis hin zu einer verlassenen Altstadt, genügend Abwechslung wird aber leider trotzdem nicht geboten. Einige dieser Passagen ziehen sich einfach viel zu lange hin und lassen trotz gigantischem Grafik-Feuerwerk irgendwann auch etwas Langeweile aufkommen. Vielleicht kommt dieser Eindruck aber auch vom durchgängig sehr linearen Spielablauf: Alternative Wege oder besonders verwinkelte Abzweigungen sucht man leider vergebens. Trotzdem stimmt die durch zahlreiche Grusel-Einlagen erzeugte Atmosphäre und auch wenn sich viele Türen in diesem Spiel mehr als ähnlich sehen, hat man bis zu letzt Angst davor sie zu öffnen.
Geisterjagd im Internet: Der Mehrspielermodus
FEAR (dt.)
Wer nach ca. 10-12 Stunden mit dem packenden Einzelspieler-Abenteuer fertig ist, darf sich in den integrierten Mehrspielermodus stürzen. Hier können sich bis zu 16 Spieler gleichzeitig auf insgesamt acht verschiedenen Maps bekämpfen. In Sachen Spielmodi erwarten euch bekannte Varianten wie "Deathmatch", "Team Deathmatch", "Elimination" und "Capture the Flag". Der Clou dabei ist jedoch, dass es jeden Spielmodus auch in der Slow-Motion-Version gibt und die Spieler somit auch online auf dieses einmalige Feature zurückgreifen können. Während unseres kurzen Ausflugs auf die bereits zahlreich vorhandenen Server funktionierte alles reibungslos - ganz besonders waren wir vom hilfreichen HUD des Spiels begeistert, da man somit jederzeit genau verfolgen kann, wo beispielsweise die Teammitglieder oder auch die Fahne des Gegners stecken.
Der Rechner am Limit: Die Technik
FEAR (dt.)
Neben guter Story und einem überzeugenden Gameplay muss ein moderner Shooter vor allem eines bieten: Eine Grafik, die selbst den härtesten Hardware-Freaks ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Damit kann "F.E.A.R." auf jeden Fall dienen, denn die spektakulären Effekte werden mit modernstem Per-Pixel-Lighting, Shadow Volumes, Normal Mapping und Shader-Nutzung auf dem Bildschirm gezaubert. Ganz besonders in den Slow-Motion-Sequenzen dreht die Optik bis zum Limit aktueller Grafikkarten auf und sorgt, zusammen mit der Havok-Physikengine, für ein bombastisches Pixel-Feuerwerk. Natürlich findet die preisgekrönte Havok-Engine nicht nur in den Kämpfen Verwendung, sondern lässt auch jeden beliebigen Einrichtungsgegenstand absolut realistisch umfallen, zerspringen oder durch die Luft segeln. Um all diese Effekte auf höchstem Niveau genießen zu können, sollte schon eine Grafikkarte der neusten Generation in eurem Rechner ihr Werk verrichten. Unser Testsystem bestand aus einem Athlon 64 X2 3800 Prozessor, einer Geforce 7800 GTX und 1 GB RAM. Darauf lief "F.E.A.R." mit maximalen Details und 4x Antialiasing im Schnitt mit 40 Bildern pro Sekunde. Wer auf die Hardware-Kantenglättung verzichten kann, bekommt natürlich nochmals einen ordentlichen Leistungsschub.
Doch "F.E.A.R." hat nicht nur optisch einiges auf dem Kasten, es besticht auch durch ein ganz besonderes Klangerlebnis. Zusätzlich zu den markigen Waffengeräuschen dröhnt nämlich kein richtiger Soundtrack aus den Boxen, sondern sehr stimmungsvolle Sphärenklänge, die jede dunkle Ecke gleich doppelt so gruselig werden lassen. An einigen Stellen kommen zwar auch ein paar Melodien ins Spiel, grundsätzlich bleibt der Soundtrack allerdings im Hintergrund, sorgt aber dennoch für eine enorm gute Atmosphäre.

