Nun ist es auch auf der PS3 angekommen, die einzigartige Kombination aus Egoshooter und Horror-Erlebnis.
Die Technik
FEAR
Neben guter Story und einem überzeugenden Gameplay muss ein moderner Shooter vor allem eines bieten: Eine Grafik, die selbst den härtesten Hardware-Freaks ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Damit kann "F.E.A.R." auf jeden Fall dienen, auch wenn das Erscheinungsbild im direkten Vergleich mit der Xbox 360 Version etwas blasser und offensichtlich mit weniger Filtern daherkommt. Denn speziell flache Wände sehen nicht ganz so plastisch aus wie bei der Konkurrenz. Wie bei dieser bietet auch die PS3-Version eine maximale Auflösung von 720p, wobei leider auch dieses Spiel an normalen Röhrenfernsehern mit dem PS3 typischem Flimmern aufwartet. Speziell Texte, die Menüs sowie das eingeblendete HUD scheint 50 mal die Sekunde um eine Zeile zu springen. Dafür lässt die preisgekrönte Havok-Engine jeden beliebigen Einrichtungsgegenstand absolut realistisch umfallen, zerspringen oder durch die Luft segeln.
FEAR
Doch "F.E.A.R." hat nicht nur optisch einiges auf dem Kasten, es besticht auch durch ein ganz besonderes Klangerlebnis. Zusätzlich zu den markigen Waffengeräuschen dröhnt nämlich kein richtiger Soundtrack aus den Boxen, sondern sehr stimmungsvolle Sphärenklänge, die jede dunkle Ecke gleich doppelt so gruselig werden lassen. An einigen Stellen kommen zwar auch ein paar Melodien ins Spiel, grundsätzlich bleibt der Soundtrack allerdings im Hintergrund, sorgt aber dennoch für eine enorm gute Atmosphäre. Da das PS3-Pad bekanntlich keine Rumble-Funktion bietet, entfällt natürlich die fühlbare Unterstützung der Schreckmomente. Das ist speziell bei diesem Titel recht schade, der das Rumble-Feature recht gekonnt einsetzt.
FEAR
Die deutsche Version von F.E.A.R. wurde komplett entblutet. Weder spritzt der Lebenssaft bei den getroffenen Gegnern, noch ist es möglich Arme, Beine oder Köpfe abzutrennen. Sogar die Cutscenes wurden an bestimmten stellen abgedunkelt wo der rote Saft zu viel floss. Einzig übrig geblieben ist die Möglichkeit die Gegner nach wie vor mit dem Pflöcke verschießenden Gewehr irgendwo festzunageln, vorzugsweise an der dahinterliegenden Wand, doch auch dies geschieht absolut unblutig. So endet auch die RagDoll-Physik mit dem virtuellen Tod der Charaktere. Wer gestorben ist kann nicht mehr bewegt oder weiter verletzt werden und erstarrt zur Ölgötze.
