Einer für alle und alle für das große Finale! Im Kino wie auch auf den Heimkonsolen sorgt der Oger für Unterhaltung!
Teamgeist und gemeisterte Teamarbeit
Der Weg zum Sieg führt euch vom Sumpf, über das Ogerlager und dem Drachenturm bis hin zu den Katakomben und dem Schloss von Weit Weit Weg, eine immerhin etwas 10 Stunden umfassende Wanderung, die vor allem mit zahlreichen Rästeleinlagen aufgelockert ist. Jede der vier Figuren hat spezielle Fähigkeiten. Der Kater kann an Wänden herum klettern, der Esel Objekte wie Spiegel oder Katapulte drehen, Fiona mit dem Feuer spielen und Shrek schwere Objekte bewegen. In Kombination ergeben sich wirklich nette Denkaufgaben, die tatsächlich meist nur in Teamarbeit zu lösen sind. Schiebt Kisten unter sich bewegende Plattformen, schneidet Seile auf hoch gelegene Plateaus mit dem Säbel des Katers durch und sprengt gar ganze Felsen mit explosiven Fässern. Bisweilen sorgt ein zusätzlicher Zauberspiegel für einen gelungenen Wechsel zwischen dem hier und jetzt, sowie der eigentlichen - meist herrlich blühenden und schillernden - Realität. Erst hier fällt dem Spieler tatsächlich auf, wie düster und herunter gekommen Shreks Lage dank Rumpelstilzchen doch ist!
Für immer Shrek
Wirklich komplex wird das Abenteuer aber zu keiner Zeit, da vor allem auch die angepeilte Zielgruppe von Kids ab sechs Jahren ihren Spaß mit dem grünen Oger haben soll. Und sollte dennoch unverhofft der Kopf rauchen und so manche Nuss nicht zu knacken sein, liefern die drei blinde Mäuse für einen geringen Obolus hilfreiche Tipps sowie Ratschläge. Fass das Geld sich auf dem Konto häuft, könnt ihr die eingesammelten Münzen zudem im Ogerlager für neue Fähigkeiten und Upgrades ausgeben, welche das Team stärker und leistungsfähiger machen. All das macht den Titel tatsächlich zu einer netten Filmumsetzung, die durchaus im Alleingang ordentlich Laune macht. Doch das ständige hin- und herschalten zwischen den einzelnen Figuren des Vierergespans per Steuerkreuz kann durchaus ärgerlich werden. In Fahrt kommt Activisions Interpretation des Kinomärchens aber eh erst im Mehrspielermodus, wenn bis zu vier Spieler gleichzeitig die unterschiedlichen Aufgaben übernehmen und kooperativ die Rätsel meistern. Leider geht dies nur lokal mit entsprechender Anzahl an Controllern, per Internet lässt sich da nichts machen!
Abgesehen von der durchwegs soliden Optik bieten die HD-Varianten denselben Spielinhalt wie das Wii-Pendant, welcher euch zum großen Sieg über Rumpelstilzchen führen wird. Der Weg ist zwar steinig, wie aber auch schon erwähnt, nicht sonderlich schwer. Technisch sorgt das Spiel mit üppigen Details und vor allem im Laufe des Abenteuers immer hübschere Märchenwelten für einen optischen Schmaus, ohne aber jegliche Hardware in irgend einer Weiße tatsächlich ausreizen zu können. Federn lassen musste die Variante für die Wii wie gewohnt dennoch, so dass hübsche Effekte, Spiegelungen und bisweilen auch detailreichere Texturen außen vor gelassen wurden. Spielerisch bietet diese aber denselben Komfort und verzichtet nahezu auf unsinnige Bewegungssteuerung. Nur selten kommt ein herzhaftes Schütteln der Fernbedienung in Frage, zum Beispiel als Abschluss einer langen Angriffswelle dienend als Finisher wie einer harten Stampfattacke. Wirklich missen tut man diese Features auf den anderen Konsolen aber nicht!
