Frontline: Fields of Thunder im Gamezone-Test

Test BigJim

Bietet uns einen knüppelharten Schwierigkeitsgrad für alle Hardcore-Strategen am PC.

Schwächen bei KI und Wegfindung

Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder KI und Wegfindung - ein altes Leiden der "Blitzkrieg"-Reihe, das schon bei den Vorgängern so manchen Patch nach sich zog - zeitigen an einigen Spielabschnitten unverändert die altbekannten Schwächen. In der Beziehung scheint die Zeit seit 2003 stehengeblieben zu sein. Zumindest sind in der Beziehung keine wirklichen Fortschritte erkennbar. Denn es ist während einer hektischen Gefechtssituation natürlich ausgesprochen ärgerlich, wenn die eigenen Einheiten - wie bereits im ersten "Blitzkrieg" mitunter zu beobachten - falsch oder gar nicht reagieren, zu spät das Feuer erwidern, sich gegenseitig den Weg blockieren, an Sträuchern oder Brückenpfeilern hängen bleiben oder ausgerechnet die umständlichste aller möglichen Routen nehmen. Da hilft häufig nur nerviges Mikromanagement, d.h. man wählt die Einheiten separat an und versucht danach, diese irgendwie ins Ziel oder zum Bestimmungsort zu lotsen, was inmitten des Kampfgetümmels nicht immer reibungslos verläuft. Als Alternative bietet sich je nach Lage ein betont defensives Verhalten an, indem man die eigenen Truppenteile eingräbt und den Gegner einfach kommen lässt. Allerdings klappt dies nicht immer, so dass man selbst die Initiative ergreifen muss. Mit der Gegner-KI verhält es sich ähnlich. Da fallen wir dem Gegner seitlich in die Flanke seiner Artilleriestellung, stoßen dabei aber auf keinerlei Gegenwehr, weil der Feind offenbar nicht auf den Gedanken kommt, seine Geschütze zu wenden und nach uns auszurichten. Wer's dahingehend weniger blödsinnig mag, tritt am besten gegen menschlich gesteuerte Rivalen im Multiplayer-Modus "Capture the flag" über LAN oder Nival.net-Server an. Dort können sich zwei bis acht Spieler pro Partie gleichzeitig auf dem Felde schlagen.

Stilvolle, aber etwas dröge Präsentation

Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder Strategiespiele aus der Entwicklungsschmiede Nival Interactive waren nie eine Augenweide und lagen stets hinter den jeweils geltenden Grafikstandards ihrer Zeit zurück. "Frontline: Fields of Thunder" basiert technisch auf der ertmals 2005 bei "Blitzkrieg 2" verwendeten Enigma 3D-Engine und sieht folglich genauso aus. Was schon vor fast zwei Jahren als überholt galt, erscheint im Jahre 2007 natürlich erst recht antiquiert. Da müsste heutzutage einfach mehr drin sein, auch wenn die Optik das Weltkriegsszenario halbwegs stilvoll umsetzt und die Darstellung von Explosionen, Wasser und Partikeleffekten (Panzer wirbeln Staub auf, Granateneinschläge lassen Erdreste hochfliegen usw.) noch im Bereich der Akzeptanz liegt. Positiv ist immerhin anzumerken, dass die Karten trotz der geringen Zahl von Schauplätzen - die meisten Schlachten spielen ja in und um Kursk - vergleichsweise abwechselungsreich ausgefallen sind und sich anders als noch im ersten "Blitzkrieg" drehen und zoomen lassen. Eigentlich unverzeihlich ist die Tatsache, dass "Fields of Thunder" auf jede Art von Vor- und Zwischensequenzen verzichtet. Ein Intro fehlt ebenso, wie diverse Orginal-Filmausschnitte aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, Dinge also, die es in den übrigen Spielen der Serie in der Vergangenheit durchaus zu sehen gab. Dadurch wirkt das Spiel in Sachen Präsentation etwas trockener als seine Quasi-Vorgänger. Die musikalische Untermalung und die (wenigen) Sprecher, die am Rande des Gefechtslärms mal den ein oder anderen Laut von sich geben, stammen noch aus "Blitzkrieg 2". Fans der Strategiereihe dürften das Gelaber mittlerweile auswendig kennen. Einige Neuerungen hätten auch hier sicher nicht geschadet. Die altbewährte Bedienung des Interfaces wurde beibehalten. Einige Symbole sind jetzt allerdings größer und damit leichter zu unterscheiden. Weniger positiv ist der Umstand, dass man zwar weit genug hinaus, aber immer noch nicht weit genug hinein ins Kampfgeschehen zoomen kann. Einheiten oder Gebäude lassen sich somit nach wie vor nur aus einer gewissen Distanz beobachten.

Meinung

Wertung zu Frontline: Fields of Thunder (PC)

Wertung:

7.2 /10
Pro & Contra
taktisch anspruchsvollgroße Einheitenvielfaltverbessertes InterfaceEnzyklopädie
kein variierbarer SchwierigkeitsgradMängel bei KI und Wegfindungdröge Präsentation
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