Auch heute noch kann das ursprüngliche Konzept trotz altersbedingter Schwächen begeistern.
Der klassische optische Blick
Final Fantasy IV Advance
Optisch kann die Konvertierung sicherlich nicht mit Golden Sun mithalten, dafür bietet Final Fantasy IV Advance ein ganz klassisches Konzept, wie wir es schlicht aus den guten alten Zeiten kennen. Ihr durchwandert die riesige Welt aus einer Vogelperspektive und bewundert dabei die gezeichneten Wiesen, Wälder und Berge. Die kleinen und putzigen Figuren sind zwar nur spärlich animiert, was aber auf dem kleinen GBA kaum auffallen wird. Zumeist müsst ihr die Quests in dunklen Höhlen und Verliesen erledigen und trefft dort auf die beheimateten Tiere. Kommt ihr aus einem Gebiet heraus, habt einen Endgegner erledigt bzw. einfach das Ende erreicht, wird zur Weltkarte gewechselt. Auch hier wird das Geschehen aus luftiger Höhe präsentiert, die Details rücken aber in die Ferne, so dass man eher eine Gesamtüberblick erhält. Die Mode-7 Ansicht gaukelt eine 3D Optik vor, welche damals revolutionär war und heute zumindest schön anzusehen ist. Hier wandert ihr schnell von einem Ort zum anderen und durchstreift ganze Kontinente. Schneller und sicherer kommt man aber mit dem Hovercraft oder einem Luftschiff voran, beide Reisemöglichkeiten stehen im späteren Verlauf des Spieles zur Verfügung.
Final Fantasy IV Advance
Nach wie vor finden die Kämpfe häufig und zufällig statt. Ihr schlendert nichts ahnend durch die Gegend und plötzlich blitzt der Bildschirm auf: Eine Falle! Schon stehen die Truppenmitglieder in einer hübsch gezeichneten Arena und balgen sich mit den Monstern. Diese werden zwar mit detaillierten Bitmapgrafiken dargestellt, scheinen aber aufgrund fehlender Animationen irgendwie leblos zu sein. In der Heldentruppe dagegen steckt das Leben, da sie munterfröhlich auf die Feinde zuspringt und diese attackiert. Die grafischen Effekte bei den Zaubern lassen etwas zu Wünschen übrig, da hat man schon deutlich besseres auf dem kleinen Handheld gesehen. Insgesamt wirkt der Titel optisch leicht antiquiert, wirklich trüben kann dies den Spielspaß aber nicht. Der musikalische Teil wiederum gehört mitunter zum Besten, was man in diesem Bereich zu hören bekommt. Viele bekannte Melodien und Klassiker umsäuseln zwar in einer ständigen Wiederholungsschleife, aber mit einer gewissen Harmonie euren Gehörgang. Ganz klar, dass für solch hohen musikalische Genuss nur der berühmte Komponist Nobuo Uematsu zuständig sein konnte.
Abschließende Worte
Final Fantasy IV Advance
Viele Verbesserungen und Erweiterungen müssen mit der Lupe gesucht werden, nur hart gesottene Fans werden alle Feinheiten auch wirklich feststellen. Die umfangreiche Monsterfibel wurde schon angesprochen, hinzu kommt eine für den GBA durchaus sinnvolle Schnellspeicher-Funktion. Mittels dieser lässt sich das Spiel fast zu jeder Zeit abspeichern und beenden. Nach erneutem Start wird dieser Spielstand aber gelöscht, so dass ein Erreichen eines Speicherpunktes nach wie vor die bessere Variante ist. Ansonsten hat sich Squar-Enix darum bemüht, die Charaktere und Kampfarenen optisch etwas aufzupäppeln, Neuerungen zeigen sich aber auch im Gameplay. So hat Cecil z. B. zu Beginn eine ungewohnte Spezialfähigkeit und wer tatsächlich das Ende der Geschichte erreicht, wird sich über eine neue Welt freuen, in der er sich noch austoben kann. Sicherlich keine schlechte Idee, da erfahrene Spieler nicht mehr wie 15 Stunden zum Durchspielen benötigen werden, während Abenteuerneulinge nach ca. 25 Stunden den Abspann bewundern dürfen.
