Lest in unserem Test, warum Forza Motorsport 4 schlicht die beste Fahrsimulation für die Xbox 360 ist.
Das Schadenssystem
Forza Motorsport 4
Das Schadenssystem scheint sich seit Forza 3 nicht weiterentwickelt zu haben. Noch immer ist es so, dass eine Berührung an einer bestimmten Stelle des Wagens augenblicklich zu einem generisch, optischen Schaden führt. Wir sehen also kein Glas splittern wenn das Rücklicht getroffen wird, stattdessen ist es augenblicklich in zerstörtem Zustand vorhanden. Gleiches gilt für die Beschädigungen am Blech, mitunter passt der Zusammenstoß nicht wirklich zur eben erfolgten Kollision. Beispielsweise wandelt man kurz am Nebenmann an, trotzdem zeigen sich dort Spuren als wäre man mehrere Meter an ihm entlang gestreift. Deutlich differenzierter und glaubwürdiger geht das Schadenssystem aber bei der Simulation der Defekte vor. Je nach Position des Motors und Getriebes etc. werden die erwarteten Schäden gut simuliert, mit einer Ausnahme. Wirkten sich seitliche Aufprälle in Forza 3 noch deutlich auf das Lenkverhalten aus, scheint man dies in Forza 4 minimiert zu haben, was für mehr Spielspaß sorgt, besonders wenn man mit dem Pad und nicht mit dem Lenkrad spielt. Denn ein seitlich ziehender Wagen ist mit dem Pad kaum mehr auf der Spur zu halten, weswegen wir diesen Umstand eher positiv bewerten, auch wenn er weniger der Realität entspricht.
Der Editor
Der Editor, mit dem wir das Aussehen unserer Boliden optisch gestalten können, entspricht praktisch 1:1 dem, den wir schon aus Forza 3 her kennen. Diesbezüglich hat sich absolut nichts getan, was fast etwas schade ist. Es gibt nicht einmal neue Grafiken, Symbole oder neue Schriftarten. So leistungsfähig dieses Tool auch ist, so hätten wir uns doch einige neue Funktionen gewünscht, wie die, Grafiken über die einzelnen Seiten des Fahrzeuges hinweg anbringen zu können. Stattdessen aber sind die Autos nach wie vor streng in ihre Himmelsrichtungen aufgeteilt, was das Erstellen übergreifender Optiken sehr erschwert.
Der Online-Multiplayer
Forza Motorsport 4
Der Online-Multiplayer von Forza 4 bietet uns nun nicht mehr nur 12 Fahrer gleichzeitig online, sondern 16. Das kommt besonders bei den Club-Rennen voll zur Geltung, aber nicht nur dort. Statt uns einfach nur diverse Spielvarianten anzubieten, hat sich Turn 10 eine wahre Flut verschiedener Herausforderungen ausgedacht. Es gibt Rundrennen für jede der vorhandenen Klassen, es gibt sogar gemischte Klassenrennen, bei denen sich bis zu vier verschiedene Klassen gleichzeitig auf der Strecke befinden, es gibt Drift-Rennen, Beschleunigungsrennen und Zeitrennen. Für die Freunde der amerikanischen Muscle-Cars gibt es auch noch verschiedene Variationen von Drag-Races, innerhalb vorgeschriebener Klassen und unlimited. Auch an die Stock Car Races haben Turn 10 gedacht und nicht zuletzt gibt es die sich permanent ändernden Turn 10 Select Herausforderungen. Da können wir dann an Serienwagen-Rotationen teilnehmen oder an den zwar langsamen, trotzdem sehr spannenden Kleinwagen-Rennen. Ich erinnere diesbezüglich nur an die Mini Cooper-Rennen, die schon in Forza 3 so unglaublich Spaß machen konnten. Da sich das Angebot diesbezüglich aber immer ändern wird, erhalten wir dort in regelmäßigen Abständen neue Möglichkeiten unser Renngeschick unter Beweis zu stellen.
Nicht zuletzt gibt es online den Spielplatz, wo es augenblicklich drei verschiedene Spaß-Veranstaltungen gibt, der im Laufe der Zeit sicher noch weitere folgen werden. Augenblicklich können wir dort "Virus" spielen, ein Rennen bei dem sich die Fahrer untereinander anstecken, bis nur noch einer übrig ist der nicht infiziert ist, der Sieger des Games. Nicht unbekannt dürfte auch das "Katz & Maus"-Spiel sein, eine Herausforderung für Teamspieler, denn jedes Team muss versuchen seine Maus als erstes ins Ziel zu bringen. Bei "ES behalten" schließlich handelt es sich um eine Art Capture the Flag, denn es geht dabei darum, ES so lange als möglich zu behalten, denn wer ES am längsten hat, gewinnt das Spiel. Ebenfalls angekündigt, aber während unserer Testphase noch nicht verfügbar, ist eine Art Fußballspiel mit Autos, bei dem die einzelnen Spieler tatsächlich in die Rollen des Stürmers, Verteidigers und Torwarts schlüpfen. Wie das in der Praxis aussieht, können wir leider noch nicht sagen, lustig anhören tut es sich aber schon mal.
